4 Fotograf*innen und ihre kreativen Antworten auf den Puma Suede MAYU

Hier seht Ihr, was sie in London, Mailand, Berlin und Kopenhagen fotografiert haben.

von i-D Staff
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30 März 2021, 1:26pm

Für Kunst, die die Zeiten, in denen wir leben, die Räume, die wir bewohnen, und die Menschen, mit denen wir verbunden sind, widerspiegelt, ist Zusammenarbeit entscheidend. Denn um das Wesen der eigenen Community einzufangen, muss ein/e Künstler/in sinnvolle Verbindungen mit seinen oder ihren Subjekten eingehen. Das ist ein Mantra, an das Puma glaubt und eines, das sie mit dem Launch ihres neuen Suede MAYU durch die Geschichten von vier aufstrebenden Fotografen erzählen wollen.

Puma hat Künstler/innen aus London, Mailand, Berlin und Kopenhagen damit beauftragt, gemeinsam mit ihren Freund/innen an einem Shooting zu arbeiten, das die Präsenz und Energie des neuen Sneakers widerspiegelt. Inspiriert vom extrovertierten Design des Suede MAYU, der Neuinterpretation einer klassischen Silhouette, haben sie Bilder geschaffen, die Individualität und Hingabe widerspiegeln und kreative Partnerschaften auf das nächste Level heben.

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Kopenhagen

Chris Calmer ist ein Fotograf, der in Kopenhagen geboren und aufgewachsen ist. Mit 14 begann er mit Fotografie zu experimentieren und mit etwa 20 ging er zu professionellen arbeiten über. Heute ist seine pastellfarbene Cut-and-Paste-Ästhetik selbstbewusst und klar definiert; seine Bilder geben jedem Motiv einen verspielten und freudigen Raum. "Ich fordere gerne das Verständnis von gutem Geschmack heraus", sagt er. "Bei der Entstehung meiner Arbeit und Ideen spielen Humor und 'falsche' Ästhetik immer eine Rolle. Modefotografie ist oft sehr ernst, deshalb befreie ich mich gerne davon."

Hier hat er mit seinen Freund/innen May und Chili zusammengearbeitet, um den Puma MAYU stilecht zu inszenieren.

Was hat dich am Suede MAYU ästhetisch angesprochen? Mir gefällt die Form sehr und ich respektiere die Entscheidung, einen Klassiker wie den Suede neu zu denken. Gerade für Bildermacher wie mich, die es lieben, die Idee von “weniger ist mehr” visuell herauszufordern, ist es wirklich großartig, dass Puma sich in Sachen Stil in eine experimentierfreudigere Richtung bewegt. Als Fotograf versuche ich immer, mich kreativ neu zu erfinden und zu pushen, deshalb kann ich mich mit dem Ansatz gut identifizieren. Ich fühle mich sehr zur Camp-Ästhetik hingezogen, weil queere Menschen wie ich in dieser Bewegung kompromisslos sie selbst sein können und Zuspruch finden. Die Schuhe sind also auch irgendwie Camp, das liebe ich.

Deine Bilder spielen so schön mit Größenverhältnissen. Was hat dich zu diesem kreativen Ansatz inspiriert? Es hat etwas Albernes und Verspieltes, so mit Skalen zu arbeiten. Es ist sehr surrealistisch und "absurd". Ich wollte etwas nutzen, das typisch für Kopenhagen ist, die bunten Gebäude, und es noch heller und surrealer machen. Dass wir in die Kamera schauen, war auch eine bewusste Entscheidung – ganz nach dem Motto: Hier sind wir, schau uns an.

Mein kreativer Ansatz war sehr darauf konzentriert, uns auf unkonventionelle Weise in der Stadt zu zeigen. Es hat deshalb einfach Sinn gemacht, uns in Riesen zu verwandeln. Es ging hauptsächlich darum, sich empowered zu fühlen, wie ein Superheld. Der Suede MAYU macht dich ja um einiges größer, insofern besteht da auch eine witzige Verbindung. Der digitale Aufbau der Architektur war inspiriert von Postkarten, auf denen die verschiedenen Wahrzeichen von Kopenhagen abgebildet sind.

