wir stellen euch das team hinter der kollab zwischen nikelab und acronym vor

Die talentierte Jungfotografin Olivia Rose den Launch der neuesten Kollab zwischen Acronym und NikeLab zum Anlass genommen, um für uns Errolson Hughs Crew abzulichten.

von i-D | Anzeige
|
08 Februar 2017, 1:20pm

Errolson Hugh ist kein Modedesigner — jedenfalls nicht im traditionellen Sinn. Der Mann hinter dem in Berlin ansässigen Kultlabel Acronym geht bei seinen Designs eher wie ein Künstler, Ingenieur und Erfinder vor und berücksichtigt dabei die Art und Weise, wie wir uns durch die Welt bewegen und wie Technologie und die Umwelt uns heutzutage beeinflussen. Aus Anlass des Launchs von NIKELAB AF1 DOWNTOWN X ACRONYM® — der neuesten Kollaboration von Acronym mit NikeLab, eine visionäre Neuinterpretation des Klassikers Air Force 1, die nützliche Features mit innovativen Materialien verbindet —, hat die talentierte Jungfotografin Olivia Rose seine Crew und ihn für uns in Szene gesetzt. Das sind die Leute, die ihn inspirieren und ihm neue Impulse geben. Sein Tribe ist entscheidend bei allem, was er macht. Er zieht gleichgesinnte Kreative wie einen Magnet an, weil er ihnen genauso viel gibt, wie sie ihm geben. Das ist eine Symbiose, durch die echte Innovationen entstehen.

Errolson Hugh

„Das Coole an dem Team ist, dass jeder eine eigenständige kreative Person ist. Wenn wir dann alle zusammenarbeiten, entstehen neue und unerwartete Dinge."

Wie heißt du?
William Gibson.

Wie alt bist du?
68.

Wo lebst du?
Vancouver, Kanada.

Was machst du?
Ich schreibe Romane und bin der Namensgeber der Kollektion Buzz Rickson x William Gibson.

Wie hast du Errolson getroffen?
Wir haben uns 2008 getroffen, als Arc'terys das Veilance Label gestartet hat. Jemand hat mir damals von diesem Typen aus Berlin erzählt. Der wäre das Genie hinter der hyperfunktionalen, aber coolen Urban Menswear. Ich habe danach auf eBay ein Hardshell von Acronym von jemanden aus Italien gekauft. Nachdem ich Teil in den Händen gehalten habe, habe gesehen, dass es stimmt. Er ist dann tatsächlich hier aufgetaucht und wir haben uns dann endlich kennengelernt.

Was gefällt dir am besten an ihm?
Das sind so viele Dinge! Seinen Humor, einfach alles, was ihn als Designer auszeichnet. Dazu gehört auch die seltene Gabe, dass er weiß, wenn ein Produkt genug designt wurde. Außerdem auch seine ungeheure Disziplin und dass er andere nicht dissen muss. Er gehört zu den Menschen in der Modeindustrie, die nicht zickig sind. Das, was er entwirft, hat noch keinen Namen. Vielleicht Wearable Architecture?

Wo und wann hast du deine Leute gefunden, mit denen du dich kreativ verbunden fühlst?
Das waren anfangs die Science-Fiction-Fans aus den frühen 60ern. Danach, in den späten 60ern, waren es die Leute, denen Musik auch so viel bedeutet hat wie mir. So wichtig wie die eigene subkulturelle Identität ist, ist es auch wichtig, sich die guten Sachen zu behalten und sich dann weiterzuentwickeln.

Warum ist es wichtig, dass man seinen Tribe findet?
Ansonsten ist das Risiko, an Einsamkeit zu sterben, hoch! Aber im Ernst: Ich denke, dass wir damit nur über einen Aspekt der Traumzeit industriellen und postindustriellen Zivilisation sprechen.

Warum ist es heute wichtiger denn je sich zusammenzuschließen?
Weil wir dieses Jahr mit der Wiedergeburt des Faschismus konfrontiert sind. Das ist kein politisches System, sondern eine Form der Kriminalität, die politisch legitimiert wird. Der Faschismus ist global, also vereinigt euch.

Beende folgenden Satz: Familie ist …
Das, was du daraus machst, und wo du sie findest.

Wie heißt du?
Ümit Esbulan.

Wie alt bist du?
30.

Wo lebst du?
In Berlin Kreuzberg.

Was machst du?
Ich bin Designer bei Acronym.

Wie hast du Errolson getroffen?
Ich habe ihn einfach angerufen und gefragt, ob ich für ihn arbeiten kann.

