Die VICEChannels

      news Wendy Syfret 17 März 2017

      tom ford verabschiedet sich vom see-now-buy-now-konzept

      Das neue Geschäftsmodell hätte sogar für Umsatzeinbußen gesorgt. Mit seiner Entscheidung ist er ist nicht der Einzige, der sich davon verabschiedet. Ist der neue Instant-Shopping-Trend schon wieder vorbei?

      Letzten Herbst hat Tom Ford noch zu den Designern und Modehäusern gehört, die sich auf das Experiment See-now-buy-now eingelassen haben. Damals sagte er, dass der Schauenkalender und das bestehende Modesystem aus einer anderen Ära stammen würden und nichts mit der Realität der Konsumenten und der Mode im 21. Jahrhundert zu tun hätten.

      Nach nur einer Saison hat sich der Designer und Geschäftsmann entschieden, dass es nichts für ihn ist und er mit der Saison Frühjahr/Sommer 2018 wieder zum traditionellen Schauenkalender zurückkehren wird. Gegenüber WWD hat er zwar erklärt, dass er immer noch daran glaubt, dass die Richtung für die Mode und den Modeeinzelhandel in Richtung einer zügigeren Verfügbarkeit der Kollektionen gehen wird. Der Wechsel zu See-now-buy-now sei für sein Label nicht erfolgreich gewesen, weil „die Vorlaufzeiten für den Einzelhandel nicht mit dem Schauenkalender übereinstimmen."

      Das neue Konzept soll eigentlich die Zeiten zwischen den Modeschauen und dem Verkauf in den Stores auf ein Minimum reduzieren, aber durch Versandprobleme hätten sie einen Monat lang keine Umsätze generieren können. Die Herbst-/Winterkollektion 2016 sei zwar in den Läden gewesen, konnte aber nicht verkauft werden, weil sie erst die Catwalk-Show abwarten mussten. Anfangs habe der Wechsel für höhere Umsätze gesorgt, aber sie hätten die fehlende mediale Berichterstattung vor dem Release in den Stores gespürt.

      Tom Ford steht mit seiner Entscheidung nicht alleine da. Das thailändisch-amerikanische Label Thakoon hat kürzlich ebenfalls bekannt gegeben, dass es sich vom neuen Format verabschieden wird. „Das Geschäftsmodell sei noch zu neu für die gegenwärtige Situation im Einzelhandel", als noch nicht ganz ausgereift.

      Doch für Tom Ford wird es keine Rückkehr zum vorherigen Zustand geben. Statt wie bisher seine Womenswear auf der London Fashion Week zu präsentieren, will der Designer sie nun im Rahmen der New York Fashion Week zeigen. Und am Anfang der Modewoche dabei sein: „Ich bin gerne erster, weil jeder noch gut drauf ist."

      2017 wird zeigen, ob sich das See-now-buy-Konzept durchsetzen wird oder nicht.

      @tomford

      Credits

      Text: Wendy Syfret
      Foto: Imago / ZUMA Press

      Stay i-D! Like uns auf Facebook, folge uns auf Twitter und Instagram.

      Themen:news, mode, fashion, tom ford, see now by now, fashion week, new york fashion week, nyfw

      comments powered by Disqus

      Heute auf i-D

      Mehr laden

      featured on i-D

      Weitere Features