A – Z … Daten als Millennial

Wir haben uns mal ein paar Gedanken darüber gemacht, was der Generation Z beim Dating wichtig ist. Von A wie Asexual bis Z wie Generation Z.

von i-D Staff
|
30 August 2016, 7:40am

A wie Asexualität
Breaking News: Asexuelle Menschen wollen auch daten! Es gibt so viele unterschiedliche Arten von Asexualität, wie es asexuelle Menschen gibt. Stell dir Asexualität als Spektrum vor und nicht als in Stein gemeißelte sexuelle Orientierung. Leute, die sich als grau-asexuell identifizieren, sehen sich irgendwo im Spektrum zwischen Asexualität und Sexualität.


Auch auf i-D: Ein Kurzfilm von Petra Collins mit Barbie Ferreira


B wie Blau ist eine warme Farbe
Für uns ist es der beste Liebesfilm des Jahrzehnts. Blau ist eine warme Farbe ist ein Filmporträt über zwei Frauen, die sich verlieben und zeichnet ein intimes Porträt einer lesbischen Beziehung so wie es kein Film zuvor getan hat. Die Hauptdarstellerin Adèle Exarchopoulos sagt uns: "Ich bin sehr berührt, wenn Leute auf der Straße zu mir kommen und mir für den Film danken. Für mich steht der Film für Freiheit."

C wie Consent
Cosent, auf Deutsch: Zustimmung oder auch Einverständnis. Ohne das läuft beim Daten gar nichts, Kapische? Freiwilligkeit ist der Grundpfeiler bei allem Romantischen. Und es ist so einfach, ohne dass die Stimmung ruiniert wird. Frage vorher einfach: "Darf ich dich küssen?" oder auch "Magst du das?". Wir wollen nicht wie Oberlehrer auftreten, aber "Vielleicht später" und "Ich weiß nicht" heißen auch Nein.

D wie DM (Direct Messaging)
Instagram und Twitter DMs sind für zwei Dinge gut: um deinen Freunden gute Fotos zu schicken und deinem Internet-Crush zu schreiben.

Foto: Imogen Wilson

E wie Ehe
Trotz der unzähligen Formen, eine Beziehung im 21. Jahrhundert zu führen, gibt es immer noch Leute, die mit einer Person alt werden wollen. Es gibt viele junge Pärchen, die einen Ring am Finger tragen. Zum Beispiel das Power Couple Chloe Nour und ihr Ehemann James Freeman oder die Fotografin Elizabeth De La Peidra und ihr Ehemann Schrägstrich Produzent Josh Young.

F wie Femme
Leute, die sich als Femme identifizieren, haben es schwer beim Daten. Femme-Girls, die auf Girls stehen, werden oft für hetero gehalten, einfach weil sie nicht aussehen, wie Lesben angeblich auszusehen haben. Die queere Community ignoriert sie und die Hetero-Boys belästigen sie: Es ist der reinste Dating-Albtraum. Doch bei Femme geht es nicht um Frausein, auch Leute, die sich der Zweigeschlechtlichkeit widersetzen, können Femme sein.

Foto: Freja Esders

G wie Grindr
Was Heteros erst seit kurzer Zeit nutzen, haben Schwule schon vor Jahren entdeckt. Grindr war die erste Dating-App, die Geolocation eingesetzt hat. So weiß man praktischerweise immer gleich, wer in der Nähe und auf der Suche nach Fun ist. Heutzutage hat sich das Format im Mainstream durchgesetzt, aber 2010 sorgte das Konzept bei Leuten außerhalb der LGBT-Community noch für Erstaunen. Der Guardian fragte sich ernsthaft, ob es auch bei Heteros funktionieren könnte. Das kann es offensichtlich. Doch dazu später unter T mehr. Grindr hat für unsere erste sexuelle Revolution mit Hilfe des Smartphones gesorgt.

