wie du langfristige, kreative partnerschaften aufbaust

Wie geht man eine langfristige Partnerschaft ein und was muss jede Partei mitbringen? Ibtisam Omer von Google hat uns im Zuge des ersten VR Dancefloors von Boiler Room und Google diese und noch mehr Fragen beantwortet und erklärt, warum die beiden so...

von Alexandra Bondi de Antoni
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13 April 2017, 1:20pm

Stell dir vor, du stehst mitten im Club. Um dich herum bekannte Gesichter, die lachen und ihre Körper zu den harten Technoklängen des DJs bewegen. Du schaust dich um, hörst die Musik, das Gerede der Menschen, lässt dich einfach treiben — die perfekte Partynacht, in der Zeit und Raum eins werden und du dich ganz und gar in der Musik verlieren kannst. Genau dieses Gefühl der vollkommenen Freiheit ist es, was Boiler Room zusammen mit Google mit ihrem ersten VR Dancefloor erschaffen wollen. Eine Party, die du ganz gemütlich von deinem Wohnzimmer aus erleben kannst. Du brauchst dazu lediglich ein Google Pixel und die dazugehörige Daydream-VR-Brille, die dich in die Virtual Reality befördert. 

Dass sich der Internetriese mit der Underground Musikplattform für dieses Projekt zusammengetan hat, macht sehr viel Sinn: Sowohl Google als auch Boiler Room wollen Menschen mit Hilfe von Technologie Zugang zu kulturellen Erlebnissen schaffen und scheuen sich auch nicht davor, Risiken einzugehen. Nachdem wir beim Launchevent im Arena Club in Berlin selbst in die virtuelle Party eintauchen konnten und wir mit Fjaak über ihre Erfahrungen mit VR gesprochen haben, wollten wir mehr über die Partnerschaft der beiden Plattformen erfahren und haben Ibtisam Omer, Cultural Strategist bei Google, zum Gespräch getroffen. Wie man langfristige Partnerschaften beginnt, wie man sie pflegt und warum sie vor allem in der Kreativwelt so wichtig sind, hat sie uns an einem Almdudler nippend erklärt. 

Dein Partner muss die gleichen Werte haben wie du
„Wenn du eine Partnerschaft eingehst, sei dir sicher, dass du mit deinem kreativen Partner die gleichen Werte teilst. Bei Boiler Room und Google war das vor allem Menschen Zugang zu Informationen und Erlebnissen zu ermöglichen. Das ist für uns beide wichtig. Leute können Dinge erleben, die sie sonst nicht erleben können. Gehe eine Partnerschaft ein, bei der du dir sicher bist, dass ihr zusammen Magie schaffen könnt."

Suche dir Partner, die dich weiterbringen 
„Wichtig ist, dass du weißt, was du kannst und was nicht. Es macht keinen Sinn, dich mit jemandem zusammenzutun, von dem du nicht lernen kannst. Sei dir dem von Anfang an bewusst. Boiler Room hat eine Vorreiterrolle und eine gefestigte Position in der Musikwelt, wir haben die Technologie, um dies in die Welt der Virtual Reality zu übersetzen — deshalb hat die Partnerschaft so viel Sinn gemacht." 

Sei dir bewusst, was du einbringen kannst 
„Wenn du willst, dass deine Partnerschaft Erfolg hat, musst du von Anfang an offen sein, wenn es um deine Stärken und Schwächen geht. Hör zu und lass den anderen Input geben, aber mache genau so deinen Standpunkt klar. Ihr steckt da zusammen drinnen. Das letztendliche Ergebnis ist ein Spiegel davon, wie gut zusammengearbeitet wurde." 

Der größte Fehler ist es, die Stärken des anderen nicht zu nützen
„Wenn du dich mit jemanden zusammenschließt, um an einem Projekt zu arbeiten, musst du von Anfang an verstehen, was der andere aus der Partnerschaft zieht und welche Ziele er verfolgt. Sei demgegenüber offen, was du brauchst und was der andere braucht." 

Thump war bei den Dreharbeiten vor Ort. Was es dort alles zu erleben gab, kannst du hier nachlesen. 

Credits


Text: Alexandra Bondi de Antoni
Foto: Ibtisam Omer

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