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**Bei diesem Projekt ging es darum, eine/n Freund/in zu fotografieren und gemeinsam am Entstehungsprozess der Bilder zu arbeiten. Erzähl uns ein wenig über deine kreative Partnerschaft.
**Ehrlichkeit ist in kreativen Partnerschaften sehr wichtig. Wenn man mit Freund/innen arbeitet, hat man das sofort. Es war sehr intim, diese Bilder zu kreieren, vor allem, weil ich selbst darauf zu sehen bin. Ich stand zwar schon einmal vor der Kamera, aber in dem Szenario bin ich definitiv nicht so selbstsicher wie May und Chili. Die beiden haben mir geholfen, mich einzufinden. That’s what friends are for.

**Wie hat die Idee von Grenzen überschreiten oder Regeln brechen deine Herangehensweise und deinen Stil beeinflusst und wie zeigt sich das in diesen Bildern?
**Ich glaube, sich selbst treu zu sein, ist an sich schon rebellisch. Durch die Straßen laufen, in deinen eigenen Schuhen, mit deinem eigenen Stil, ganz wie du bist. Ich denke, das hat viel Kraft, und das wollte ich in diesen Bildern ausdrücken. Riesige Superhelden!

**Wie beeinflusst Kopenhagen deine Kreativität und künstlerische Vision und was können wir davon in deiner Fotografie sehen?
**Diese Bilder sind eine Art "Postkarte" von Kopenhagen. Von mir an alle. Ich glaube, in jedem kreativen Beruf ist es wichtig, das, was einen umgibt, als Inspiration zu nutzen. Wenn du zulässt, das Stadtbild und die Natur objektiv zu beobachten, kann das deine Sicht auf die Stadt neu inspirieren.

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Berlin

Agatha Powa lebt derzeit in Berlin, wurde aber in Kiew, Ukraine, geboren und wuchs erst in Köln, dann in London auf. Als Kind verliebte sie sich in die Polaroid-Kamera ihres Großvaters und die klassische Point-and-Shoot-Kamera ihrer Mutter. "In meiner Jugend hatte ich immer irgendeine Art von Point-and-Shoot-Kamera, die ich auf Reisen und Konzerten mitnahm", sagt sie. Heute nutzt sie in ihren Arbeiten leuchtende Farben und schöne Gesichter, um ein optimistisches Bild der Welt zu malen, selbst in herausfordernden Momenten. "Ich glaube, dass die Schönheit der Porträtmalerei in der Verbindung liegt, die wir zwischen uns Menschen aufbauen können", sagt sie.

Hier hat sie mit ihrer Freundin Zoey zusammengearbeitet, um den Puma MAYU auf ihre ganz eigene Art und Weise in Szene zu setzen.

**Erzähl uns, was du von dem Look und der Botschaft des Suede MAYU für deine Bilder umgesetzt hast.
**Zuallererst habe ich darüber nachgedacht, mit wem ich shooten möchte und Zoey war wegen ihres einzigartigen und mutigen Stils eine der ersten, die mir eingefallen ist. Von der Art, wie sie sich kleidet bis hin zu ihrer Haltung – Zoey ist kompromisslos sie selbst.

Die Locations habe ich ausgewählt, weil sie alle in Gebieten lagen, in denen ich mich seit dem Lockdown viel aufhalte. Der Suede MAYU hat so ein verspieltes Design, die Plateausohle und die Farbkombination; er passt zu unserer Überzeugung, dass Mode das ist, was man daraus macht, und hat uns dazu inspiriert, unser Shooting verspielt anzugehen.

Ich bin vor nicht allzu langer Zeit umgezogen, es war deshalb ein schöner Antrieb, um mit frischem Blick durch meine recht neue Nachbarschaft zu laufen und auf visuelle Details zu achten, ohne zu wissen, wonach ich genau suche. So sind wir auf Locations wie Kinderspielplätze und zufällige Baustellen mitten auf der Straße gestoßen.