H wie HIV
Zum Glück entwickeln immer weniger Leute mit einer HIV-Infektion AIDS, doch die HIV-Diagnosen steigen wieder, und das Stigma, das HIV umgibt, ist allgegenwärtig. Mykki Blanco hat sich vor noch gar nicht so langer Zeit als HIV-positiv geoutet. Eine neue Welle von zeitgenössischen Künstlern setzt sich mit dem Thema auseinander. Viele denken, dass HIV der Vergangenheit angehört, doch wenn du mit einer Person schläfst, gehört das Thema der sexuell übertragbaren Krankheiten auf die Tagesordnung, auch wenn du das auch ganz einfach vermeiden könntest. (So wie Rae Sremm es mit dem Song "Safe Sex, pay check" auf den Punkt gebracht hat.)

I wie Instagram @-Pärchen
Das, was die It-Pärchen in der Offline-Welt sind, sind die @-Pärchen in der Online-Welt. Du weißt schon: Schöne Menschen, die ständig im jeweiligen Feed des Partners auftauchen und schöne Dinge tun. Charlie Barker und Rebecca Fox oder Joana Kutcha und Joe Fathy sind die besten Beispiele dafür. Diese Pärchen sind ein typisches Millennial-Phänomen, und wir lieben es. Wenn es um Social Media und deine Beziehung geht, gibt es keine Patentrezepte. Du kannst dein Profil in einen Schrein für deine bessere Hälfte verwandeln oder überhaupt nicht über die Beziehung posten. Wie so oft gilt: Alles geht, nichts muss.

Foto: Imogen Wilson

J wie Justin Bieber
Erinnerst du dich noch an deinen ersten Celebrity Crush? Wenn es nicht Justin war, vielleicht war es Gordo aus Lizzie McGuire? Oder Carmen aus Spy Kids oder einer der Hanson-Brüder? Der Popstar, den du zuerst geliebt hast, wird immer einen besonderen Platz in deinem Herzen einnehmen. Falls Justin Bieber es damals nicht geschafft hat, dein Herz zum Rasen zu bringen, tut er das vielleicht heute.

K wie Küssen
Egal welcher Generation du angehörst: einige Dinge sind immer besonders.

L wie (Erste) Liebe
Siehe Buchstabe K. Manche Dinge ändern sich nie. Und noch was: Wir sind jung, aber nicht dumm. Die erste Liebe ist wichtig, weil sie nun mal wichtig ist. Und sich verlieben, wenn man jung ist, bedeutet immer noch was.

Foto: Charlie White

M wie Moneten
Die Rechnung zu bezahlen, ist längst nicht mehr nur die Aufgabe der Männer – und war es auch nie. Die Kids laden sich heutzutage gegenseitig ein, aber habe nie das Gefühl, dass du jemanden einladen musst.

O wie Orgasmus
Essentiell. Nicki Minaj sagte Cosmopolitan: "Ich verlange einfach den Höhepunkt. Ich finde, dass sollte jede Frau einfordern." Sie hat so Recht.

N wie Nackt
Mache jeden Tag ein Nacktbild von dir. Wenn du ein Smartphone hast, dann hast du keine Ausrede, es nicht zu tun. Du musst die Fotos keiner anderen Person schicken. Sie sollen dich einfach daran erinnern, wie hot du bist. Oder schicke es deinen Freundinnen und lass sie an deiner Schönheit teilhaben.

Foto: Chloe Nour

P wie Polygamie
Monogamie ist nicht tot: Es gibt immer noch viele Millennials, die monogam leben wollen. Aber trotzdem kann man in tausenden Studien nachlesen, dass immer mehr Leute polygam leben. Warum auch nicht. Es gibt viele Arten, polygam zu leben. Was sie alle gemeinsam haben: Es geht nicht nur um Sex. Bei der Polygamie geht es darum, gleichzeitig mehr als eine romantische Beziehung zu führen. Für einige bedeutet das, einen primären Partner und daneben noch mehrere sekundäre Partner zu haben. Oder man lebt in einer Dreiecksbeziehung oder, oder, oder ...

