19 Dinge, die du 2019 hinter dir lassen solltest

Happy fake New Beginnings!

von Juule Kay
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19 Dezember 2018, 10:07am

Foto: Screenshot von Instagram

Das Jahr neigt sich dem Ende und du fühlst dich wie diese Kuh am Strand? Eine Mischung aus #tb-Bildern fluten deine sozialen Netzwerke und ungelesene Whatsapp-Gruppennachrichten der eigenen Familie drücken dir aufs Gewissen? Wir sind ganz bei dir. Um dich noch mehr in vorweihnachtliche Grinch-Stimmung zu versetzen, kommen hier 19 wunderbare Situationen, Menschen und andere nervige Dinge, die uns 2019 getrost vom Hals bleiben können.

1. Gute Vorsätze
Fangen wir doch gleich mit dem Wichtigsten an: gute Vorsätze. An sich sind sie ein tolles Konzept, mal wieder selbstreflektierter über sein eigenes Handeln nachzudenken, trotzdem solltest du das nicht nur an einem einzigen Tag im Jahr. Nein, der erste Januar wird sich nicht wie ein Neustart anfühlen, du wirst vermutlich auch keinen neuen Sinn in deinem Leben finden, sondern mit einem ordentlichen Kater im Bett liegen.

2. Zu prokrastinieren, bis einer weint (ja, damit bist du gemeint)
So viel zu tun, so wenig Zeit. Kann passieren, wenn man nach der Arbeit erstmal eine halbe Stunde damit verbringt, jede Instagram-Story anzuschauen, die man in den letzten fünf Minuten zwischen U-Bahn-Station und Zuhause verpasst hat. Wahrscheinlich trägst du dabei auch noch deine Jacke. Pluspunkte gibt es, wenn du es zumindest geschafft hast, deine Schuhe auszuziehen.

3. Den Zwang, ständig etwas auf Instagram posten zu wollen, nur weil es andere auch tun
Dass Instagram alles andere als gut für deine psychische Gesundheit ist, wurde bereits wissenschaftlich bestätigt. Wichtig ist nur, dir dessen bewusst zu sein. Weil jemand gefühlt jedes Wochenende in einem anderen Land dieser Welt herumgeistert oder auf einer abgefahrenen Party die Sau rauslässt, heißt das noch lange nicht, dass das Leben dieser Person jeden Tag so glamourös aussieht. Als kleine Faustregel: Je besser der Abend, desto seltener hängt man bekanntlich am Handy. Just s(l)aying ...

4. Die AfD
Um es kurz, aber prägnant auszudrücken: AfD? Nein, danke!

5. Herumnörgeln, über jede Kleinigkeit
Es gibt Dinge, die lassen sich ändern – mal einfach, mal weniger leicht. Und dann gibt es solche, die nicht in der eigenen Macht stehen. Für alle, die sich unsicher sind, in welche Kategorie ihr Anliegen fällt: im Zweifelsfall einfach gar nicht erst meckern, sondern gleich versuchen, das Problem aus der Welt zu schaffen.

6. Unnötige Software-Updates
Gerade wenn du dich endlich an das neueste Update gewöhnt hast, wirst du mit einem neuen überrascht. Ohne Vorwarnung ... schließlich hast du in weiser Voraussicht alle Notifications dafür ausgeschaltet. Clever.

7. Zu hohe Erwartungen an sich selbst und andere
Um Disappointment Lake, Useless Island und Broken Dreams Dr aus dem Weg zu gehen, solltest du deine Erwartungen herunterschrauben. Versteh' mich nicht falsch, Erwartungen zu haben, ist essentiell, nur zu hoch sollten sie nicht sein, dann wird man bekanntlich auch nicht enttäuscht.

8. Gen Z Yellow
Nach Millennial Pink kam Gen Z Yellow. Mittlerweile wissen wir, dass Menschen gerne allem und jedem Labels aufdrücken, um sie besser einzuordnen. Generationen sind aber keine Nagellackfarbe – und das ist auch gut so.

9. Ghosting
Liebe alle, Ghosting ist kacke. Aber das wussten wir auch schon 2017, als dieses Wort den Höhepunkt seiner Existenz erreichte. Und trotzdem fand das Online-Phänomen seinen Weg zurück ins neue Jahr. Warum? Weil es verdammt einfach ist. Aus den Augen aus dem Sinn. Ungefähr genauso wie dein betrunkenes Ich, das ganze Nachrichtenverläufe löscht und dadurch denkt, sie wären nie passiert. Get sober and stop being a ghost!

10. Die Supermarktkassen-Verschwörung
Gehörst du auch zu der Sorte Mensch, die sich grundsätzlich immer an der falschen Kasse im Supermarkt anstellt? Noch besser wird das Ganze, wenn man – waghalsig wie man sich nun eben fühlt – seine Entscheidung überdenkt und die Schlange wechselt. Wir wissen alle, dass solche spontanen Entscheidungen immer nach hinten losgehen und man am Ende mehr Zeit im Supermarkt verbringt als mit dem eigenen Mitbewohner.

