warum klavierspielen alles andere als altbacken ist

Einige der schönsten Musikstücke sind am Klavier entstanden. Von den virtuosen Kompositionen vergangener Tage bis zu den Popsongs, die uns durch den Freitagnachmittag tragen — ohne das Klavier würde es sie nicht geben. Zur Feier dieses einzigartigen...

von Alexandra Bondi de Antoni
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24 März 2017, 1:09pm

„Ich kann nur als Komponist sprechen. Aber für mich bedeutet das Klavier, die Freiheit zu haben, tief in musikalische Strukturen, in Melodien und Rhythmen vorzudringen. Die Art und Weise, wie das Klavier funktioniert, ist so visuell und besitzt so viel Klarheit. Das fühle ich in der Klaviermusik, die ich schreibe und höre." - Ólafur Arnalds

„Als ich mit dem Songwriting angefangen habe, hat das Klavier eine wichtige Rolle beim Zugang zu meiner Kreativität gespielt. Es ist ein Symbol für meine ästhetische Wahrnehmung der Musik. Besonders die Leichtigkeit der softeren Töne harmoniert sehr gut mit meiner Musik. Schon ein paar Tastendrücke können so viel ausdrücken, das können nicht viele Instrumente. In vielen meiner Songs benutze ich das Klavier und in einigen ist es sogar das Schlüsselinstrument." - Christian Löffler

„Schon sehr früh hat mir das Klavier etwas bedeutet. Es gab auf der Straße, in der ich in Mailand aufgewachsen bin, einen Vintage-Musikladen. Meine Mutter ist oft mit mir dort hingegangen, ich konnte noch nicht laufen, und wir haben die ganze Zeit zwischen den alten Klavieren und Cembalos verbracht, und wundervolle Musik gehört. Zum ersten Mal habe ich meine Finger auf die Tastatur gelegt. Das war magisch, so hat alles angefangen." - Federico Albanese

„Wenn ich ans Klavier denke, denke ich an keinen besonderen Sound. Das liegt vielleicht daran, dass ich so sehr gewöhnt bin daran, wie die schwarzen und weißen Tasten unter meinen Händen klingen. Die Tasten bilden für mich aber nur das Gerüst, auf dem ich konstruieren, theoretisieren, philosophieren, meditieren, ausflippen und so ziemlich alles ausdrücken kann." - John Kameel Farah (Foto: Leonie Hochrein)

„Klavierspielen hat für mich etwas Reinigendes. Nur wenige Instrumente verfügen über so einen breiten Tonumfang und Lautstärkenunterschied, um die musikalischen Ideen umzusetzen. In den Fingerspitzen liegt so viel Macht sowie unzählige tonliche Möglichkeiten, besonders, wenn man anfängt, das Instrument zu erkunden und das Innere, die Saiten und den Rahmen sowie zusätzliche Geräte und Objekte zu benutzen. Das hat schon einen Grund, warum es als Soloinstrument so beliebt ist. Der Performer hat damit die Möglichkeit, echte Tiefe und eine Vielfalt an Klängen, Strukturen und des Ausdrucks zu erzeugen." - Poppy Ackroyd

„Warum braucht die Welt einen Piano Day? Aus ganz vielen Gründen. Aber vor allem, dass es nichts schadet, das Klavier zu zelebrieren und alles, das damit verbunden ist: die Spieler, die Komponisten, die Klavierbauer, Stimmer, Transporteure und am wichtigsten: die Zuschauer."- Nils Frahm (Foto: Claudia Gödke)

pianoday.org

Der Pianoday findet am 29. März weltweit statt. Genaue Informationen zum Event in Berlin findest du hier, zu allen anderen hier

Credits


Fotos: über Piano Day, wenn nicht anders vermerkt

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