Was gefällt dir am besten an ihm?
Sein Designansatz. Ich habe so viel gelernt, seitdem ich hier arbeite. Das ist das ganze Gegenteil von dem, was ich in an der Uni gelernt habe. Ich war gezwungen, meinen ganzen Designprozess zu überdenken.

Wo und wann hast du deine Leute gefunden, mit denen du dich kreativ verbunden fühlst?
Die meisten habe ich während des Studiums in Antwerpen an der Uni kennengelernt.

Warum ist es wichtig, dass man seinen Tribe findet?
Die Leute haben mir geholfen, die Uni zu überleben. Außerdem hatte ich Spaß, während wir an Projekten gearbeitet haben. Das gefällt mir auch am besten daran: Wie man sich gegenseitig ergänzt, jeder sieht die Dinge anders.

Warum ist es heute wichtiger denn je sich zusammenzuschließen?
Ich weiß nicht, warum es dieses Jahr wichtiger als sonst ist. Aber mit allem, was gerade auf der Welt passiert: Ein paar Gruppenfotos wegen eines Schuhs zu machen, schadet sicher nicht.

Beende folgenden Satz: Familie ist …
Türkisch.

Wie heißt du?
Ian Wang.

Wie alt bist du?
22.

Wo lebst du?
Berlin.

Was machst du?
Ich bin der Grafikdesigner bei Acronym. Wenn ich Zeit habe, unterstütze ich den Designprozess, mache auch Audiosachen und manage unseren Onlineshop.

Wie hast du Errolson getroffen?
Ich habe Errolson mit 16 auf Twitter angeschrieben und gefragt, ob ich Praktikant werden kann. Natürlich haben sie mich damals nicht gebraucht. Ich wusste nicht mal, wo die ihr Büro haben. Nachdem ich meinen Schulabschluss hatte, habe ich ihm geschrieben, dass ich auf dem Weg nach Berlin bin. Wir haben uns getroffen und aus irgendeinem Grund, durfte ich bleiben.

Was gefällt dir am besten an ihm?
Seine kompromisslose Neugier, seine Disziplin, sein Mitdenken und seine Hingabe an sein Handwerk. Er hat ein gutes Verständnis davon, was es braucht, um tolle Arbeit zu leisten, und er überwindet kulturelle, disziplinäre und zeitliche Unterschiede. Ich schätze an ihm, dass er einen jungen Mann eine Chance gegeben hat, auch wenn der auf dem Papier nicht die Fähigkeiten hatte. Und natürlich, dass Errolson ein bodenständiger und guter Mensch ist.

Wo und wann hast du deine Leute gefunden, mit denen du dich kreativ verbunden fühlst?
Als ich Anfang 2014 bei Acronym in Berlin angefangen habe.

Warum ist es wichtig, dass man seinen Tribe findet?
Der Tribe ist der soziale Rahmen, in dem man sein kann und so leben kann, wie man ist. Ein Tribe hat bestimmte Grundwerte und der Einzelne kann Teil des Netzwerks werden, damit interagieren und letztlich wachsen.

Warum ist es heute wichtiger denn je sich zusammenzuschließen?
Es war immer wichtig, sich zusammenzuschließen. Wir befinden uns gerade an einem wichtigen Punkt. Wir haben die Technologie, um jeden Aspekt der Zivilisation radikal zu ändern. Es ist wichtig, dass wir mal einen großen Schritt zur Seite machen und uns überlegen: Was bedeutet es heutzutage eigentlich, am Leben zu sein?

Wie heißt du?
Johanna Schneider.

Wo lebst du?
Portland, Oregon.

Was machst du?
Ich bin Senior Design Director bei Nike Women's Sportswear.

Wie hast du Errolson getroffen?
Wir haben uns 2001 auf der ISPO Messe in München getroffen. Wir waren zwei Fremde, die sich gefunden haben, weil sie genug vom Lärm und der Ski- und Snowboardausrüstung hatten. Nach einer lustigen Autofahrt in seinem Subaru Impreza WRX durch die verschneiten Münchener Straßen haben wir sein tolles Acronym Studio besucht. Damals noch am Schloss Nymphenburg Park. Diese Erfahrungen haben meinen persönlichen Blick und meine Karriere immens beeinflusst.

Was gefällt dir am besten an ihm?
Seine Vision, intelligente, unschlagbare und ausdauernde Art, Produkte zu entwerfen. Seine Ehrlichkeit, seine Großzügigkeit und das Vertrauen, das er den Menschen entgegenbringt, die er respektiert und liebt. Er verfügt einfach über die Fähigkeit, eine glasklare Richtung vorzugeben, aber trotzdem offen und neugierig gegenüber anderen Perspektiven zu sein. Das merkt man auch seinem Produktdesign an, eine Kombination aus einzigartiger Perfektion und Magie.

