5 queere Romanzen, die unter die Haut gehen

Nachdem der Oscar prämierte Film "Moonlight" einen Meilenstein für das Black und Gay Cinema gesetzt hat, möchten wir dir heute eine Reihe an queeren Klassikern vorstellen, die garantiert mitten ins Herz treffen.

von i-D Staff
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02 März 2017, 2:10pm

Heute gehe ich alleine nach Hause
Der brasilianische Coming-of-Age-Film beschreibt den langsamen Übergang einer neuen Freundschaft zu einer romantischen Liebesgeschichte zwischen dem blinden Leonardo und seinem neuen Mitschüler Gabriel. Regisseur Daniel Ribeiro gelingt es, in seinem Film nicht nur die sexuell aufgeladenen Unsicherheiten der beiden Hauptcharaktere auf höchst einfühlsame Weise darzustellen, sondern auch den Alltag eines blinden Teenagers und kreiert damit eine packende Atmosphäre, die uns bis zum Ende mitfiebern lässt.

First Girl I Loved
Auch dieser Film beginnt wie so viele, mit der Geschichte einer Freundschaft zwischen Jahrbuch-Herausgeberin Anne und Sasha, Softballspielerin an ihrer High School. Anne ist heimlich verliebt in den Superstar ihrer Schule und lädt sie unter dem Vorwand zu sich nach Hause, Interviews für das Jahrbuch machen zu wollen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und beginnen mehr und mehr Zeit miteinander zu verbringen. Als letzten Endes jedoch ein Bild von beiden im Jahrbuch erscheint, auf dem sie sich innig küssen, nimmt ein turbulentes Spiel aus emotionalen Verwirrungen und missverständlichen Handlungen seinen Lauf.

Weekend
Russell und Glen treffen sich durch Zufall in einem Schwulenclub. Glen lässt ihn zwar im ersten Moment abblitzen, nimmt Russell aber am Ende doch mit zu sich nach Hause. Am nächsten Morgen bittet er seinen introvertierten Gast, die Erfahrungen der letzten Nacht auf ein Tonband für sein Kunstprojekt zu sprechen. Das 2011 erschienene britische Drama von Regisseur Andrew Haigh erzählt die intime Beziehung zwischen zwei Fremden, die sich Stück für Stück näherkommen und ihre wertvollsten Erinnerungen miteinander teilen. Natürlich wäre Weekend kein klassisches Drama, wenn sich keine Abschiedsszene voller Herzschmerz darin verbergen würde – was will man mehr!

Blau ist eine warme Farbe
Adèle läuft in der Fußgängerzone einem Mädchen mit blauen Haaren namens Emma über den Weg, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Kurze Zeit später sehen sich beide – wie das Schicksal so spielt – in einer Lesbenbar wieder. Schnell bemerken Adèle und Emma, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen und eine leidenschaftliche Liaison nimmt ihren Lauf. Trotzdem treffen die Freundeskreise der beiden Mädchen wie zwei verschiedene Welten aufeinander, was Adèle dazu bringt, sich unverstanden zu fühlen und der blauhaarigen Kunststudentin fremdzugehen. Ein herzzerreißendes Liebesdrama, das einen bis zum Ende nicht loslässt.

Below Her Mouth

Am 8. März startet die Berlin Feminist Film Week mit einem großartigen Filmprogramm, das du dir auf keinen Fall entgehen lassen solltest. Unser Favorit ist das kanadische Liebesdrama von Regisseurin April Mullen über eine unerwartete Liebesromanze zwischen der erfolgreichen Moderedakteurin Jasmine und Dachdeckerin Dallas, die das Leben der beiden auf den Kopf stellt. Obwohl Jasmine einen Verlobten hat, lässt sie ihre Liebesaffäre nicht mehr los. Below Her Mouth ist ein Film, der einen ehrlichen und unverfälschten Blick auf die natürliche sexuelle Anziehung zwischen zwei Menschen wirft.