wirf deine mom-jeans weg und behalte deinen tüllrock, sagt google

Der Suchmaschinenkonzern hat seinen ersten Fashion Trend Report für Frühjahr / Sommer 2015 veröffentlicht.

von i-D Staff
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29 April 2015, 1:15pm

Molly Goddard fall/winter 15. Photography by Philip Trengrove.

Du dachtest vielleicht, dass dir keiner dabei zuschaut, wie du heimlich nachts nach „Tütu und Sex and the City" gegoogelt hast, aber du hast dich geirrt. Google hat seinen ersten Fashion Trend Report veröffentlicht; eine detaillierte Analyse von sechs Milliarden modebezogenen Suchanfragen, die amerikanische Google-Nutzer zwischen 2012 und 2015 abschickten. Der Report sagt den Aufstieg von Tüllröcken und Jogginghosen und den Tod von Normcore und dem String-Bikini voraus.

Laut Googles Datenspezialisten haben sich die Amerikaner vermehrt nach Waist-Sneakern, Palazzo-Pants, Jogginghosen und Tütüs („Carrie Bradshaw" wird am häufigsten zusammen mit dem Begriff gesucht). Eine amateurhafte Analyse der Daten zeigt, dass es in der saisonalen Zuwachskategorie - hüfthohe Bikinis, weiße Spitzenkleider und Strampler - ein Hinweis auf den Einfluss von Taylor Swift sein könnte.

Auf dem Rückzug sind Normcore, 90er-Jeans und Schößenkleider, außerdem „Schalwesten" und „Zoo Jeans", was uns zu der Frage führt: Was sind „Schalwesten" und „Zoo Jeans"?

Die Daten von Google erlauben eine interessante geografische Analyse von Trends. So muss zum Beispiel irgendwas im US-Bundesstaat Utah im Oktober 2013 passiert sein, was die Leute dort verlasst hat, en masse nach Tüllröcken zu googeln. Und dass Jackson im US-Bundesstaat Mississippi der Nullpunkt für die wachsende Popularität von Palazzo-Pants im August 2013 war. Der Report liefert aber keine Erklärungsversuche, wieso das so ist, wie es ist. Die Genauigkeit der Untersuchungsergebnisse liefert spannende Einsichten für Händler (die eigentliche Zielgruppe des Reports) und für jeden, der wissen möchte, wie Modekonsum heutzutage funktioniert.

Ein Begleitergebnis: der Report könnte endgültig die Debatte um #thedress beilegen. Landesweite Suchanfragen für das „weiß-goldene Kleid" nahmen zwischen 2013 und 2015 um 51.493 Prozent zu, während Suchanfragen für das „blau-schwarze Kleid" in diesem Zeitraum um 215.408 Prozent anstiegen.

Credits


Text: Alice Newell-Hanson
Foto: Philip Trangrove

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