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**Bei diesem Projekt ging es darum, eine Freund/in zu fotografieren und gemeinsam am Entstehungsprozess der Bilder zu arbeiten. Erzähl uns ein wenig über deine kreative Partnerschaft.
**Ich wollte Zoey schon seit einiger Zeit fotografieren. Sie ist eine tolle Dokumentarfilmerin, und wir haben uns bei einer gemeinsamen Ausstellung kennengelernt. Wir hatten einfach einen lustigen Tag, sind herumgelaufen, haben über das Leben philosophiert und dabei Locations entdeckt, die uns mit Blick auf unsere Outfits inspiriert haben. Ich liebe es, so zu freestylen. Man weiß nie, was man bekommt, und wenn das Endergebnis dann schöner ist, als man es sich hätte vorstellen können, macht es die Sache umso besonderer und aufregender.

Welche Merkmale des Suede MAYU entsprechen deinem persönlichen Stilempfinden? Ich habe eine Schwäche für die Plateausohle und verspielte Farben. Der Suede MAYU hat beides. Besonders gefällt mir der Rotton. Er ist knallig, aber dabei trotzdem weich – ein schöner Ton, der sich leichter mit einer Vielzahl von Farben kombinieren lässt. Da ich mich beim Fotografieren viel bewege, ist es für mich am wichtigsten, dass ein Sneaker bequem ist. Das ist hier glücklicherweise der Fall.

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Mailand

Laurent Bentil ist ein Mailänder Fotograf, der ursprünglich aus Brescia im Norden Italiens stammt. Er fotografiert mittlerweile schon seit fünf Jahren und fängt dabei die Energie der italienischen Modehauptstadt und der kreativen Szene ein, die sie so einzigartig macht. "Ich bin von Einwanderern großgezogen worden, ich habe im Leben als schon einiges durchgemacht", sagt er. Laurent sieht sein Handwerk immer als unfertiges Projekt, testet neue Formate und entwickelt seine Bilder mit jedem Tag weiter. "Im Moment, würde ich sagen, entfaltet sich mein Stil noch", sagt er. "Ich arbeite noch daran, meinen Platz in dieser Branche zu finden."

Hier hat er mit seiner Freundin Perla zusammengearbeitet, um den Puma MAYU ins richtige Licht zu rücken.

**Erzähl uns, was du von dem Look und der Botschaft des Suede MAYU für deine Bilder umgesetzt hast.
**Für mich strahlt der Schuh etwas Exotisches, Karibisches aus. Als ich das Paket bekommen habe, ist mir als erstes die krasse Sohle aufgefallen. All diese Kurven und Linien haben mich an eine 360 Vision erinnert, also entschied ich mich dazu, das Projekt mit einem Fisheye-Objektiv aufzunehmen. Ich wollte die Trainer auf meinen Bildern noch größer wirken lassen.

**Bei diesem Projekt ging es darum, eine/n Freund/in zu fotografieren und gemeinsam am Entstehungsprozess der Bilder zu arbeiten. Erzähl uns ein wenig über deine kreative Partnerschaft.
**Sobald das Kreativteam mir zugesichert hatte, dass sie Perla lieben, war ich unglaublich glücklich, weil ich wusste, dass alles sehr natürlich und echt werden würde. Im Grunde zeigen wir nur einen ganz normalen Nachmittag in Mailand unter uns.

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**Wie beeinflusst Mailand deine Kreativität und künstlerische Vision und was können wir davon in deiner Fotografie sehen?
**Mailand ist eine atemberaubende, historische, römische Stadt. Wir haben viele schöne alte Denkmäler wie den Duomo und das Castello Sforzesco, Tore wie die Porta Romana und den Arco Della Pace. Wenn ich durch die Stadt laufe, ist mein Blick deshalb meistens nach vorne gerichtet und ich schaue mich nach interessanter Architektur um. Ich bin auch immer auf der Suche nach interessanten Menschen und verrückten Looks. Glücklicherweise ist Mailand eine extrem fortschrittliche Stadt, was Streetwear und Mode angeht. Mailands Mode und Design sind purer Treibstoff für meine Vision; das gibt mir so viel Inspiration für meine Fotografie.

