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      fotografie Alice Newell-Hanson 13 Juli 2017

      diese fotografien fangen das wilde studentenleben der 70er jahre ein

      Paddy Summerfields neues Buch ‘The Oxford Pictures 1968-1978’ hält das bittersüße Nachspiel von Studentenpartys fest, einschließlich der gierigen Küsse im dämmernden Morgengrauen, die zurückgelassenen Federboas und die Einsamkeit des Erwachsenwerdens.

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      Dieser Artikel erschien zuerst auf i-D US. 

      Zu Sommertagen kann Oxford zu einem magischen Ort werden. Zumindest in den späten 60er und frühen 70er Jahren wirkt die Stadt auf Paddy Summerfields Bildern mit seinen sorglosen Studenten zum Semesterende wie eine besonders romantische Kulisse. Auch wenn der Fotograf ganz bewusst offensichtliche Zeitstempel (Telefonzellen, Autos) zu vermeiden versucht, verraten die Haarprachten seiner Motive, ihre Schlaghosen und die Kleider im Stil von Ossie Clark auf wunderschöne Weise, um welche Ära es sich handelt.

      Paddy hat die damaligen Studenten aus Oxford aber nicht im Rahmen eines dokumentarischen Projekts fotografiert. The Oxford Pictures 1968 - 1978, sein neues Buch mit den gesammelten Bildern, hat vielmehr als sehr persönliche Erkundung seines Gefühls von Einsamkeit begonnen.

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      Obwohl der Fotograf in Oxford aufgewachsen ist und immer noch dort lebt, hat er nicht an der Universität studiert. 1968 war er 20 Jahre alt und hat gerade seinen Fotografiekurs an der Kunstschule in Guildford abgeschlossen. "Ich denke, man hat mir angemerkt, dass ich Sorgen hatte, die ich auf meinen Bildern ausdrücken wollte", sagt er. "Ich hatte das Gefühl, dass ich eine persönliche Geschichte über das Leben der Studenten erzählen könnte. In der Stadt waren die Pubs und Cafés mit Rauch und Gelächter erfüllt, aber ich habe mich dafür entschieden, die traurigen und nachdenklichen Studenten festzuhalten, die auf dem Rasen gelegen sind und sich in den Parks rumgetrieben haben."

      Sein Interesse galt den etwas anderen Studenten — das verschlungene Liebespaar bei Sonnenaufgang neben einem Festzelt, die Letzten nach dem Maitanz und diejenigen, die in ihrer ganz eigenen Welt gelebt haben: alleine auf dem Rasen liegend in ein Buch vertieft, oder als Frau verkleidet. Während die Kulisse idyllisch ist, sind die Bilder selbst von Unsicherheit getrübt.

      "Ich wollte die Gegenwart mit dem Auge der Vergangenheit fotografieren", sagt Summerfield, der als junger Absolvent die Arbeiten von Fotografen wie Jacques Henri Lartigue and Henri Cartier-Bresson bewundert hat. "Ich wollte meine Fotos so wirken lassen, als würde ich mich durch ihre Welt bewegen, obwohl ich wusste, dass ich es in Wirklichkeit anders gesehen habe."

      Er sagt, dass sich Oxford stark verändert habe. "Die Studenten tragen keine Talare mehr zu den Vorlesungen, sie sind also unsichtbar geworden. Es ist eine völlig andere Welt. Auf den Straßen sieht man ganze Busladungen von Touristen, die ihre Selfies machen." Aber, fügt er mit einem Lächeln hinzu, "vielleicht habe ich auch einfach nur eine romantische Vorstellung von der Vergangenheit."

      @paddyummerfield

      Credits

      Text: Alice Newell-Hanson
      Fotos: Paddy Summerfield

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      Themen:fotografie, paddy summerfield, oxford, kultur, kunst, interview, the oxford pictures 1968-1978, alice newell hanson

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