Q wie Queer
Im Datingpool der Gen Z gibt es viele queere Kids. Das Wort entzieht sich einer einheitlichen Definition, weil es für jede und jeden etwas Anderes bedeutet. Das Wort ist mehr als eine sexuelle Orientierung, es ist eine Identität für sich. Es kann dafür stehen, auf wen du stehst, aber es kann genauso gut nur dafür stehen, wer du bist: Dass du nicht in die gängigen Geschlechterschubladen passt. Liebesgeschichte brauchen heutzutage nicht mehr das gegenderte "Junge trifft Mädchen"-Klischee.

R wie Romantik
Wenn wir eins nicht mehr hören können, dann das Gen Z nicht mehr romantisch ist, weil sie Snapchat benutzt oder sich drei Leute gleichzeitig gegenseitig daten. Wir sorgen für mehr Liebe auf der Welt. Wir würden sogar so weit gehen und sagen, dass romantische Gesten durch das Internet noch besser geworden sind: Du kannst einer Person im Ausland Blumen schicken und über Skype jemanden in den Schlaf singen.

Foto: Chloe Nour

S wie Sternzeichen
Astrologie erlebt gerade ein Revival. Es ist nicht länger deiner Tante vorbehalten, bei der alle das Gefühl haben, dass sie eine Schraube locker hat, sich dafür zu interessieren. Es soll Leute geben, die Leute nicht daten, weil deren Sternzeichen nicht mit ihrem eigenen kompatibel ist. Zwei beste Freunde haben sogar eine Astrologie-Dating-App entwickelt. Damit findest du immer das richtige Sternzeichen für dich.

T wie Tinder
Tinder muss einfach auf dieser Liste dabei sein. Ein Must-have der Millennials, und nicht nur wegen dem Sex. Leute haben ihre Ehepartner durch die App gefunden. Sich noch über Tinder lustig zu machen, ist so Klischee. Genauso wie sich über die Kardashians lustig zu machen – es ist einfach langweilig. Beides sind kulturelle Phänomene, mit denen sich viele Leute ironiefrei beschäftigen. Ein wichtiger Punkt, den sich manche öfter mal ins Gedächtnis rufen sollten.

U wie "Umbrella"
Wenn Blau ist eine warme Farbe der Film der Gen Z ist, dann ist Rihannas "Umbrella" der erste Song in der <3-Playlist der Gen Z. Auf dem Mixtape sind außerdem noch "All The Things She Said" von t.A.T.u, "If I Were a Boy" und "Someone Like You". Würdest du auf einer Party eher zum Soundtrack von den Artic Monkeys oder The XX knutschen? In allen Fällen gilt: When the sun shines, we'll shine together.

Foto: Charlie White

V wie Vibratoren
Das Thema ist längst kein Tabu mehr. Leute unterhalten sich im Small Talk über ihren neuesten Vibrator.

W wie World Wide Web
Fürs Dating heutzutage einfach unerlässlich. Auf Tinder sind immer mehr Creeps unterwegs, da wenden wir uns gerne anderen Plattformen zu. Beim Online-Dating wie beim Kennenlernen gilt: siehe Anmerkungen unter dem Buchstaben C.

X wie XOXO
Beliebte Abschlussformel in Briefen, pardon E-Mails, Whatsapp-Nachrichten, iMessages. Es sei denn du stehst mehr auf Bussi, LG oder Liebst. E-Mails und Nachrichten sind ein wichtiger Teil moderner Beziehungen geworden, weil sie Teil des modernen Lebens sind. Streitereien, Intimes und alles dazwischen werden heute im Chat erledigt. Und natürlich: Sexting darf auch nicht vergessen werden. Sexting your pain away.

Y wie YouPorn
Ja, Leute schauen sich Pornos an. Sogar zu zweit. Und dass Feminismus und Pornos Hand in Hand gehen können, beweist die Filmemacherin Erika Lust immer wieder aufs Neue.

Z wie Z
Weder du noch ich wissen wirklich, wie Dating funktioniert. Genauso wie die Generation Z. Keiner. Das Kennenlernen ist immer voller Risiken und Tücken, aber meistens macht es unheimlich viel Spaß.

Tagged:
generation z
millenials
A-Z
Liebe
Daten
Kultur
Gen Z
imogen wilson
a-z of
charlie white
chloe nour
freja esders
generation uz
james freeman