Foto: Screenshot von Instagram

Alexa Chung will, dass du stolz auf deine Periode bist

Das britische Model hat uns verraten, was es für sie bedeutet, eine Frau zu sein.

|
März 16 2018, 10:49am

Foto: Screenshot von Instagram

Model, F ernsehmoderatorin, Stilikone, Journalistin, Autorin, Tech-Mogulin und Gründerin eines eigenen Modelabels: Alexa Chung hat mit 34 Jahren schon einiges erreicht. Ursprünglich kommt sie aus dem englischen Dorf Privett und wurde mit 16 auf dem Reading Festival entdeckt. Sie schmiss ihre Uni-Pläne über Bord und zog nach London, um Model zu werden. Kurze Zeit später wurde sie Fernsehmoderatorin und bekam mit It's On with Alexa Chung ihre eigene Sendung.

Danach hat Alexa mehrere Capsule Collections entworfen, mit It ein Buch veröffentlicht, ihre eigene Fashion-App (Villoid) herausgebracht und Mulberry eine Inspiration für ihren nächsten Taschennamen gegeben. Außerdem wurde die Britin seit drei Jahren in Folge mit dem British Fashion Award for Best British Style ausgezeichnet – und gehört damit zu den Leuten, die wirklich wissen, wie sie sich anziehen.


Auch auf i-D: Wir stellen euch die Modedesign-Newcomer aus der britischen Hauptstadt vor


Nach sieben Jahren in New York, zog es Alexa wieder zurück nach Großbritannien, um ihr eigenes Modelabel Alexachung zu gründen. Ihre neueste Kollektion ist ein Liebesbrief an Viriginia Woolf. Grund genug, um uns zu verraten, was es für sie bedeutet, eine Frau zu sein.

Alexa Chung for ALEXACHUNG

Das Beste am Frau-Sein ...
... ist die Fähigkeit, außerhalb der erdrückenden Normen von Maskulinität zu leben. Es ist gerade eine aufregende Zeit. Heutzutage werden wir Frauen nicht mehr nur begutachtet, sondern auch gehört.

Das Schwierigste am Frau-Sein ...
... ist, dass ich mich daran erinnern muss, wann meine Periode einsetzt. Dann weiß ich, dass ich mich besonders traurig / verletzlich / wütend und hungrig fühle. Die Krämpfe sind scheiße. Genauso, wie ein Tampon dabeihaben zu müssen, wenn ich ins Bad gehe. Mittlerweile nehme ich ihn in die Hand und gehe stolz damit durch den Raum.

Wenn wir definieren könnten, was Liebe ist ...
... dann würde es keine großartige Kunst, Literatur, Musik oder Filme geben. Deswegen bin ich froh, dass sich Liebe nicht einfach herunterbrechen lässt. Ich weiß, dass ich verliebt bin, wenn ich mich komplett wohl mit meinem Gegenüber fühle.

Den besten Rat, den ich zum Thema Körper bekommen habe ...
Wenn ich auf einer einsamen Insel stranden würde und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung hätte, könnte ich in Sekundenschnelle eine Bluttransfusion mit der Milch einer Kokosnuss durchführen. Ich weiß zwar nicht, ob das wirklich geht, aber es ist eine gute Geschichte.

Als ich 16 war ...
... hatte ich den Eindruck, dass man schon genau wissen musste, was man werden will. Zum Glück hatte ich Eltern, die sehr entspannt und liberal waren. Ich habe mir ein Jahr Auszeit genommen und als Model gearbeitet. Ich habe zwar keinen hohen Schulabschluss, aber ich habe mehr erreicht, als ich mir jemals erträumt hätte.

Hollywood hat mir nichts übers Frau-Sein beigebracht.
Ich habe keine Verbündeten in den weiblichen Figuren im Kino gefunden. Natürlich habe ich viele bewundert, aber nur mit sehr wenigen habe ich mich wirklich verbunden gefühlt. Ich habe durchs Leben viel übers Frau-Sein gelernt. Und durch meine Mutter, die ich immer anrufen kann, wenn ich frustriert bin.

Ich bin am glücklichsten, wenn ...
... ich mit meinen Freunden Karaoke singe. Das ist sehr befreiend.

Ich bewundere ...
... lustige Frauen. Ich bewundere aber auch fürsorgliche Frauen. Diese Art von Weiblichkeit finde ich unglaublich stark.

Das Beste am Älterwerden ist es ...,
... mehr Zeit zu haben, an meinen Anekdoten zu arbeiten.

Die größte Lüge übers Älterwerden ist ...
... dass man das irgendwie spürt. Ich denke immer noch, dass ich 20 bin.

Ich fühle mich erwachsen, wenn ...
... ich Geld für ein gutes Shampoo ausgebe.

Wie definierst du das Wort "Feministin"?
Ich bin Feministin und stolz darauf. Das Wort hat in den letzten Jahren eine ziemliche Karriere hingelegt. Ich kann mich noch daran erinnern, dass die Leute vor noch nicht allzu langer Zeit ängstlich gefragt haben, ob ich eine Feministin sei. Heute leben wir in einer Welt, in der das Wort groß auf Kleidung bedruckt im Mainstream angekommen ist.

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.