i-D gründer terry jones über individuellen style und schönheit

Für eine neue BBC-Dokumentation hat Terry Jones mit Fotograf Rankin über Vielfalt, persönlichen Style und die Schönheit von Individualität gesprochen.

von Matthew Whitehouse
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21 November 2016, 10:45am

„Wir leben in einer Welt, die von Fotos überflutet wird", sagt Künstlerin Alison Lapper im Intro zur brandneuen BBC-Doku No Body's Perfect über die Effekte von Fotografie und Social Media auf die heutige Identitätsbildung. Gemeinsam mit Rankin die sehenswerte Dokumentation geht sie der Frage nach, wie die zunehmende Bilderflut in unserem digitalen Zeitalter zu mehr Selbstzweifel führt. „Überall sehen wir Fotos von schönen Menschen, die perfekte Leben zu leben scheinen", sagt Alison. Da verwundert es nicht, dass Angstzustände so weit verbreitet sind.

Doch natürlich hat Fotografie nicht nur negative Effekte. Und wenn es eine Person gibt, die über authentische Schönheit und Individualität sprechen kann, dann ist es i-D Gründer Terry Jones. Bereits seit über fünf Jahrzehnten setzt er sich für Vielfalt ein. So verdankt er seine Karriere seinem unnachahmlichen Gespür für zeitgenössische Fotografie, ganz getreu dem Motto: a smile and a wink gets you further than you think. „Terry Jones war revolutionär, weil für ihn jeder Mensch schön war", erklärt Rankin. Ja Falls du dir die Doku nicht anschauen kannst, haben wir hier die fünf besten Einsichten zusammengetragen:

Als er im Alter von 27 zur britischen Vogue gegangen ist, wurde aus Terry Jones einer der einflussreichsten Artdirektoren auf der Welt.
„In den Ausgaben, die es vor meiner Zeit gab, wirkten die Models wie schönes Beiwerk, wie dekorative Objekte. Mir war eher daran gelegen, Menschen als Menschen zu behandeln."

Um Jugendkulturen, persönlichen Style und Authentizität einen Platz zu geben, hat er 1980 i-D gegründet.
„Die Rolle von Vogue war es, eine kaum unerreichbare Wunschwelt zu produzieren. Mit i-D haben wir versucht, etwas darzustellen, das erreichbar und Teil des eigenen Alltags, und dennoch außergewöhnlich, war."

Für Terry Jones sahen die Menschen, so wie sie waren, fantastisch aus.
„Jeder Mensch ist schön."

Dass Vielfalt schon immer wichtig ist.
„Mach dich unterscheidbar, statt im Einheitsbrei unterzugehen."

Und für ihn liegt Schönheit immer noch in vermeintlichen Makeln.
„Ich bevorzuge immer das nicht so perfekte Foto, weil das perfekte Foto langweilig ist. Man sucht nach etwas, das diese Energie und diese Wahrheit in sich trägt."

Credits


Text: Matthew Whitehouse
Foto: Screenshot vom BBC iPlayer aus dem Video „No Body's Perfect with Rankin and Alison Lapper"

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