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10 dinge, die du über miley wissen solltest

Die Sängerin und Gründerin der Happy Hippie Foundation spricht über soziale Ungleichheit und Liebe jenseits aller Geschlechtergrenzen.

von Charlotte Gush
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11 Juni 2015, 8:55am

Erst wurde sie durch die Rolle der Hannah Montana in der gleichnamigen Disney-Serie berühmt, dann kreiste sie halbnackt auf einer Abrissbirne und gründete ihre eigene Wohltätigkeitsorganisation für die LGBT-Jugend und junge Obdachlose, wir mussten schon mehrmals unsere Meinung über Miley revidieren. Miley Cyrus ist eine junge Frau, die weiß, was sie will und die sich ihrem Einfluss bewusst ist und diesen auch für Zwecke einsetzt, die wichtig sind.

Das amerikanische Paper Magazine veröffentlichte eine Titelstory mit ihr im Interview. Darin reflektiert die Sängerin über Liebe jenseits aller Geschlechtergrenzen, über soziale Ungleichheit, religiöse Eiferer, ihre berühmte Familie und ihren musikalischen Schaffensprozess. Wir wollen dir die besten 10 Aussagen nicht vorenthalten.

1. Über die LGBT-Jugend
„Wir können nicht einfach länger die Situation dieser jungen Leute ignorieren", sagte Miley. Damit spielt sie auf das tragische Schicksal von Jugendlichen wie Leelah Alcorn an. Das 17-jährige Transmädchen beging Selbstmord, nachdem sie sich einer sogenannten Reparativtherapie, bei der Homosexuelle geheilt werden sollen, unterziehen musste. Diese Tragödie hatte einen entscheidenden Einfluss auf Miley und ihre Entscheidung, die Happy Hippie Foundation zu gründen. Eine Charity-Organisation, die auf die Situation von jungen Obdachlosen und LGBT-Jugendlichen aufmerksam machen will und diese Jugendlichen unterstützt.

2. Darüber, Frauen und Männer zu lieben
„Ich bin offen für alles, solange es im gegenseitigen Einvernehmen stattfindet, dabei keine Tiere involviert sind und jeder volljährig ist. Alles, was legal ist, ist cool. Jeder Erwachsene - jeder über 18 Jahre - der mich lieben will, ist OK", sagte sie und fügte hinzu, dass sie schon Beziehungen mit Frauen gehabt hätte, die genauso ernsthaft gewesen wären wie die mit Männern: „Ich hatte solche Beziehungen … Aber die Leute haben nie wirklich genau hingeschaut und ich habe es nie wirklich an die große Glocke gehangen".

3. Über ihr Coming-out mit 14 bei ihrer Mutter
„Ich erinnere mich daran, dass ich ihr gesagt habe, dass ich Frauen auf eine andere Weise bewundere. Sie hat mich gefragt, was ich damit meine. Und ich habe gesagt, dass ich sie liebe. Ich liebe sie so wie ich Jungs liebe", erklärte Miley. „Es war schwierig für sie, das zu verstehen. Sie wollte nicht, dass ich deswegen verurteilt werde und sie wollte nicht, dass ich in der Hölle lande. Aber sie glaubt an mich mehr als an irgendeinen Gott. Ich habe sie einfach darum gebeten, mich zu akzeptieren. Und das tat sie."

4. Sie fällt durch das Raster der klassischen Geschlechtereinteilung
„Ich identifiziere mich nicht mit der Einteilung in Mann oder Frau", sagte die amerikanische Sängerin. „Mein Partner muss sich auch nicht damit identifizieren."

5. Die Dankesrede des Obdachlosen Jesse Helt bei den VMAs
„Ich hatte einfach das Gefühl, dass wir in einem modernen ‚I Have a Dream'-Moment leben und ich war nicht involviert", sagte sie über die Dankesrede von Jess Helt, dem Obdachlosen, den sie darum bat, dass er statt ihrer den Preis entgegennimmt. Helt sprach darüber, wie es sich als einer von 114.000 Obdachlosen in Kalifornien anfühlt, um auf die Arbeit der Obdachlosen-Organisation My Friend's Place aufmerksam zu machen.

6. Über religiöse Extremisten in der Regierung
An die Adresse von konservativen Politikern, die denken, dass die Arche Noah ein echtes Boot gewesen sei, gerichtet, sagte Miley: „Das ist so lächerlich. Wer glaubt denn noch dieses Märchen? Aus diesem Alter sollten wir raus sein, genauso wie mit dem Weihnachtsmann und der Zahnfee. Solche Leute sollten keine Gesetze machen dürfen".

7. Über soziale Ungleichheit
„Ich kann nicht einen Porsche fahren und nichts tun", appelliert sie. „Ich sehe es den ganzen Tag: Leute in ihren Bentleys und ihren Rolls Royces oder Uber-Taxis fahren an diesen obdachlosen Veteranen vorbei. Diese Leute haben für unser Land gekämpft, oder die jungen Frauen, die vergewaltigt wurden." Sie sinniert dann über Ungleichheit und die unfaire Chancenverteilung: „Ich habe vor 2 Tagen ein Konzert gegeben. Ich habe Nippelpflaster in Form eines Schmetterlings und Schmetterlingsflügel getragen. Ich stand da mit meinen entblößten Titten und sah aus wie ein Schmetterling. Wie kann das fair sein? Wieso habe ich das Glück?".

8. Über ihre berühmte Familie
Miley beschreibt ihren Vater als „coolen Hippie-Psycho-Freak", den Sänger Billey Ray Cyrus („Achy Breaky Heart"), und ihre Mutter Tish als „super kosmisch" und „als unverbesserliche Optimistin, die Cheerleaderin des Universums". Allerdings attestiert sie ihren Eltern auch, dass die auch richtig krass konservativ sein können. Und ihre Patentante Dolly Parton habe ihr beigebracht, wie sie Leute gut behandelt.

9. Über schräge Musik
Ihr sei Folgendes geraten worden: „Mach es nicht zu schräg, mach keine Avantgarde-Musik; du kannst nicht plötzlich eine auf Björk machen!". Miley hat einen breiten Musikgeschmack und gesteht, dass sie The Flaming Lips „fast ausschließlich" hört, neben Gucci Mane und Waylon. Sie arbeitet in dem Garagenstudio, das sie sich bauen ließ, und macht dort ihre eigene Musik. „Ich muss keine Songwriter haben, ich muss keine Produzenten dort haben. Mike Will Made It schickt mir einen Beat, dann gehe ich in mein Studio und arbeite selbst daran", sagt sie.

10. Über Unvoreingenommenheit
Gegenüber Amanda Petrusich gibt sie zu, dass sie die unvoreingenommenste Person sei: „So lange du niemanden verletzt, mach was du willst".

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  • Hier findest du Miley Cyrus' offenen Brief an den Gouverneur von New York.
  • Hier kannst du das ganze Interview auf Englisch lesen.
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@mileycyrus