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Future is the super sonic scientist set to go stellar...

With his second studio album, Honest, out today, we get real with Atlanta rapper, Future.

by Hattie Collins
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Apr 22 2014, 5:50pm

Future wears jumper Gucci. Hat and jewellery his own. Photography Olivia Rose. Styling Bojana Kozarevic.

„Ich habe gute Vibes aufgesaugt", resümiert Future seinen London-Aufenthalt während eines vergleichsweise warmen Februars. „Das Studio, in dem ich gearbeitet habe, war sehr inspirierend. Ich liebe es, dass Amy Winehouse dort aufgenommen hat, denn ich bin ein Fan von ihr. Sie war großartig. Ruhe in Frieden!", fügt er reflexartig hinzu. Momentan ist Future vielbeschäftigt: Neben ersten UK-Auftritten schreibt er Songs für Popstars und beendet bald die Arbeit an seinem eigenen Album sowie einer Veröffentlichung der ganz anderen Sorte. „Es ist wahnsinnig aufregend. Ich bin nervös, aber nicht zu nervös. Ich will, dass es ihr gut geht", erzählt er über das Kind, das er mit R&B-Chanteuse Ciara erwartet. „Ich bin schon mal Vater geworden, aber für sie ist es das erste Mal, weshalb ich eher an ihrer Stelle nervös bin. Ich wünsche mir für sie, dass alles glatt und ruhig läuft."

Ci-Cis zukünftiges Kind ist nicht das einzige Produkt aus dem Hause Future, auf das wir uns freuen können. Honest ist der lang erwartete Nachfolger zu seinem Debüt Pluto und die Erwartungen an das Zweitwerk sind mindestens so hoch wie der 1,90 Meter große Rapper selbst. Pharrell, Pusha T, Kanye, Rihanna und Lil Wayne werden darauf zu hören sein, produziert hat es Futures Langzeitpartner Mike Will Made It. Obwohl er hierzulande weitestgehend unbekannt ist, hat Future in den USA eine gewaltige Zugkraft entwickelt.

T-shirt 3.1 Phillip Lim at Selfridges. All jewellery his own.

Future, der den wohlklingenden bürgerlichen Namen Nayvadius Cash trägt, wuchs in Kirkwood, Atlanta auf, einer Gegend, die er selbst als „eine durchschnittliche Hood" beschreibt. „Es werden Drogen gedealt und es gibt Prostitution, aber auch das übliche Arbeitervolk und Studenten, die mit Zug durchfahren, weil die Station gleich in der Nähe liegt", erklärt er im breitesten Südstaaten-Akzent. „Oma und Opa kaufen noch in Tante-Emma-Läden ein. Das sind Viertel, in denen wir aufgewachsen sind und wir alle kennen einander von Geburt an. Unsere Eltern sind zusammen zur Schule gegangen. So eine Nachbarschaft war das, ziemlich familiär."

„Ich bin der Future Man, ich bin Future. Ich bin einzigartig. Du kannst mich in keine Schublade stecken. Jede Platte klingt anders. Ich bin ein Poet. Ich bin eine Marke. Ich bin ein Lifestyle."

Dem 30-Jährigen ist die Musik in die DNS eingeschrieben: Futures Cousin Rico Wade ist gehört zum Produktionstrio Organized Noise aus Atlanta, das für TLCs „Waterfalls", En Vogues „Don't Let Go" und einen Batzen Outkast-Tracks, darunter auch „So Fresh, So Clean", verantwortlich ist. „Als Kind hatte ich keine Ahnung, was meine Verwandtschaft zu Rico bedeutet, das ging mir erst in meinen Teenager-Tagen auf. Es war aufregend", sagt er. Ob es ihm bei den Mädchen geholfen hat? Er grinst. „Nee, weil es ich es niemandem erzählt habe. Wenn du jemandem erzählst, der und der sei dein Cousin, muss das noch lange nicht stimmen. Ist nicht so, als hätte zu meinen Schulzeiten jeder Twitter und Instagram gehabt. Wenn, dann hätte das anders ausgesehen. Aber ich hatte eh keine Probleme mit den Mädchen", betont er. „Du schmeißt dich rein, mischt dich unter die Leute, findest raus, was dir gefällt und es passiert."

Wade hat ihm vielleicht nicht bei den Frauen geholfen, dafür aber die musikalischen Neigungen des jungen Future bestärkt. Von der Organized Noise-Crew aufgrund seines Wunderkind-Talents mit dem passenden Spitznamen - „he's the future!" - versehen, beginnt der aufstrebende Rapper im Jahr 2010, den Markt mit Mixtapes zu aufzumischen. Aus einem dieser Mixtapes, „True Story", koppelte Future die Single „Tony Montana" aus, eine gruselig hartnäckige Hommage an Al Pacinos berüchtigtste Rolle. Der Track, auf dem Future aus welchen Gründen auch immer mit quasi-kubanischem Akzent rappte, wurde ein erfolgreicher HipHop-Hit, dem sogar Drake höchstpersönlich einen offiziellen Remix verpasste.

Nach „Tony Montana" schrieb Future YCs „Racks" und wurde der eigentliche Star des spielerisch repetitiven Tracks. Es dauerte nicht lange, bis die Pop-Prinzessinen Rihanna und Miley Cyrus anklopften und nach Songs („Loveeeeeee Song" und „My Darlin'") verlangten. Drake lud ihn auf Tour ein (und schmiss ihn beinahe raus, als Future mit den Worten zitiert wurde, seine Musik habe mehr emotionalen Gehalt als Drizzys), während sich Snoop Dogg und R. Kelly für Features auf seinem Debütalbum anmeldeten. Im Straßen-Lebenslauf des neuen T-Pains reihen sich mittlerweile HipHop-Hits wie Lil Waynes „Love Me", Pusha Ts „Pain", Rockos „UOENO" und „Bugatti" von Ace Hood aneinander. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis einer seiner Tracks den Sprung vom HipHop Klassiker zum kommerziellen Riesenerfolg schafft.

Jumper Gucci. T-shirt 3.1 Phillip Lim. Glasses Tom Ford Eyewear. All jewellery his own.

Zwei Jahre nach Pluto ist Future bereit, auf Honest die Hosen herunterzulassen. Das Album, betont er, beruhe auf alltäglichen Erfahrungen. „Es vereint all das, was ich erlebt habe und was mich immer noch beschäftigt. Ich kann über jede Situation einen Song schreiben. Ich liebe es, kreativ zu sein, weißt du? Ich bin der Future Man, ich bin Future", grinst er und schmeißt seine blondierten Dreads zurück. „Ich bin einzigartig. Du kannst mich in keine Schublade stecken. Jede Platte klingt anders. Ich bin ein Poet. Ich bin eine Marke. Ich bin ein Lifestyle. Verstehst du, was ich sagen will?", schmachtet er und dreht zum ersten Mal während unseres Shoots in seinem Londoner Studio richtig auf. „Ich will meine Fanbase glücklich machen, das Publikum, das mir schon seit Langem die Stange hält und diejenigen, die gerade erst auf mich aufmerksam geworden sind. Die Platte ist abgedreht. Ich mag es abgedreht. Manchmal wird es so richtig abgedreht. Dann kann alles passieren", orakelt er. „Alles super."

@1future

Credits


Text Hattie Collins
Photography Olivia Rose
Styling Bojana Kozarevic

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