Wo und wann hast du deine Leute gefunden, mit denen du dich kreativ verbunden fühlst?
Der Acronym-Tribe ist eine Crew aus gleichgesinnten und kreativen Menschen, die sie sich durch Zufall gefunden haben. Wie in einer guten Liebesgeschichte.

Warum ist es wichtig, dass man seinen Tribe findet?
Die Suche nach einem Tribe, dem man vertraut, fängt bei einem selbst an. Solange man sich selbst vertraut und selbstbewusst ist, findet man Menschen, die die gleiche Vision oder Leidenschaft teilen, egal wie das Medium konkret aussieht. Es ist ein Zeichen von Empowerment, Vertrauen und Authentizität.

Warum ist es heute wichtiger denn je sich zusammenzuschließen?
In Zeiten wie diesen sind Verbundenheit, Bekanntes, zwischenmenschliche Beziehungen und Vertrauen wichtiger denn je. Man sollte nie die Macht seines unmittelbaren Netzwerks unterschätzen. Man sollte jeder Situation respektvoll, behutsam und mit verantwortungsbewusst begegnen.

Beende folgenden Satz: Familie ist …
Eine Umgebung, in der alles möglich ist. Man zeigt sein ganzes Potenzial und teilt Momente voller Freude, Stolz mit ihr und man unterstützt sich in Momenten, in denen es nicht so gut läuft.

Wie heißt du?
Melody Yoko Reilly.

Wie alt bist du?
28.

Wo lebst du?
Tokio, Berlin, Hawaii.

Was machst du?
Ich folge meinem Herzen.

Wie hast du Errolson getroffen?
Wir haben uns auf der Party von unserer gemeinsamen Freundin Mai in Tokio getroffen und zusammen getanzt, als sie aufgelegt hat.

Was gefällt dir am besten an ihm?
Wo soll ich da anfangen? Ich bin ein Fan von Errolson, seit unserer ersten Begegnung. Er gehört zu den talentiertesten, kreativsten, lustigsten, schrägsten, leidenschaftlichste, authentischsten, selbstloseste, nicht zu vergessen sexysten Menschen, die ich kenne. Sein Wissen über kinetisches Design und sein Verständnis für die Gegenwart machen ihn zu einem führenden Vertreter des Neo-Futurismus. Aber am meisten bewundere ich an ihm den Teil, den nicht immer so öffentlich macht: sein großes Herz.

Wo und wann hast du deine Leute gefunden, mit denen du dich kreativ verbunden fühlst?
Das ist meistens immer ein organischer Prozess, der immer noch anhält. Ich finde sie auf der ganzen Welt und wir finden eine gemeinsame Ebene.

Warum ist es wichtig, dass man seinen Tribe findet?
Damit man sich selbst und die Welt um einen herum besser versteht. Die Menschen, die einem an nächsten stehen, sind nur eine Widerspiegelung dessen, was man bereits in sich trägt. Sie sind das Licht und der Schatten, die bereits existieren. Mein Tribe hat mich inspiriert, angespornt und mir dabei geholfen, zu der Person zu werden, die ich immer war. Mein Tribe ist meine seelenverwandte Familie. Ich bin sehr dankbar, dass sie es sie in meinem Leben gibt.

Warum ist es heute wichtiger denn je sich zusammenzuschließen?
Dass wir uns zusammenschließen, ist wichtig für das Überleben unserer Spezies und unseres Planeten. Wenn Menschen zusammenkommen, dann entstehen zwischenmenschliche Bindungen und die Liebe uns und unsere Welt verstärkt sich.

Beende folgenden Satz: Familie ist …
Liebe.

Ken-Tonio Yamamoto

Credits


Fotos: Olivia Rose
Styling: Hanna Kelifa
Haare: Marcia Lee / Caren
Make-up: Athena Paginton / Bryant Artists
Fotoassistenz: Rowan Hall
Stylingassistenz: Pippa Atkinson
Haarassistenz: James Parr
Make-up-Assistenz: Phoebe Walters
Models: Errolson Hugh, William Gibson, Melody Yoko, Johanna Schneider, Ken-Tonio Yamamoto, Ümit Esbula, Ian Wang, Diya / Storm, Raith / Supa
Alle tragen NikeLab.

Tagged:
Berlin
My Crew
Anzeige
Acronym
Nikelab