Diese Filme schauen sich deine Lieblings-Regisseure an

Dein Lieblingsfilm setzt sich aus vielen verschiedenen Teilen zusammen. Natürlich zählen die Fantasie der Drehbuchautoren, die Schauspieler und der Regisseure, aber das alles wäre nichts ohne den individuellen Einflüsse der beteiligten Personen.

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Juni 20 2017, 2:58pm

Sofia Coppola

Sofia ist immer offen mit ihren Referenzen umgegangen. Es wurde schon viel darüber geschrieben, wie wichtig ihr Musik und Mode als Mittel für ihr Storytelling sind. Wenig überraschend dürfte es daher sein, dass die Frau, die immerhin aus einer der großen amerikanischen Filmdynastien stammt, eine ziemlich lange Liste an Lieblingsfilmen hat. In ihrer Oscar-Dankesrede für Lost in Translation hat sie Michelangelo Antonioni, Wong Kar-Wai, Bob Fosse und Jean-Luc Godard namentlich als Inspirationen genannt.

Die Regisseurin von Die Verführten ist vor allem dafür bekannt, die Gefühlswelt von Teenagern auf die Leinwand zu bringen. Rumble Fish (1983) und der John-Hughes-Klassiker Pretty in Pink (1986) haben sie sich für diese Welt interessieren lassen.

Wes Anderson

Es wäre eine ganze Bibliothek notwendig, um alle Referenzen von Wes Anderson für seine Filme zu versammeln, da es für jedes einzelne Projekt unzählige Inspirationen gibt. Zum Beispiel hat er den britischen Coming-of-Age-Film Melody selbst als Ideenquelle für seinen Film Moonrise Kingdom genannt sowie den spanischen Filmemacher Luis Buñuel als seinen All-time-Hero bezeichnet. Einmal hat er sogar behauptet, dass er täglich an den Filmemacher denkt. Der Würgeengel aus dem Jahr 1962 von dem Spanier gilt als Lieblingsfilm des Grand-Budapest-Hotel-Regisseurs. Was seine Ästhetik angeht, hat der Kubrick-Klassiker Uhrwerk Orange seine Spuren bei ihm hinterlassen. Im Interview mit Rotten Tomatoes hat er gesagt: "Das ist ein Film, dessen Design sehr eigen ist und dadurch eine Welt geschaffen wird, die wir so noch nie in einem Film gesehen haben."

Hayao Miyizaki

Der äußerst zurückgezogen lebende japanische Filmemacher ist keine Person, die sich die Zeit damit totschlägt, die Netflix-Watchliste abzuarbeiten. Aber er hat den Animationsfilm The Tale of the White Serpent (der japanische Titel Hakujaden) als Grund angegeben, warum er Animationszeichner wurde. Hayao sah den Film, der übrigens auch der erste japanische Animationsfilm in Spielfilmlänge und in Farbe ist, in der Schule. Daran hat er sich auch noch Jahre später erinnert: "Es war so, als ob mir die Schuppen von den Augen fallen. Mir wurde klar, dass ich die Ehrlichkeit und die Güte von Kindern in meinen Arbeiten darstellen soll. Das versuche ich seit 20 Jahren."

Harmony Korin

Die Liste von Harmonys Inspirationen ist besonders bunt gemischt. Auf seiner Aufzählung, die er für Rotten Tomatoes erstellt hat, ist von Pamela Andersons Sextape mit Tommy Lee bis zu James Fargos Der Mann aus San Fernando so ziemlich alles dabei. Er lobt den ersteren als unterschätzt und im letzteren die Szene, in der ein Orang-Utan ein Bier trinkt. Du fragst dich, wie der Lieblingsfilm vom Kids-Regisseur heißt? "Mein Lieblingsfilm aller Zeiten ist Pixote von Hector Babenco."

Jordan Peele

Um ganz genau zu sein: sein eigenes Regie-Debüt Get Out ist der Lieblingsfilm von Regisseur Jordan Peele, weil es der Film sei, den er schon immer selbst sehen wollte, aber nicht finden konnte. Der Horrorfan hat aber ein paar Filme, die seinen Durchbruch beeinflusst haben. Im Gespräch mit USA Today sagte er, dass ihn Katy Bates als Bösewichtin in Misery beeindruckt habe: "Misery ist ein Film, in dem der unscheinbarste Bösewicht der schrecklichste ist."

Der Hauptfigur Chris in Get Out basiere teilweise auf Figuren aus Rosemary's Baby und den originalen Stepford-Wive-Film. In beiden Filmen kämpfen Frauen gegen böse Männer. Also dachte er sich: 'Wenn ich mich mit diesen weiblichen Charakteren identifizieren kann, dann würde es auch jeder Zuschauer bei Chris tun können.' "Der Fakt, dass diese Filme bei mir als Mann funktioniert haben, ist für mich der Beweis gewesen, dass die Leute für anderthalb Stunden die Welt durch die Augen von Chris wahrnehmen können", so der junge Regisseur.

David Lynch

David Lynch liebt Filme. Es wäre kürzer, die Filmklassiker aufzulisten, die ihn noch nicht inspiriert haben. Aber selbst der Twin Peaks-Regisseur hat ein paar besondere Lieblinge. So seien die Werke von Billy Wilder für ihn außergewöhnlich, besonders der Klassiker Sunset Boulevard: "Ich habe mir den Film immer wieder angeschaut. Ich liebe die Welt, die Billy Wilder erschafft. Das Hollywood, das er im Film beschreibt, hat wahrscheinlich nie existiert, aber er schafft es, dass wir es glauben und wir darin aufgehen, wie in einem Traum", sagt der Regisseur zu Indie Wire über der Wilders Kultfilm.

John Waters

John Waters liebt das Trash-Kino. Zu seinen Lieblingen gehören der letzte Film mit Joan Crawford, der kitschige Horrorstreifen Das Ungeheuer, und der vor Schmalz triefende Film Brandung mit Elizabeth Taylor. Dieser Film, in dem es um die reichste Frau der Welt und den Engel des Todes geht, hat genau zwei Fans auf der Welt. Der andere ist Tenessee Williams. Der Dramatiker hat nicht nur den Text geschrieben, auf dem Brandung basiert, sondern hielt die Verfilmung laut Überlieferung auch für den besten Film, der jemals gedreht wurde. Dolles Ding!

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der australischen Redaktion.