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videopremiere: ant antic, 4Pole

Wohlig melancholisch entführen uns Ant Antic und Felix Aarons Aufnahmen in eine Nacht, in der wir uns gemeinsam allein fühlen können.

von Joely Ketterer
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20 Juni 2017, 9:30am

Louisa Stickelbruck

Ant Antic sind Tobias Koett aus Berlin und Marco Kleebauer aus Wien. 2015 veröffentlichten die beiden ihre erste EP Blood Sugar. Seitdem sind die österreichischen Produzenten hörbar souveräner geworden und haben ihren Sound, eine Mischung aus Elektro und modernem R&B, etwas reduziert. Das Ergebnis ihrer musikalischen Entwicklung ist ihr Debüt-Album Wealth, — erschienen am 9. Juni — das uns schon wohlig melancholisch und dabei seltsam schwerelos, gleichermaßen zum Tanzen und zum Träumen anregt. Dank der transparenten Instrumentierung und dem analogen Sounddesign des Duos bleibt in ihren Tracks viel Spielraum für intensiven Gesang. 

Einem der Songs hat sich nun der Videokünstler Felix Aaron angenommen: "4Pole", in dem es darum geht, dass wir uns nicht nur alleine auf unserem Badezimmerboden einsam fühlen können. Manchmal passiert das auch im Club oder nachts in der U-Bahn unterwegs mit Freunden. Einsamkeit hat eben nicht unbedingt etwas damit zu tun, allein zu sein. Dieses universelle Gefühl, wenn jemand oder etwas gegangen ist, wollte der Regisseur durch Bilder greifbar machen. 

"Obwohl es keine eindeutige Geschichte gibt, illustrieren die verschiedenen Handlungsstränge die unterschiedlichen Emotionen der vereinzelten Protagonisten, die mit der gleichen Empfindung kämpfen. Eine Generation, die sich nach Liebe sehnt, kehrt sich zu ihrem Gegenteil", sagt Felix über seine sein Video, das wir dir heute präsentieren dürfen: 

Credits


Text: Joely Ketterer
Foto: Louisa Stickelbruck