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      kunst Alexandra Bondi de Antoni 16 September 2015

      „abjects“ untersucht die verletzbarkeit der echten welt im digitalen zeitalter

      Berlin Art Week: Am Freitag eröffnet die Ausstellung „Abjects“ bei Import Projects. Vier Künstler setzen sich mit dem Begriff des Abjects auseinander und untersuchen die Endlichkeit und Verletzbarkeit der verkörperten Welt im digitalen Zeitalter. Wir haben einigen vorab ein paar Fragen gestellt.

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      Die Gruppenausstellung Abjects setzt sich mit der Endlichkeit und Verletzbarkeit der verkörperten Welt im digitalen Zeitalter auseinander. Abject bedeutet so viel wie das Verworfene und zeigt mit dem Finger auf alles, was wir als ekelhaft und abscheulich bezeichnen würden. Gezeigt werden Arbeiten von Eloise Bonneviot, Emily Jones, Paul Kneale, Yuri Pattison und Andrew Norman Wilson. Vorab haben uns einige der ausstellenden Künstler ein paar Fragen beantwortet. 

      Eloise Bonneviot, 29

      In meinen Arbeiten setze ich mich auseinander mit …
      Sozialen Ritualen mit einem Schwerpunkt auf Fetischisierung von bestimmten Gegenständen, wie Charms und Talismänner, die aus persönlichen Habseligkeiten hergestellt werden. Für mich ist Kunst auch ein Ritual und deshalb beziehe ich mich in meinen Arbeiten auf sie.

      Wichtige Etappen in meiner Karriere
      Der Moment, an dem ich begriffen habe, dass es in der Kunst extrem pro-aktiv zugeht und ich aufgrund dessen The Meditative Relaxation Cycle kreiert habe. Jedes Mal, als ich mir einen Rück gegeben habe und die Projekte umgesetzt habe, von denen ich dachte, dass sie zu groß für mich sind.

      Wer sind deiner Meinung nach die spannendsten, jungen Künstler, die man kennen sollte?
      Ich freue auf die Entwicklung von Maria Gorodeckaya, Cory Scozzari, Marija Bozinovska Jones und Simone Monsi.

      Emily Jones, 28

      In meinen Arbeiten setze ich mich auseinander mit …
      In meinen Arbeiten setze ich mich mit Gott, dem Land, dem Königreich, dem Mensch, Gegenständen wie Autos und Anker, Konzentration von Macht, Dispersion, Verteilung, Wiederholung und Rezeption auseinander.

      Die wichtigsten Etappen in meiner Karriere waren: 
      Die Möglichkeit, nach ähnlichen Bilder zu suchen, hat meine Fähigkeit, Dinge über ihre dominante Narrative zusammenzufügen, erweitert und vertieft.

      Interessante Künstler, die man sich merken sollte …
      Lisa Radon für ihre Mediation mit Materialien und Sprache, New Noveta für ihre verzweifelte Panik und unbewusste Ordnung sowie Richard Houguez für die ganzen Gesundheits- und direkten Prozesse.

      Irgendwas, was noch gesagt werden muss? 
      Der sechste Sinn ist immer der erste.

      Paul Kneale 

      In meinen Arbeiten setze ich mich auseinander mit …

      I'm interested in the brand-new trash of globalism, the loops and short-circuits of communication networks. Surfaces, traces, contemporary material ontologies. Machine aesthetics. Hacking. My embodied narrative place in relationship to all of the above. Systems for representing light and time. Images.

      Die wichtigsten Etappen in meiner Karriere waren:
      first time taking LSD. discovering Artforum at the mall bookstore at 14. advice from a career actress NOT to have a 'plan b'. the internet. Finding a huge, almost free studio in South London after school. Getting support for my work from many amazing people.

      Interessante Künstler, die man sich merken sollte …
      Megan Rooney, Bonny Poon, Tiril Hasselknippe, Holly White, Nina Cristante und Glen Pudvine.

      Irgendwas, was noch gesagt werden muss?
      Ganz einfach: Unfollow your dreams!

      Wir haben Paul zum Interview getroffen und uns erklären lassen, warum Post-Internet tot ist. 

      Yuri Pattison

      Unser Interview mit Yuri findest du hier

      Andrew Norman Wilson, 31

      Untitled, 2015

      In meinen Arbeiten setze ich mich auseinander mit …

      Ich habe einen kommerziellen, journalistischen Fernsehhintergrund. Dann habe ich mich eine Weile engagiert und Dokumentationen gemacht. Ich glaube, dass Künstler, die durch Bilder oder Gegenstände etwas problematisieren, reflektieren oder offenlegen, depressive Loser sind. Ich bezweifle die direkte Satire oder Kritik, die an das Publikum gerichtet wird, das diese Bilder oder Gegenstände ernst nimmt. Mich interessieren die Dinge, die nur die Kunst kann, wozu aber kaum Informationsübermittlung, etwas aufdecken oder eine Auseinandersetzung gehört.

      Ich glaube, dass ich immer noch böse auf die Welt bin, aber ich entdecke Wege, Freunde im Dunkeln zu finden. Ich versuche aufzuzeugen, wie schräg und sinnlich alles ist. Meine Arbeiten beruhen auf Ideen, Geräuschen, Bildern und Gegenständen, die mich verführen. In meinen Arbeiten setze ich mich mit dem Gefühl auseinander, wenn man Augenkontakt mit einem Dinosaurier hat und der einem zuwinkt oder wenn der Tod deine Hand hält, während man auf dem besten Sheryl Crow-Konzert aller Zeit ist, man aber Schwierigkeiten hat, seine Hand zu haltem, weil er ein Ring Pop trägt.

      Wichtige Etappen in meiner Karriere waren: 
      Ich habe das Gefühl, dass ich kürzlich ein paar Schritte rückwärts gemacht habe, was sich aber als Künstler und Person wichtig ist. Einige Leute verwirrt, was ich gerade tue. Eine Weile habe ich versucht, mich selbst zu verwirren, um die Dinge lockerer zu sehen. Ich hatte harte Auseinandersetzungen mit Kuratoren und habe an Auftragswerken gearbeitet, die versteckte, angemessene Versionen davon sind, was ich letztlich nach meinen Wünschen machen will. Jeder große Schritt sollte ein Herausforderung sein.

      Interessante Künstler, die man sich merken sollte …
      Langweilig, weil vorhersehbar, aber normalerweise brauchen Künstler ein paar Hits, bevor ich ihnen vertraue: Isa Genzken, Michael E Smith, Darren Bader, Trisha Baga, Mark Leckey,Mad, Steven G Rhodes und madcatlady

      Irgendwas, was noch gesagt werden muss?
      Ich habe lebe als Einsiedler in einem deutschen Schloss im Wald den ganzen Sommer gelebt. Besucht mich!

      Abjects - Eloise Bonneviot, Emily Jones, Paul Kneale, Yuri Pattison & Andrew Norman Wilson, Import Projects, Keithstraße 10, 10787 

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      Themen:kunst, kultur, berlin, berlin art week, art week

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