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      modeinterviews Alexandra Bondi de Antoni 18 Mai 2017

      mit stefanie moshammer und meshit auf einem roadtrip durch kalifornien

      Wir begleiten das Dreamteam durch die Landschaft im Westen der USA.

      Endlich ist der Sommer da und damit auch die Gedanken an den bevorstehenden Urlaub. Inspiration für ein mögliches Ziel der Reise liefert uns heute Meshit. Der eine Teil des Duos, Lena, hat die neue Herbst-/Winterkollektion 2017 kurzerhand in den Koffer gepackt und ist mit ihren besten Freunden durch die Landschaft Kaliforniens gefahren. Mit dabei war auch die Fotografin und das FOAM-Talent Stefanie Moshammer, die schon für einige Kampagnen des Labels verantwortlich war und selbst als Model vor der Kamera gestanden hat. Sie hat die Reise dokumentiert, die verrückten Charaktere, die sie auf dem Weg kennengelernt haben, in der für sie typischen Art fotografiert, und die Kollektion während der Fahrt vor der wahnsinnigen Kulisse der amerikanischen Einöde interpretiert. 

      Inspiration für diese Kollektion waren die Nomaden und Details wie Wickelelemente, der Layered-Look und wärmende, abgesteppte Teile: "Wir haben uns von Nomaden aus unterschiedlichen Regionen der Welt inspirieren lassen. Sowohl Formen und Details von Wüstengewänder als auch die Tracht der mongolischen Nomaden nahmen unter anderem Einfluss auf die Entwürfe. Wir haben traditionelle Formen der Nomaden-Kleidung mit klassischen Silhouetten und urbanen Einflüssen vermischt und so unsere eigene moderne Neuinterpretation kreiert", erklären die Designerinnen. Wir wollten noch mehr erfahren und haben Meshit zum gemeinsamen Interview mit Stefanie Moshammer über ihren Roadtrip und das dort Erlebte gebeten. 

      Wie seid ihr auf die Idee gekommen, die Kollektion bei eurem Roadtrip zu fotografieren?
      Das Thema der Kollektion ist im weiten Sinne Nomaden aus unterschiedlichen Regionen. Das hat perfekt zu der bevorstehenden Reise gepasst. Bevor wir den Roadtrip geplant haben, haben wir uns überlegt, wie wir den Kontext der Mode mit dem eigenen Reisen verbinden könnten. In Bezug auf Land und Flora gab es viele Bezugspunkte zur Kollektion, die man visuell einbringen konnte.

      Hattet ihr ein gewisses Ziel oder seid ihr einfach losgefahren und habt geschaut, wo ihr ankommt?
      Es war eigentlich ein Mix aus Planung und Spontanität, aber eigentlich haben wir uns der Reise vor allem nach unserem Gefühl hingegeben. Organisatorisch war alles sehr offen und kurzfristig — ob Unterkünfte oder Orte, die wir am nächsten Tag besucht haben. Teilweise haben auch Begegnungen auf der Reise unsere Ziele beeinflusst.

      Wie seid ihr auf den Namen 4020 gekommen?
      Das ist die Anzahl der gefahrenen Kilometer. 

      Ihr seid schon lange mit Stefanie befreundet und arbeitet auch schon lange zusammen. Was gebt ihr euch gegenseitig und was lernt ihr voneinander?
      Wir stehen eigentlich im ständigen Austausch und das sowohl privat als auch mit unserer Arbeit. Außerdem geben wir uns gegenseitig Ehrlichkeit. Man kann erwarten, dass immer ehrliche Kritik kommt — ob gut oder schlecht. Ob nun die Entwicklung der Arbeit oder auch Persönliches.

      Warum passt Stefanies Ästhetik zu Meshit?
      Wir haben eigentlich nie wirklich mit klassischen Modefotos für Meshit gearbeitet. Stefanies Fotografie ist eher Storytelling. Ihre Fotografien erschaffen eine tolle Stimmung und Atmosphäre, die wir für unsere Mode sehr passend finden. Außerdem hat sie eine zeitgemäße, junge Handschrift, die unsere Ästhetik unterstreicht.

      Könnt ihr mir vom komischsten Moment auf dem Roadtrip erzählen?
      Leer wirkende Motels, die vor allem von Dauergästen bewohnt waren, und die Frühstücke am nächsten Tag dazu — der Mix aus den anderen Gästen und dem kulinarischen Angebot — bunte Frühstückscrealien, Fertig-Waffel-Teig aus dem Eimer, Plastikäpfel, ... dazu oft der Ausblick auf sehr morbide Pool-Landschaften, die zwar in Betrieb, aber NIE in Benutzung waren.

      Was macht die Magie von Roadtrips aus?
      Das Ungeplante und Spontane. Wir haben uns die Freiheit herausgenommen, keine Fixpunkte zu haben und alles passieren zu lassen.

      Gab es Songs, die ihr auf Dauerschleife gehört habt?
      Da wir vor allem Radio gehört haben, sind wir oft in den Genuss der US Top 20 gekommen ... zu der Zeit hat gerade "Shape of you" von Ed Sheeran die Charts angeführt. Sonst noch diese Songs hier:  

      Ein Aspekt von Meshit, der mir immer wieder gefällt, ist, dass ihr eine Crew hab, die euch von Anfang an begleitet hat. Wie wichtig ist Community und Zusammenhalt für euch?
      Unser Freundeskreis ist extrem wichtig für uns — hier können wir einerseits abschalten, aber bekommen andererseits seit Anfang an viel Support, auch wenn das nicht bedeutet, dass unsere Freunde unsere Hauptkunden sind. Aus unserem Freundeskreis ist kaum jemand im Modebusiness tätig, das finden wir beide eigentlich sehr angenehm, so geht es in unserer Freizeit auch um andere Dinge als um Mode. Das bedeutet allerdings nicht, dass unsere Crew nicht auch extrem inspirierend für uns ist. In unseren Kollektionen fließt oft Subkulturelles ein, dieser Einfluss kommt mit Sicherheit vor allem aus unserem Freundeskreis… man könnte schon sagen, dass einige unserer Freunde unsere Musen sind und uns die Zeit mit ihnen immer wieder zu neuen Ideen inspiriert ...

      meshit.at

      Credits

      Text: Alexandra Bondi de Antoni
      Fotos: Stefanie Moshammer

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      Themen:meshit, mode, kalifornien, aw17, fotografie, kultur, modeinterviews, interviews, herbst/winter 17, usa, roadtrip

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