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10 dinge, die wir in den letzten 10 jahren von youtube lernen konnten

Dieses Jahr feiert YouTube seinen 10. Geburtstag. Hier 10 Dinge, die wir in den letzten 10 Jahren von der Internet-Plattform gelernt haben. In diesem Sinne: Happy Birthday!

von Colin Crummy
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03 März 2015, 12:55pm

Das erste YouTube-Video wurde am 23. April 2005 gepostet. Darin zusehen ist der Co-Gründer Jawed Kareem, der einen wirklich schlechten Elefanten-Witz erzählt. Seitdem hat sich die Website in ein Monster von dummen Streichen, genialen Parodien und zu einer Plattform für ernsthafte Politik verwandelt. Hier ist unsere Top 10 der besten YouTube-Errungenschaften.

1. YouTube hat uns gezeigt, was oversharing bedeutet. 
Bevor uns Snapchat zehnsekündige Sexshows gebracht hat, hat sich YouTube als Heimat des Oversharings (ja, man kann auch zu viel teilen) behauptet. 2005 fing es mit harmlosen Homevideos an: Ein Baby beißt seinem Bruder in den Finger oder ein Typ dokumentiert sechs Jahre lang seine Bad-Hair-Days. Doch bald eskalierte es. 2007 nahm sich der Amerikaner Chris Crocker zwei Minuten Zeit, um die mediale Hexenjagd auf Britney Spears anzuprangern. 49 Millionen Aufrufe von Leave Britney Alone später und Crocker wurde der König des Oversharings. Für den Rest von uns begann das Zeitalter, in dem die Laptopkamera zur neuen besten Freundin wurde. Fremdschämen auf dem höchsten Level.

2. Dank YouTube gibt es Profi-BFFs.
Andere Leute in das eigene Leben zu lassen, ist dank YouTube zum Klacks geworden. Zehn Jahre in der Onlinevideowelt und du kannst davon leben, BFF deiner Zielgruppe zu sein. Von Zoella bis Alfie Deyes, es gibt für jeden im YouTube-Universum einen Vlogger-Kumpel.

3. Es hat eine neue Art von Fans geschaffen.
Wenn du nicht darauf stehst, einem Typ dabei zuzuschauen, wie er Computerspiele spielt und dabei labert, dann gehörst du wahrscheinlich nicht zu den 34,5+ Millionen Abonnenten von PewdiePies Kanal. Jede Minute werden 300 Stunden Videomaterial hochgeladen und trotzdem ist YouTube auf eine komische Weise sehr intim. Beauty-Vloggerin Bethany Mota hat ihren Reach und persönlichen Kontakt zu ihren Fans so zusammengefasst: „Ich habe nie gedacht, dass ich mal über sechs Millionen beste Freunde, die überall auf der Welt verteilt sind, haben werde!" YouTube-Vlogger sind nicht alleine dafür verantwortlich, tragen aber maßgeblich dazu bei, dass es in der Beziehung zu Fans einen neuen Fokus auf Intimität gibt.

4. YouTube hat dich zum Regisseur gemacht
Wenn du etwas über … sagen wir … Sexismus im Alltag zu sagen hast, dann gibt es nichts Besseres, als mit einer Videokamera durch Manhattan zu laufen und die dämlichen Anmachsprüche der Typen aufzunehmen. Dann das Video auf YouTube posten und dabei zusehen, wie die Klickzahlen nach oben gehen. Auf YouTube kann jeder überall zu allem seine Meinung äußern. Es wurde auch zum Ort für die Dokumentation von Kriegen und auf Grund der unglaublichen Menge an Content konnten schon einige Verbrecher entlarvt werden. 2013 hat der englische Teenager Eliot Higgins aus Leichester aus seinem Wohnzimmer Waffen identifiziert, die im Syrienkonflikt eingesetzt wurden. Seine Beobachtungen enthüllten eine verdeckte internationale Operation zur Bewaffnung der syrischen Rebellen.

5. Es brachte uns Sophia Grace Brownlee.
Manchmal entwickeln Homevideos ein Eigenleben und manchmal landen sie in der Talkshow von Ellen DeGeneres. Das passierte der 8-jährigen Sophia Grace Brownlee, die ein beeindruckendes Cover von Nicki Minajs „Superbass" hingelegt hat. Das YouTube-Volk hat sich in die Prinzessin verliebt und 47 Millionen Aufrufen später hat die Kleine einen Plattenvertrag in der Tasche. Die Power von YouTube verwandelte dieses britische Kind in eine Tween-Pop-Sensation. 

6. YouTube hat dich in die Frontrow gebracht.
Abgesehen von den Onlineshops und Vloggern, gab es dank YouTube eine enorme Demokratisierung der Modediskussion. Dank Live-Streams bist du bei jeder Modenschau bequem von der Couch aus dabei. YouTube gibt Fashion die Möglichkeit, komplett absurd zu sein, was dieses Video von Vogue mit Victoria Beckham, die 73 Fragen beantwortet, bestätigt. Die Absurdität wird gnadenlos und genial parodiert, während das Video noch im Internet seine Runden zieht. Gleichzeitig kann die Modewelt zeigen, dass sie einen Sinn für Humor hat. Vicky B hat die Parodie retweetet, um zu zeigen, dass sie sich nicht 100% ernst nimmt.

7. Dank YouTube musst du nicht mehr deine Wohunug verlassen
Bevor es Spotify gab, war YouTube der beste Hausparty-DJ. Man verlor sich schnell in den 90er-Musikvideos, Auftritten und Gott, wie oft haben genau diese Video nicht schon eine sterbende Party gerettet. Sei es Beyoncè auf dem Glastonbury Festival, Björks Musikvideo von Michael Gondry oder einfach Nadine von Girls Alound im Kampf gegen eine Wespe - für eine Weile wurde YouTube zum neuen MTV und du warst der Programmchef. Man konnte sogar MTVs Grunge-Blütezeit aufleben lassen und Nirvana Unplugged anschauen. YouTube gab einem die Macht, mit nur einem Klick Musikgeschichte lebendig werden zu lassen.

8. YouTube machte uns zu professionellen Tänzern
Dank YouTube ist Lippensynchro und so zu tanzen, als ob wir alleine sind, cool geworden. Am besten du testest das dieses Wochenende in deinem lokalen Schwulenclub und schreibst uns, ob die Jungs und Mädels so wie Nicki in ihrem Video zu „Anaconda" getanzt haben. Und nein natürlich haben sie sich das Video nicht 60 Mal angeschaut, um ihren Slutdrop zu perfektionieren.

9. YouTube definierte „viral" neu.
Laut den YouTube-Gründern brachte sie Nipplegate beim Superbowl 2004 auf die Idee, eine Online-Videoplattform zu starten. Justin Timberlake riss Janet Jackson beim gemeinsamen Auftritt mehr von ihrem BH ab, als ursprünglich vorgesehen war. Nipplegate wurde schnell zum Gesprächsthema Nummer eins, aber man konnte das Video nirgends wieder und wieder anschauen. Jetzt kann man es - dank YouTube.

10. Und YouTube schenkte uns süße Tiere.
Bussi Tschau!

Credits


Text: Colin Crummy