ck2-werbung könnte gegen das anti-propaganda-gesetz in russland verstoßen

Mit der neuen CK2-Kampagne feiert Calvin Klein Liebe, egal zwischen wem. Das ist einigen Konservativen in Russland nun anscheinend zu viel. Die Werbung wird gerade vor Gericht aufgrund von angeblicher „Homo-Propaganda“ geprüft.

von Alexandra Bondi de Antoni
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15 März 2016, 9:25am

CK2 ist das neue Unisex-Parfüm von Calvin Klein. Die Kampagne wurde von von niemandem Geringeren als Ryan McGinley fotografiert. Das dazugehörige Video zeigt verliebte Pärchen beim Spaßhaben und Rummachen. Junge Liebe wird gefeiert, weil es nichts Schöneres gibt, als frisch verknallt zu sein und die Zeit um sich herum zu vergessen. 

Das sollte man jedenfalls denken. Nun fällt aber ein Schatten auf die heile, verliebte Welt. Das Parfüm ist seit Kurzem in Russland erhältlich und sorgt dort für Aufruhe. Die Werbung soll gegen das Anti-Propaganda-Gesetz verstoßen. 2013 führte Russland dieses Gesetz ein, das „Propaganda für nicht-traditionelle, sexuelle Beziehungen verbietet". Es trat nach regionalen Verboten, die die angebliche „homosexuelle, lesbische, bisexuelle und transgender Propaganda gegenüber Minderjährigen" verbietet, in Kraft. 

Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, was gleichgeschlechtliche Liebe im Jahr 2016 noch für Aufruhe erzeugen kann. Die russischen Behörden prüfen den Fall. Wir halten dich auf dem Laufenden. 

Letztes Jahr reiste Wolfgang Tillmans nach Russland, um in St. Petersburg Mitglieder der russischen LGBT-Community zu treffen. Die Fotos und Interviews findest du hier.

#the2ofus

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Text: Alexandra Bondi de Antoni

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