11. Frust-Shopping-Exzesse
Es gibt gute und schlechte Tage. Falls es dich mal wieder erwischen sollte und die Welt gegen dich scheint, greif' nicht sofort zu deinem zusammengekratzten PayPal-Guthaben. Die neueste Sneaker-Collab wird in zwei Wochen wieder von der nächsten abgelöst. Schlaf' lieber eine Nacht über deine überstürzten Einkäufe und heb' dir die Spontaneität lieber für den nächsten Flug mit der Billig-Airline deines Vertrauens auf.

12. Wenn das versprochene Internet nicht funktioniert
Ob Bus, Zug oder deine Alditalk-Internetflatrate. Versprechen sind da, um sie zu halten ... oder so ähnlich.

13. Die eigene Ja-Sager-Mentalität
"Sag Ja zum Leben" hat uns Trainspotting 2 beigebracht. Aber manchmal will man sich lieber im Bett verkriechen und keinen Kaffee mit seiner alten Freundin Susi trinken, die man schon zum zweiten Mal vertröstet hat. Aber weißt du was, Nein zu sagen, ist völlig okay. Keiner nimmt es dir übel, wenn du dich nicht fit fühlst, die Welt heute besonders hasst oder einfach nur fünf Tage Schlaf nachholen willst. Am Ende tust du nicht nur dir selbst einen Gefallen, sondern auch Susi, die die wandelnde Hülle deiner Selbst nicht zu Gesicht bekommen muss.

14. Die Gratis-Mentalität der Kreativindustrie
Wer hat sich eigentlich ausgedacht, dass es okay wäre, kreative Arbeit nicht anständig zu bezahlen? Ja, Budgets sind manchmal knapp und vor allem die Kreativindustrie ist für ihr ausbeuterisches Verhalten bekannt, aber können wir dem bitte ein für allemal ein Ende setzen? Danke.

15. Online-Dating (Überraschung!)
Ich weiß, du bist ein viel beschäftigter Mensch. Du kriegst es nicht mal hin, dir Zeit für dich selbst zu nehmen, wie sollst du dann noch jemanden im echten Leben treffen? Am besten, wenn du offline gehst. Dazu zählen Netflix-Binge-Nächte, aber besonders auch diverses Geswipe auf Dating-Plattformen. Nein, du wirst nicht besser schlafen, wenn du dir das x-te Bild von Männern mit Sonnenbrille anschaust, die mit süßen Hundewelpen für ihr Selfie posieren. Und auch die vielen Dekolletés der weiblichen Komponente wirken nach zehn Minuten ermüdend. Das Leben beginnt bekanntlich außerhalb der eigenen Komfortzone, also raus mit dir in die Welt der Möchtegern-Abenteurer!

16. Menschen, die nach der Bedeutung deiner Tattoos fragen
An dieser Stelle ein Zitat unserer Kindheit aka der Sesamstraße: "Wieso, weshalb, warum? Wer fragt, bleibt dumm."

17. Menschen, die versuchen, auf der Tanzfläche wichtigen Smalltalk zu führen
Und wenn wir wichtig sagen, meinen wir genau das Gegenteil. Hallo Ironie, du Freund und Helfer. Nach dem zweiten Mal nachfragen, geben die meisten auf und drücken die Nicken-Lächeln-Taste. Wir dachten immer, die Tanzfläche sei ein Ort, der dazu einlädt, die Welt um einen herum zu vergessen. Dazu gehört auch Smalltalk.

18. Menschen, die bei Facebook auf "interested" klicken, aber nie erscheinen
Commitment ist eines dieser Wörter, die unsere Generation nicht allzu gerne hört. Lieber alle Optionen offen halten, es könnte schließlich spontan das nächste Weltwunder passieren – da möchte man schließlich nicht fehlen. Die eigene FOMO brüllt deinen Namen lauter, als die Böller an Neujahr knallen.

19. Toxische Menschen
Wir übersehen gerne jede noch so kleine und große Alarmglocke. Absolut jede, wenn wir sie nicht sehen wollen. Dabei hilft weder der gute Rat deiner besten Freundin und auch der deiner Mutter wandert gedanklich schon bei der ersten Silbe in den Papierkorb. Kein Wunder, dass wir uns ständig in denselben toxischen Verhaltensmustern wiederfinden – mit den gleichen toxischen Menschen, die uns dazu überreden. Aber wir wollen die Schuld an dieser Stelle keinesfalls auf andere schieben, denn wie sagt man so schön: Du allein bist für dein Glück verantwortlich.

In diesem Sinne: Happy fake New Beginnings!