So überlebst du den Winter

Wir können lernen, wie wir diese drei (oder auch sechs) miserablen Monate überstehen oder zumindest die Zeit einigermaßen anständig rumbringen.

von Sophie Peacock
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23 November 2017, 2:29pm

Foto: Screenshot von YouTube aus dem Video "All Night King Scenes (S04-S07) - Game of Thrones" von TheCell8

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

Wir sind wieder in der dunklen und kalten Jahreszeit angekommen, in der wir vor allem eins tun: warten. Diese komische Zeit zwischen dem Ende des Sommers und Weihnachten, die irgendwie nicht vorbei gehen will. Dafür schreiben dir deine Eltern ständig Nachrichten, um dich daran zu erinnern, dass die Uhren zurückgestellt werden, auch wenn sie genau wissen, dass du nicht mal eine besitzt. Und die Frage, wann du endlich deinen Flug in die Heimat buchst, bekommst du mindestens zweimal pro Tag zu hören. Wenn du den Festivitäten am Jahresende also eher neutral bis gleichgültig gegenüberstehst, ist der Winter eine einzige, lange Reise in eine Welt mit wenig Sonnenlicht, viel Netflix und trockener Haut.


Auch auf i-D: Auch gut im Winter? Die Vorfreude auf den nächsten Sommer! Sonne tanken kannst du mit unserer "Summer of Love"-Videoreihe


So muss es aber nicht sein! Wir können lernen, wie wir diese vier (oder auch sechs) miserablen Monate überstehen oder zumindest die Zeit einigermaßen anständig rumbringen.

Haferflocken über alles
Es hat noch nie eine bessere Zeit gegeben, um alles aus deinem Kühlschrank in einen großen Topf zu schmeißen, zu kochen und Käse darüber zu streuen. Du wirst anfangen, all die weihnachtlichen Gewürze zu lieben und das Verlangen verspüren, über alles Haferflocken zu streuen. Als Alternative kannst du aber auch jeden Tag Toast essen. Winter ist die Jahreszeit des Frustessens. Befriedige deine Gelüste, übe dich in kulinarischen Innovationen und gönn' dir reichlich davon.

Schwarz auch unter der Woche tragen
Für mich ist Fashion im Winter von zwei krassen Gegensätzen gekennzeichnet. Bei Variante eins tragen wir die selben schwarzen Outfits im Wechsel; bei der anderen gibt es die strahlend bunten Outfits, die es mit jedem Weihnachtsbaum aufnehmen könnten. Tagsüber sollte die Kleidung gemütlich, warm und bestenfalls aus Strick sein, während wir uns nachts in ein Glamour-Girl in einem grellen Outfit mit viel Make-up verwandeln. Aber auch nicht jeden Abend, wir wollen schließlich unsere Binge-Watch-Fähigkeiten nicht verlernen.

Eincremen
Immer.

Abende zu Hause sind toll
Der Sommer lässt uns alle geselliger werden – fast genauso wie Alkohol. Der Winter sorgt dagegen nur für kurze Begeisterungsschübe. An den meisten Tagen wird es zu früh dunkel, also bleibt dir nicht viel anderes übrig, als zu überwintern, viel zu schlafen und dir im Kalender ein paar Termine anzustreichen (in angenehmen Zeitabständen). Buch dir schon mal deinen nächsten Sommerurlaub, damit du durch den Winter kommst, besorg dir Konzerttickets oder triff dich jeden Dienstag mit deinen Freunden, um gemeinsam zu lästern. Wenn du etwas hast, auf das du dich freuen kannst, fühlst du dich gleich produktiver und du siehst etwas mehr Licht am Ende des langen Winter-Tunnels.

Dates absagen ist OK (immerhin gibst du dir Mühe, irgendwo aufzukreuzen)
Manchmal kann dir eben die Babyparty einer Arbeitskollegin den Wind aus deinen Motivationssegeln nehmen. Es ist OK, wenn du Verabredungen absagst oder nicht aufkreuzt, weil deine Winterdepression einfach zu stark ist. Sei nur ehrlich und direkt, wenn du die Absagen schickst. Deine Ehrlichkeit wird dich davor bewahren, dass du dir schlechte Ausreden wie beispielsweise die total wichtige Geburtstagsparty deines Vermieters ausdenken musst.

Nicht vergessen, zu weinen
Ich finde das schwierig. Wenn ich weinen will, werden meine Augen so komisch blau. Aber wir müssen das manchmal, weil die U-Bahnen wieder mal Verspätung und deine Thermosocken Löcher haben, und der Mann, in den du gerade gelaufen bist, definitiv nach Erbrochenem gerochen hat – kurz gesagt: manchmal ist einfach alles zu viel. So wie du ohne Grund manchmal einfach loslachen musst, musst du auch deine ganze Traurigkeit rauslassen. Ob das ein bestimmter Film, eine deprimierende E-Mail oder der Gedanke an eine Prüfung auslöst, ist dabei erstmal egal.

SADness
Ob du nun unter Traurigkeit leidest oder nicht, die dunkle und kalte Jahreszeit verdirbt dir jedes noch so tolle Erlebnis. Los, geh und kauf dir eine große Box voller Sonnenschein und reaktivere dein Gehirn auf Glücksgefühle. Wenn du schon dabei bist, besorg dir am besten auch gleich Lippenbalsam und trage ihn besonders dick auf. Denn eines willst du bestimmt nicht: dass deine Lippen reißen, wenn du wieder lächelst.

Geh raus an die frische Luft (und nein, der Weg zur Arbeit oder Uni zählt nicht)
Ich bin nicht die Person, die dir jetzt sagt, dass du zur Arbeit joggen oder mit dem Rad fahren sollst, weil ich nicht mal der nächsten U-Bahn hinterherrenne, sondern nur Bussen oder gratis-Drinks. Aber mach' einfach das Beste daraus, wenn das Wetter schön ist und lade deine Batterien auf. Du kannst dich im Winter zwar weder sonnen, noch deine Hände für mehr als eine Sekunde aus der Jackentasche nehmen, dafür kannst du dich aber an niedlichen Hunden in ihrer Lieblingsumgebung mit einem Heißgetränk deiner Wahl und einem dicken Mantel über deinem Pyjama efreuen. Worauf wartest du also noch?

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