Berlin Atonal, Straight up

Fünf Tage lang wurden das Kraftwerk, der Tresor und das Ohm zu einem Ort für experimentelle Live-Musik, Kunstinstallationen und DJ Sets. Wir waren vor Ort und haben den Besuchern ein paar Fragen gestellt.

von i-D Staff; aufgeschrieben von Juule Kay
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Aug. 29 2016, 10:55am

Sayaka, 29

Woher kommst du?
Aus Japan.

Was machst du?
Ich mache Musik und spiele Geige. Ich lege heute auf.

Was macht das Atonal so besonders?
Die Atmosphäre und das Gefühl von Freiheit.

Auf welchen Act freust du dich am meisten?
Auf Conrad Schnitzler.

Was hast du dir gedacht, als du das erste Mal durchs Kraftwerk gelaufen bist?
Ich war einfach nur überrascht. In Japan gibt es keinen Veranstaltungsort, den man mit dem Kraftwerk vergleichen könnte.

Beim Atonal geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Installationen und Live Visuals. Wenn du im Leben zwei Dinge kombinieren könntest, welche wären das?
Musik und Kochen.

Wenn du der Welt eine Frage stellen könntest, welche wäre das?
Wann wird es wieder Frieden geben?

Ohne Musik wäre das Leben …
tot.

groupa.bandcamp.com

Mikka, 27 & Joachim, 23

Woher kommt ihr?
Kopenhagen.

Was macht ihr?
M: Ich studiere Kunst an der UdK.
J: Ich habe gerade begonnen, Gesellschaftswissenschaften zu studieren.

Was macht das Atonal so besonders?
M: Eindeutig die Location, das Kraftwerk. Es ist aber auch schön, einfach mal ein bisschen andere Musik zu hören als immer nur Techno. Außerdem spielt heute ein Freund von uns, Croatian Amor, mit dem wir gemeinsam performen.
J: Ja, das Gebäude und die Industrial Musik.

Auf welchen Act freust du dich am meisten?
J: Silent Servant war super und ich freue mich natürlich auf unseren Freund Croatian Amor, mit dem wir heute performen.

Was hast du dir gedacht, als du das erste Mal durchs Kraftwerk gelaufen bist?
M: Ich habe mich so winzig gefühlt.
J: Dass es ein tolles Gebäude ist.

Beim Atonal geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Installationen und Live Visuals. Wenn du im Leben zwei Dinge kombinieren könntest, welche wären das?
M: Ich finde, dass diese zwei Sachen schon eine wirklich gute Kombination sind.

Wenn du der Welt eine Frage stellen könntest, welche wäre das?
M: Wann wirst du zu Ende gehen?
J: Wann wird es endlich besser?

Ohne Musik wäre das Leben ...
langweilig.

@tony_twister & @joachim_paisby

Liza, 22

Woher kommst du?
Aus Moskau.

Was machst du?
Ich bin Künstlerin.

Was macht das Atonal so besonders für dich?
Die Musik hier bringt Menschen zusammen, die an Kunst und Wissenschaft interessiert sind. Es ist neue, experimentelle Musik, Post-Trance-Musik—eine neue neue Art zu Denken unserer Generation.

Auf welchen Act freust du dich am meisten?
Roly Porter am Donnerstag. Ich mag ihn wirklich sehr.

Beim Atonal geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Installationen und Live Visuals. Wenn du im Leben zwei Dinge kombinieren könntest, welche wären das?
Wissenschaft und visuelle Gefühle.

Ohne Musik wäre das Leben …
wie Nachrichten im Fernsehen.

Tommi, 27

Woher kommst du?
Aus Tokio.

Was machst du?
Ich mache Musik, performe und manchmal bin ich auch DJ.

Was macht das Atonal so besonders?
Es ist mein erstes Mal hier, aber ich habe nur Gutes darüber gehört, deswegen wollte ich unbedingt herkommen. Es ist toll, ein Teil davon zu sein.

Auf welchen Musik-Act freust du dich am meisten?
Pan Daijing.

Beim Atonal geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Installationen und Live Visuals. Wenn du im Leben zwei Dinge kombinieren könntest, welche wären das?
Architektur und Musik.

Wenn du der Welt eine Frage stellen könntest, welche wäre das?
Warum hat jeder so langweilige Frisuren?

Ohne Musik …
wäre ich nicht hier.

groupa.bandcamp.com

Max, 29

Woher kommst du?
Aus Paris.

Was machst du?
Ich habe ein Café namens Cream in Paris und produziere Musik.

Was macht das Atonal so besonders?
Die Musiker hier sind alle aus einem bestimmten Grund hier. Nicht einfach nur, weil sie gebucht wurden, sondern weil sie etwas ganz Besonderes zeigen und beweisen wollen. Es ist so viel persönlicher, man fühlt die Verbindung zwischen den Musikern und dem Publikum.

Auf welchen Act freust du dich am meisten?
Ich bin eigentlich hergekommen, um meinen Freund December spielen zu sehen. Auf DVA Damas habe ich mich auch sehr gefreut. Viel erwarte ich mir viel von Ron Morelli und Death in Vegas.

Was hast du dir gedacht, als du das erste Mal durchs Kraftwerk gelaufen bist?
Ich habe mich wirklich klein gefühlt.

Beim Atonal geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Installationen und Live Visuals. Wenn du im Leben zwei Dinge kombinieren könntest, welche wären das?
Liebe und Party.

Wenn du der Welt eine Frage stellen könntest, welche wäre das?
Warum haben wir nicht genug Zeit, um uns mehr zu amüsieren?

Ohne Musik wäre das Leben …
kein Leben.

collectif.planete.sauvage

Alex, 29

Woher kommst du?
Aus der Ukraine.

Was machst du?
Ich bin Grafikdesigner und habe meine eigene Agentur.

Was macht das Atonal so besonders für dich?
Die Musik und Atmosphäre.

Auf welchen Act freust du dich am meisten?
Auf alles, du musst es einfach selbst erleben. Zu Hause höre ich nie so eine Art von Musik, aber mit dieser Atmosphäre hier ist es wirklich gut.

Was hast du dir gedacht, als du das erste Mal durchs Kraftwerk gelaufen bist?
Es ist so riesig. Ich mag das sehr. Ich war aber schon in ähnlichen Gebäuden.

Beim Atonal geht es nicht nur um Musik, sondern auch um Installationen und Live Visuals. Wenn du im Leben zwei Dinge kombinieren könntest, welche wären das?
Logik und Inspiration.

Wenn du der Welt eine Frage stellen könntest, welche wäre das?
Warum?

Ohne Musik wäre das Leben …
leer.

Hier kannst du den Mix, den Jonas Kopp im Zuge des Atonals für uns zusammengestellt hat, nachhören.

berlin-atonal.com

Credits


Interviews: Juule Kay
Fotos: Tereza Mundilová