triff das hijabi-model, das muslimische schönheit zum mainstream macht

Mariah Idrissi erzählt über das Shooting für die H&M-Kampagne und warum es „ein großer Erfolg” ist, dass Muslime in der Modeindustrie vertreten sind.

von Emily Manning
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29 September 2015, 1:15pm

Obwohl sie in dem Video neben Iggy Pop erscheint, ist es Mariah Idrissis Auftritt in H&Ms neuester Kampagne, der für Aufsehen sorgt. Anders als die Aufnahme des Gender-Grenzen überschreitenden Rockstars mit nackten Oberkörper, ist es gerade die Tatsache, dass sie bedeckt ist, die die Medien aufschreien lässt. Mariah ist das erste Model mit Hijab in einer H&M-Kampagne und sie hat keine Angst, deutlich zu sagen, wie wichtig das ist: „Hijab-Mode boomt seit ein paar Jahren und endlich eine Hijabi [eine Frau, die einen Hijab trägt] in der Mainstream-Mode zu sehen, ist ein großer Erfolg", sagte sie zu Fusion.

Die 23-jährige Londonerin mit pakistanischen und marokkanischen Wurzeln war Teil der Close the Loop-Kampagne von dem schwedischen Riesenkonzern, mit der das Unternehmen für Nachhaltigkeit wirbt. Weitere Auftritte in dem Video haben das Übergrößenmodel und #effyourbeautystandards-Verfechterin Tess Holliday und Slutever-Autorin Karley Sciortino sowie ein amputierter Boxer, eine Gruppe von Sikh-Männern in Anzügen, ein paar stylische ältere Menschen und auch eine Transfrau.

Die Marke entdeckte Idrissi auf Instagram, wo sie häufig Selfies mit perfektem Make-up und Produkte von Salon Marrakesh, ihrem marokkanisch inspirierten Schönheitssalon in London, der auf die speziellen Bedürfnisse muslimischer Frauen ausgerichtet ist, postet. Sie sagte zu Fusion, dass sich die Marke während des Shootings für die Kampagne sich sensibel gegenüber ihrer religiösen und kulturellen Gepflogenheiten verhalten hat. „[H&M] fragte, wie viel Hals ich zeigen könnte, aber ehrlich gesagt, waren sie sehr respektvoll", sagte Idrissa. „Eine der Uhren war nicht richtig am Handgelenk platziert und anstatt sie einfach an meinem Handgelenk zu drehen, bat der Kameramann eine Frau um Hilfe. Das war für mich einfach ein kleines Zeichen des Respekts."

Wie viele in der Branche bereits bemerkt haben, wird Haute Couture langsam auch auf muslimische Konsumentinnen ausgelegt. Vergangenen Ramadan entwarfen Marken wie DKNY, Tommy Hilfiger und Monique Lhuillier Kollektionen, die besonders auf die Kleideranforderungen des Heiligen Monats ausgerichtet waren. Marktlücken zu schließen, ist eine Sache, aber muslimische Frauen in Kampagnen und Editorials zu repräsentieren, ist eine andere. Wir freuen uns, dass H&M die sonst so häufig aus diesen wichtigen Bildern Ausgegrenzten ins Rampenlicht rückt und hoffen, dass andere Marken nachziehen. 

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Text: Emily Manning

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