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      fashion i-D Staff 17 August 2015

      shoop ist das spanisch-japanische label, das du dir merken solltest

      Drake trägt ihre Kollektionen und sie vereinen mit Leichtigkeit Street-Culture, Prints, Unisex und Musik. Dürfen wir vorstellen: SHOOP.

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      Vor Kurzem sind wir auf das Label SHOOP gestoßen und waren von Anfang an begeistert. Wir lieben ihre Retro-Ästhetik, die cleanen Cuts und die Leichtigkeit ihrer Designs. Weil wir mehr über ihre Arbeit wissen wollten, haben wir die beiden Designer hinter der Marke zum Interview gebeten. Zusätzlich haben die in Berlin lebende Fotografin Marlen Mueller und Stylistin Viviane Hausstein die Kollektion für i-D in Szene gesetzt. Im Gespräch über ihre Zusammenarbeit, Social Media und den Reiz von Unisex. 

      Wie fing eure Zusammenarbeit an?
      Miriam hat in Madrid in der Modebranche nach ihrem Abschluss in Styling und Modedesign gearbeitet und entschied sich eines Tages, SHOOP mit einer kleinen Kollektion aus Unisex-Items zu gründen. Yohei studierte Kunst und half ihr mit dem Grafikdesign und stieß dann später zu SHOOP.

      Das Gute und das Schlechte an der Zusammenarbeit?
      Das Gute ist, dass wir uns gut verstehen und so Ideen entwickeln können, die man sich vorher gar nicht vorstellen kann und die Ideen von uns beiden einer gründlichen Kritik unterzogen werden. Wir haben noch nichts Schlechtes erlebt.

      Wie beeinflussen eure verschiedenen Hintergründe und Kulturen eure Arbeit?
      Wir sind aus unterschiedlichen Ländern. Miriam ist aus Spanien und Yohei ist aus Japan, unsere Hintergründe und Kulturen sind also sehr verschieden. Wir mixen aber gerne die verschiedenen Einflüsse und unterschiedlichen Dinge.

      Hat man es heute als Indie-Label schwerer?
      Es ist sehr schwer. Die Modebranche gibt ein sehr hohes Tempo vor und da ist es schwierig mitzuhalten. Wir haben ohne großes Budget angefangen und haben nicht viele Möglichkeiten, also müssen wir kreativer und origineller sein.

      Worauf konzentriert ihr euch am meisten bei euer Arbeit?
      Kleidung zu entwerfen, die wir auch tragen würden! Und natürlich auch Händler auf der ganzen Welt zu finden, um unsere Kleidung mehr Leuten zugänglich zu machen.

      Wie seht ihr die Verbindung zwischen Mode und Kunst?
      Wir glauben, dass Kunst und Mode eine enge Beziehung haben. Mode wird ein Teil von Kunst wie Musik, Literatur, Architektur, Essen und so weiter. Mit unserem Label konzentrieren uns mehr auf die Kultur und Musik und wir versuchen, eine neue, frische Kultur zu kreieren. Wir bevorzugen das Wort „Kultur" gegenüber „Kunst", weil es das ist, worin wir leben und das uns täglich umgibt. Das interessiert uns mehr.

      Wie hat das Internet und Social Media die Mode, und gegebenfalls eure Arbeit, beeinflusst?
      Wir sind die Generation der Internetkultur und SHOOP ist dank des Internets und Social Media gewachsen. Ohne soziale Netzwerke wäre es unmöglich gewesen, Leute wie Drake dazu zubringen, unsere Kleidung zu tragen.

      Um ein Unternehmen heutzutage zu gründen, braucht man kein großes Marketingbudget mehr, sondern neue Ideen und Talent reichen. Man kann auch einfach mit Stylisten, Grafikdesignern, Fotografen und anderen auf der ganzen Welt in Kontakt kommen. Vor dem Internet war es sehr schwer, grenzüberschreitend zu arbeiten.

      Wir arbeiten gerade mit einem tollen Künstler und Grafikdesigner aus London für unsere SS16-Kollektion zusammen, dank des Internets. Aber das Internet und soziale Netzwerke sind auch gefährlich, je nachdem für was sie verwendet werden, können sie eine falsche Welt kreieren. Wir vertrauen keinem falschen Populismus im Internet wie Follower-Angaben auf Instagram. Wir müssen unsere Augen öffnen und unsere Köpfe benutzen und für uns selbst entscheiden.

      Wie ist eure Verbindung zu Musik? Wieso arbeitet ihr mit Musikern zusammen?
      Wir sind Musikliebhaber. Wir glauben, dass es zwischen der Musik und der Mode enge Verbindungen gibt. Deshalb wollten mir Mode und Musik natürlich miteinander verknüpfen. Diese Verbindung, die wir mit Musikern, die wir lieben, spüren, möchten wir durch unsere Kollektionen transportieren.

      Eure aktuelle Kollektion ist von den 90er inspiriert. Wieso sind die 90er eurer Meinung nach gerade im Trend?
      Wir lieben die Kultur der 90er und deren Einflüsse. In der letzten Kollektion flossen mehr Elemente aus den 2000ern ein. Unserer Meinung nach ist der 90er-Trend zeitlos und dass die 2000er und 70er momentan wieder angesagt sind (Schlaghosen, Denim, Farben etc.)

      Eure Kollektion besteht aus vielen Unisex-Teilen. Wie schätzt ihr die Bedeutung von Unisex-Kleidung heutzutage ein? In einer Zeit, in der die Geschlechtergrenzen verschwimmen.
      Unsere Kleidung richtet sich an Leute, die sich mit Unisex identifizieren. Außerdem finden wir es spannend zu sehen, wie unterschiedlich ein Kleidungsstück auf einem Mann und einer Frau aussieht.

      Welche Bands sollten wir eurer Meinung nach im Auge behalten?
      Alle Künstler in unserem Podcast. Musiker von Bromance Records, Musiker von Night Slugs, PNL, Drake und Künstler von OVO, Tinashe, Gallant, Obey City, Benzel, Seiho, Taquwami, MissingNo und viele mehr!

      @SHOOP

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      Credits

      Fotos: Marlen Mueller

      Styling: Viviane Hausstein

      Hair & Make-Up: Patricia Piatke mit „Zoeva und Davines

      Fotoassistenz: Thomas Adler

      Models: Claude Gerber und Tom von Gagern @ IZAIO management 

      Kleidung von SHOOP

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      Themen:fashion, fashion stories, shoop, interview, fashion interview, editorial

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