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      kultur i-D Staff 10 Dezember 2015

      i-Diary translantics: ein exklusiver blick hinter die kulissen der webserie von britta thie

      Zum Start der Screeningreihe von „Translantics“ heute im Schinkel Pavillon in Berlin haben wir die Akteure und Macher der Serie gebeten, uns ihre besten Snapshots aus den Dreharbeiten zu sechs Folgen „Translantics“ zu schicken.

      i-Diary translantics: ein exklusiver blick hinter die kulissen der webserie von britta thie i-Diary translantics: ein exklusiver blick hinter die kulissen der webserie von britta thie i-Diary translantics: ein exklusiver blick hinter die kulissen der webserie von britta thie

      Mit Translantics hat Britta Thie zusammen mit der Schirn Kunsthalle in Frankfurt und ArteCreative eine Webserie geschaffen, die eine verträumte Geschichte einer Generation erzählt. In enger Zusammenarbeit mit der Fotografin Julia Burlingham entstanden sechs Folgen, in denen man BB und ihren Freunden durch deren Leben folgt. Ein futuristisches Märchen, eine Art Mockumentary, eine Mischung aus Improvisation und geschriebenen Dialogen, aus Echtem und Erfundenem, als Brücke zwischen Mainstream und Kunstpublikum. 

      Als wir die junge Künstlerin Anfang des Jahres zum Interview trafen, sagte sie selbst über das Projekt: „Wir leben alle in einer digitalen Welt, hängen aber der analogen nach. Vielleicht ist die Serie ein Porträt unserer Generation in der Kunstnische. Vielleicht ist es spannend, hinzuschauen und zu sehen, was da so los ist." 

      In jeder Folge wird ein Teil des Alltags eines typischen Millenials, der gerne ausgeht, sich ständig selbst hinterfragt, auf Vernissagen abhängt und sich dabei nicht nur einmal in dem ganzen Zirkus verliert, dargestellt. Kann man im Datenstrom, dem wir ausgesetzt sind, überhaupt innehalten und durchatmen? Wann warst du das letzte Mal nicht müde? Wie komisch ist denn eigentlich bitte die Berliner Türpolitik und wie in sich geschlossen die Kunstszene? Warum hängen wir dem Analogen so nach und wie lebt es sich in der digitalen Welt? Auf all diese Fragen versucht, die Serie Antworten zu geben - oder vielleicht nicht Antworten, sondern Denkansätze. 

      Zum heutigen Start der Screeningreihe im Schinkel Pavillon haben wir Britta gebeten, noch einmal an den Anfang zurückzugehen und uns einen Blick hinter die Kulissen von sechs Folgen Translantics zu gewähren. Entstanden ist eine Art Tagebuch mit Fotografien von den Vorbereitungen zum Dreh bis zur letzten Klappe in New York. 

      „Der erste Drehtag auf dem Dach einer Berliner Mall in der einsamen Cafeteria. Das Interieur hier hat mich immer sehr inspiriert. Die 90er Jahre Pastellfarben, rund herum die Illustrationen von berühmten urbanen Monumenten, ein transatlantischer Backdrop für unsere Serie."

      „Hier filmt Kevin, der DOP, wie Ella ihren Text vorsagt. Der Trailer wirkt ein bisschen wie eine verstörende Benetton-Kampagne aus den 90ern. Jeder Darsteller sagt eine Strophe aus einem Gedicht auf, das ich für den Trailer geschrieben habe. Ella sagt hier: 'Freelance Over Edit - Give Me a Favor - Economy Class Flight - On Flexy Fair - To Be Where it's at.'"

      „Lily (Mcmenamy) und ich gehen das Gedicht durch: Sie sagte: 'Shying away from puctuation, puctuality or both?' Und war grandios!"

      „Das war beim Shooting für den Trailer. Wir waren am Ende des Tages alle total müde und haben uns am Schluss einfach alle aufeinander geschmissen. Alex de Brabant hat dabei ein paar tolle Fotos gemacht. Die Farben sind wieder alle recht de-saturiert, pastell und matt, und spiegeln ein bisschen die Ermattung unserer Selbst wieder bzw. der Charaktere, die wir erfunden haben."

      „Kevin und ich beim Trailer-Shoot."

      Folge 1: Pores of Perception 



      „Hier haben wir die Szene mit all den Screens im Saturn-Markt gedreht."

      „Andrak und Linnea als Gothik-Teens im Wartezimmer ihrer Therapeutin! Schuhe bitte ausziehen in der Therapie."

      Folge 2: Awkawards  



      „Dan (Bodan) und ich kurz vor der Abreise zur großen Eröffnungs-Performance von TranslanticsDie Frankfurter Schirn hat uns eine gesponserte Flotte von Skoda Autos geschickt, auf die wir dann das Fake-Artwork-Delivery Unternehmen Tranlsantics geklebt haben. Translantics ist also auch ein Cameo in unserer Series - sowas wie UPS."

      „Liveauftritt meiner Performance "Eurozooland's Liquid Dome" in der Frankfurter Schirn."

      „Motiviert beim Mittagessen in der Raststätte Teufelstal."

      Wir haben uns Anfang 2015 zum Start von „Translantics" mit Britta Thie über über das Projekt und den Vergleich mit Lena Dunham unterhalten.

      Folge 3: Dove Step  



      „Unser professionelles Licht-Set-up."

      Folge 4: The hate box 



      „Billy beim Fitting in meinem Studio in Neukölln für The Hate Box als Ben, der schmierige Galerieassistent."

      „Ella Plevin spielt Nora Bloom, BB's frennemy." 

      „Linnea und Andrak nach dem Dreh der Club-Episode!"

      „PVC Purses... Plastikhandtaschen... Getting ready for "The Hate Box."

      Folge 5: Friendly Reminder 



      „Meine Mutter und ich beim Dreh in der Nähe des Mindener Moors am Mühlentag."

      „Dreh bei meiner Oma - sie kochte meinen amerikanischen und britischen Kollegen ihren berühmten Milchreis."

      Folge 6: Clues 



      „The kids on the stoop. Die gemeinen Teenager von den Treppenstufen. Ursprünglich wollten wir wie in der West Side Story eine Musical-Szene einbauen, aber uns lief die Zeit davon….. deshalb haben sie BB zu „Madma Mandala" (Lea Hennessey) geschickt, sie hat auch ihr eigene Webserie Zhe Zeh - sehr lustig!"

      „Stephen Philip Horst und ich nach einem Drehtag auf der Madison Avenue. Stephen hat seine eigene Web-Serie Trailing -unbedingt anschauen!" 

      „Kevin und ich filmen die Schlussszene auf der Brooklyn Bridge. Totally jet-lagged."

      Preston und ich nachdem er mir den "Model-Job" weggeschnappt hat. Auch Preston hat seine eigene Web-Series: Model Files."

      „Die letzte Folge war eigentlich eine Webserie innerhalb einer Webserie. 'Things pointing to things pointing to things pointing to things' - BB stolpert von clue zu clue und findet sich am Ende in einem Meer aus Referenzen wieder."

      Alle Folgen der Serie kannst du dir vom 10. bis 12. Dezember im Schinkel Pavillon beim Screening von Britta Thie. TRANSLANTICS anschauen. Mehr Informationen findest du hier. Eintritt ist frei. 

      schirn.de/translantics

      Hier geht's zu weiteren Fototagebüchern aus unserer Rubrik „i-Diary".

      Credits

      Text: Alexandra Bondi de Antoni 
      Fotos via Britta Thie

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      Themen:kultur, kunst, berlin, britta thie, translantic, dan bodan, lily mcmenamy, i-diary

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