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      film Colin Crummy 8 Juni 2017

      15 filme, auf die du dich dieses jahr noch freuen kannst

      Die zweite Jahreshälfte verspricht nur Gutes für alle Filmfans.

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      Dieser Artikel erschien zuerst auf i-D UK.

      Die Saison der Sommer-Blockbuster hat begonnen. Man könnte bei all den ganzen 80er-Remakes und Filmen von etablierten Regisseuren denken, dass das Kino im Jahr 2017 ein wenig die Fantasie an neuen Stoffen verloren hat. Doch der Rest vom Kinojahr verspricht, spannend zu werden. Hier sind 15 Filme, die du dir anschauen solltest.

      Die Verführten
      Sofia Coppolas Neuverfilmung des Don-Siegel-Klassikers aus dem Jahr 1971 erzählt die Geschichte aus der weiblichen Perspektive. In Die Verführten taucht ein verletzter Soldat (Colin Farrell) während des amerikanischen Bürgerkriegs in einem Mädcheninternat in den Südstaaten auf und findet den Weg in das Herz jeder einzelnen Frau. Nicole Kidman spielt die Leiterin, Elle Fanning und Kirsten Dunst sind weitere Hauptrollenbesetzungen. Kinostart: 29. Juni.

      Valerian - Die Stadt der Tausend Planeten
      Luc Besson meldet sich mit einem neuen, bildgewaltigen Science-Fiction-Epos zurück. In der Verfilmung der französischen Graphic Novel spielen Dane DeHaan und Cara Delevingne zwei Spezialagenten, die die Mega-Metropole Alpha mit ihren Bewohnern ganz unterschiedlicher Spezies schützen sollen. Der Regisseur vom Fünften Element lässt seiner Fantasie in dieser Zukunft freien Lauf. Kinostart: 20. Juli.

      You Were Never Really Here
      Es ist schon eine Weile her, als der letzte Film von Regisseurin Lynne Ramsay, das Psychodrama We Need to Talk about Kevin, in die Kinos kam (2011). In ihrer neuesten Literaturverfilmung (dieses Mal der Roman von Jonathan Ames) nimmt sie sich auch wieder einem nicht ganz so leichten Thema an. In You Were Never Really Here spielt Joaquin Phoenix einen ehemaligen Soldaten, der versucht, ein junges Mädchen (Ekaterina Samsonov) vor der Prostitution zu retten.

      Grace Jones: Bloodlight and Bami
      Die Arbeiten zu dieser Dokumentation von Sophie Fiennes haben vor über 12 Jahren  unter dem Titel Grace Jones - The Musical of My Life begonnen. Darin wird persönliches Archivmaterial mit eigens gedrehten Musikszenen gemischt. Laut der Regisseurin habe Jones für ihr Biopic die mutige Entscheidung getroffen, ihre Maske fallen zu lassen. Wenn es so sein sollte, dürfte es sehr spannend werden.

      Slice
      Slice könnte der erste Film über die sogenannten Nullstunden-Verträge werden. Chance the Rapper spielt darin einen Kleinkriminellen, der für den Mord an einem Pizzalieferanten verantwortlich gemacht wird. In dem ersten Spielfilm von Austin Vesely, der Regie bei den Musikvideos des britischen Rappers führt und oft mit ihm zusammenarbeitet, geht es auch um Werwölfe. Es dürfte sich also eher um einen Film mit übernatürlichen Elementen handeln als eine gesellschaftskritische Betrachtung der Verträge.

      God's Own Country
      Diese schwule Liebesgeschichte spielt in Yorkshire und hat bei ihrer Premiere auf dem diesjährigen Sundance Film Festival den Special Award gewonnen. Es dürfte einer der Filme von der Insel werden, über den dieses Jahr am meisten gesprochen wird. Und das vollkommen zu Recht. In der Geschichte von Regisseur, Drehbuchautor und Yorkshire-Boy Francis Lee geht es um einen jungen, schwulen Farmer (Josh O'Connor), der eine Beziehung mit dem rumänischen Saisonarbeiter (Alec Secareanu) eingeht. Ehrlich, aufschlussreich und schön. Kinostart: 26. Oktober.

      Es
      Wenn du nicht bis Halloween für die zweite Staffel von Stranger Things warten kannst, dann wird Es deine 80er-Horrorgelüste befriedigen. Im Remake des 1986 erschienen Romans von Stephen King geht es um einen tanzenden Clown, der eine Kleinstadt in Maine terrorisiert. Der Trailer verspricht einen visuell nostalgischen Leckerbissen mit höllisch gutem Gruselfaktor. Mit Finn Wolfhard spielt sogar ein Schauspieler aus Stranger Things mit. Er geht mit seinen Freunden dem unheimlichen Wesen auf den Grund — das kommt uns doch irgendwie bekannt vor. Kinostart: 28. September

      David Lynch: The Art of Life
      Wenn diese Lynch-Doku in den Kinos startet, solltest du mittendrin sein im Twin Peaks-Revival. Das Timing könnte für die Doku nicht perfekter sein: Altmeister David Lynch erklärt selbst die Vorgänge, die seine Kunst beeinflussen. Aber: Er wird dir nicht verraten, was sich nun in der Blue Box aus Mulholland Drive verbirgt.