Welche Merkmale des Suede MAYU entsprechen deinem persönlichen Stilempfinden? Ich bin großer Jay-Z-Fan, daher waren Suedes schon immer Teil meines Lifestyles.

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London

Olivia Lifungula ist Fotografin und lebt im Südosten von London. Nach dem Bürgerkrieg im Kongo zog sie im Alter von acht mit ihrer Familie nach Belgien; es war ihr erstes Mal in Europa und ihr seitdem letztes Mal im Kongo. Mit 20 zog sie nach London. In ihren Bildern geht es darum, sich "feminin, weich, intim und echt" zu fühlen und die Liebe innerhalb ihrer Community zu feiern. "Es war immer ein bisschen hart, als Schwarzes Kind aufzuwachsen und so viel Gewalt und Trauma gegenüber Menschen mitzubekommen, die aussehen wie ich. Werke zu schaffen, die eine andere Realität zeigen, ist vielleicht meine Art, dagegen zu protestieren."

 Hier hat sie mit ihrer Freundin Jordan zusammengearbeitet, um den Puma Suede MAYU in ihrem Stil zu inszenieren.

**Erzähl uns, was du von dem Look und der Botschaft des Suede MAYU für deine Bilder umgesetzt hast.
**Mein typischer Stil ist immer modisch, aber bequem, weshalb ich mich überhaupt erst in die Sneaker verliebt habe. Der Suede MAYU erfüllt beide Kriterien perfekt. Ich wusste, dass ich ein Bild schaffen will, das genau das ausdrückt, indem ich etwas kompromisslos Feminines mit Jordan mache, sitzend in einem Garten, umgeben von Blumen und Bäumen. Es sollte sich auch gewagt und unbeschwert anfühlen, wenn man sich anschaut, wie Jordan sitzt und Platz im Rahmen einnimmt.

**Bei diesem Projekt ging es darum, eine/n Freund/in zu fotografieren und gemeinsam am Entstehungsprozess der Bilder zu arbeiten. Erzähl uns ein wenig über deine kreative Partnerschaft.
**Jordan ist wie eine kleine Schwester für mich und wir wollten, dass es uns beiden wirklich Spaß macht. Wegen der Pandemie konnten wir nicht mehr so viel Zeit miteinander verbringen, deshalb war es uns wichtig, dass sich das Projekt so spaßig und natürlich wie möglich anfühlt.

**Wie beeinflusst London deine Kreativität und künstlerische Vision und was können wir davon in deiner Fotografie sehen?
**London und vor allem die Menschen hier inspirieren mich täglich. Das Leben hier fühlt sich ständig an wie ein Crashkurs in dem, was die Welt an Kunst und Kultur zu bieten hat. Die Freunde, die ich hier habe, kommen aus so vielen verschiedenen Teilen der Welt und sind so stolz darauf, wer sie sind. Ich bin genauso stolz auf meine Herkunft und das nimmt sowohl in meinem täglichen Leben als auch in meiner Arbeit Platz ein.

Was gefällt die am Suede MAYU? Ich liebe, dass der Schuh frech, aber bequem ist. Das ist das erste, woran ich denke, wenn ich mich morgens anziehe.

Der Puma Suede Mayu ist ab 22. April im Handel erhältlich.

Credits


Copenhagen
Photography Chris Calmer
Talent Chris Calmer, Chili Dia, May Simon

Berlin
Photography Agatha Powa
Talent Zoey Lee

Milan
Photography: Laurent Bentil
Talent Perla Ventura

London
Photography Olivia Lifungula
Talent Jordan Clarke