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      musikinterviews Alexandra Bondi de Antoni 13 Juli 2017

      room 4 resistance holen das mexikanische kollektiv traición nach berlin

      Vor ihrer gemeinsamen Party am Wochenende haben uns die Kreativen hinter Traición und Room 4 Resistance ein paar Fragen beantwortet.

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      Im Mai haben wir dir die Macher hinter Room 4 Resistance als Teil unserer Beyond Clubbing-Videoreihe zum ersten Mal vorgestellt. Damals haben wir uns mit ihnen über die Bedeutung von Safe Spaces und die Besonderheit von Berlins Clublandschaft gesprochen. Mit ihren Partys wollen sie Mitgliedern marginalisierter Gruppen einen Raum bieten, um sich auszuleben und sich vollkommen sicher zu fühlen. Diesen Samstag findet ihr nächstes Event statt. Dieses Mal haben sie sich das mexikanische Kollektiv Traición eingeladen und werden — wie immer — die Räume des :// about blank bespielen. Vorab wollten wir wissen, wie sich die beiden gefunden haben und was sie so sehr aneinander schätzen. 

      Auch auf i-D: Wir haben mit Room 4 Resistance über die Bedeutung von Safe Spaces gesprochen. 

      Was wolltet ihr schon immer mal voneinander wissen?
      Mexican Jihad: Ich wollte einfach mal das Team hinter der Party kennenlernen. Ich finde, dass die Promoter einige der interessantesten und einflussreichsten Leute für eine Stadt sind.
      Room 4 Resistance: Wie man das weiße, rassistische Patriarchat am besten zerstört.

      Was ist das Beste am anderen Kollektiv?
      Mexican Jihad: R4R hat einen sehr stark entwickelten Diskurs darüber, was zu einer queeren Party gehört. Nicht nur was das Programm angeht, sondern auch in Bezug auf die Zugänglichkeit, die Sicherheit  etc.
      Room 4 Resistance: Moment, ist das eine Tinder-App?

      Wie würdet ihr die Unterschiede zwischen den beiden Städten, in denen ihr lebt, beschreiben, wenn es ums Feiern aber auch um die queere Szene geht?
      Mexican Jihad: Beides sind tolle Städte für junge, queere Menschen, die gerne ausgehen und Spaß haben. Aber während Mexico City zwar eine riesige Partykultur hat, fehlt es hier an einer Clubkultur. Das heißt, dass immer noch eine Infrastruktur, geeignete Räume, erweiterte Öffnungszeiten, öffentlicher Nachtverkehr etc. fehlen. Außerdem haben junge Leute auch nicht genug Geld, um es für solche Events auszugeben. Es gibt eine große Schwulenszene, aber sie ist ziemlich kommerziell und orientiert sich eher an Männern. Queere Events sind hier reaktionär, Punk und DIY. Man sieht nur selten internationale Künstler oder gute Produktionswerte auf den Partys.
      Room 4 Resistance: Es gibt viele Unterschiede, aber meistens haben sie mit den Auswirkungen des Kolonialismus und des neoliberalen Kapitalismus zu tun.

      Was wünscht ihr euch für die Zukunft?
      Mexican Jihad: Wir wollen weiterhin mit gleichgesinnten Leuten und queeren Kollektiven aus aller Welt zusammenarbeiten. Wir haben schon mit Leuten von Swagger Like Us in San Francisco gearbeitet. Das ist der zweite internationale Termin für Traición. Hoffentlich können wir demnächst mal in Seoul und Sao Paulo arbeiten ;)
      Room 4 Resistance: Einhörner, Regenbogen und viel sexy soziale Gerechtigkeit.

      Was ist euer Lieblingstrack, den ihr spielt, wenn es eigentlich schon Zeit ist, nach Hause zu gehen, ihr aber noch nicht gehen wollt?
      Mexican Jihad: Der neue Song "Bixa Preta" von Linn da Quebrada  ... Wasted Fates hat mir vor Kurzem den Remix geschickt, an dem er gerade fürs Album arbeitet.
      Room 4 Resistance:  "Universal Struggle" von rRoxymore

      Die nächste Room 4 Resistance Party finden am 15. Juli statt. Alle Information findest du hier

      Credits

      Text: Alexandra Bondi de Antoni
      Fotos: über die Kollektive 

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      Themen:musik, r4r, room 4 resistance, musikinterview, musikinterviews, berlin, clubbing, news

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