      The Death and Life of John F Donovan
      Xavier Dolan ist durch Cannes großgeworden. Dieses Drama, sein mittlerweile siebenter Film, ist erst der zweite, der seine Premiere nicht in Cannes feiern wird. Nach den Trollen letztes Jahr und der bloßen Tatsache, dass der Film nicht rechtzeitig fertig geworden wäre, gab der kanadisch-französische Regisseur bekannt, dass er seinen Film nicht in den Wettbewerb schicken wird. Wir werden sehen, ob Cannes dadurch einen weiteren Palmengewinner von Dolan verpasst hat. Aber die Geschichte scheint sehr vielversprechend. Es geht um eine Brieffreundschaft zwischen einem Fernsehstar (Kit Harrington) und einem Schauspieler (Jacob Tremblay, bekannt aus Room), die öffentlich wird — das Drama beginnt.

      Flatliners
      Flatliners ist weniger ein Remake als eine Fortsetzung des Originals aus dem Jahr 1990, in dem Medizinstudenten mit Nahtoderfahrungen experimentieren. In dem Film vor 27 Jahren haben die jungen Julia Roberts und Kiefer Sutherland mitgespielt. Letzterer wird neben Diego Luna, Kiersey Clemons und Ellen Page auch wieder in dem neuen Flatliners-Film mitspielen. Kinostart: 23. November

      Blade Runner 2049
      Arrival-Regisseur Denis Villeneuve muss mit seiner Fortsetzung von Ridley Scotts Science-Fiction-Klassiker hohen Erwartungen gerecht werden. Die Handlung spielt 30 Jahre nach dem ersten Teil, aber so viel scheint sich im dystopischen L.A. von 2049 nicht verändert zu haben. K, gespielt von Ryan Gosling, ist auf der Suche nach Replikaten und Rick Deckard, dem ersten Blade Runner. Harrison Ford ist für Bladerunner 2049 wieder in seine alte Rolle geschlüpft. Kinostart: 5. Oktober

      Mute
      Regisseur Duncan Jones hatte 2009 mit Moon einen der besten Science-Fiction-Filme der letzten Jahre abgeliefert. Sein neuester Film Mute, der 12 Jahre geplant wurde und im Berlin des Jahres 2052 spielt, lehnt sich an seinen Debütfilm an. In der Co-Produktion mit Studio Babelsberg spielt Alexander Skarsgård die Hauptrolle des stummen Kellners Leo, der sich auf der Suche nach seiner Freundin durch die Stadt kämpfen muss.

      Mother!
      Es ist wenig bekannt über das neueste Projekt von Black Swan-Regisseur Darren Aronofsky. Das kürzlich vorgestellte Poster verspricht eine Schauerstory vom Feinsten. Die offizielle Geschichte klingt auf jeden Fall bodenständig genug. Die Beziehung eines Pärchens wird durch mehrere, unerwartete Gäste auf die Probe gestellt. Das Teaser-Poster mit Jennifer Lawrence in ihrer Rolle, die ihr Herz aus ihrem Brustkorb anbietet, deutet daraufhin, dass es ein wenig makabrer werden dürfte. Kinostart: 12. Oktober

      Call Me by Your Name
      A Bigger Splash-Regisseur Luca Guadagnino entdeckt im italienischen Sommer in den 80ern die Liebe. Der 17-jährige Elio (Timothée Chalamet) ist mit seinen Eltern, einem Professor und einer ebenso smarten Mutter, im Urlaub und verliebt sich in Oliver, den 24-jährigen Assistenten seines Vaters. Diese queere und sonnige Romanze wird für immer sein Leben verändern.

      Phantom Thread
      Der Arbeitstitel vom ersten gemeinsamen Film von Regisseur Paul Thomas Anderson und Daniel Day Lewis seit There Will Be Blood lautet Phantom Thread und wird momentan noch in Whitby im Norden Yorkshires gedreht. Angesiedelt ist die Handlung in der Modeszene und alles dreht sich um einen Mann, der für die feine Gesellschaft schneidert. Jonny Greenwood von Radiohead ist für den Soundtrack verantwortlich. Der Film soll Weihnachten 2017 in die Kinos kommen, das perfekte Timing für das Rennen um die Oscars 2018, wo wir dann schon wieder in einem neuen Kinojahrgang wären. Dazu dann nächstes Jahr mehr.

      Credits

      Text: Colin Crummy
      Foto: Still aus “Mute“, Keith Bernstein / Netflix

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