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heterosexuelle schauspieler als mutig zu bezeichnen, weil sie lgbt-rollen spielen, ist beleidigend, sagt ellen page

„Ich werde nie als mutig bezeichnet, wenn ich eine heterosexuelle Person spiele, und das sollte ich auch nicht“, sagt die US-Schauspielerin.

von i-D Staff
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31 August 2015, 9:34am

Seitdem sich Ellen Page im Februar als lesbisch geoutet hat, sprach sie wiederholt über die Gleichberechtigung der LGBT-Community. In ihrem neuesten Film Freeheld spielen Julianne Moore und sie die LGBT-Pionierinnen Stacie Andree und Laurel Hester, die dafür kämpfen, dass Hesters Pensionsansprüche auf ihre langjährige Lebenspartnerin Andree übertragen werden, nachdem Hester die tödliche Diagnose Lungenkrebs erhalten hat. Vor dem US-Kinostart am 2. Oktober sagte Page der Presse, dass sie während der Dreharbeiten ein „Gefühl des Friedens" empfunden habe und erklärte weiter: „Als geoutete Person eine homosexuelle Rolle zu übernehmen, noch dazu eine Frau zu spielen, die ich inspirierend finde, war eine wundervolle Erfahrung."

In einem Interview mit dem Time Magazine kritisierte sie die Politik Hollywoods, heterosexuelle Schauspieler als mutig zu bezeichnen, wenn sie eine nicht-heterosexuelle Rolle spielen: „Heterosexuelle Schauspieler als mutig zu bezeichnen, weil sie LGBT-Rollen spielen, ist grenzwertig und beleidigend. Ich werde nie als mutig bezeichnet, wenn ich eine heterosexuelle Person spiele, und das sollte ich auch nicht."

In dem ausführlichen Interview lobte die amerikanische Schauspielerin außerdem die Netflix-Serie Orange is the New Black dafür, Schauspieler aus verschiedenen Communitys einem Mainstream-Publikum bekannt zu machen. „Von dem, was Leute im Fernsehen schauen, ist es offensichtlich, dass die Leute Vielfalt sehen wollen", macht Page klar. „Ob sie sich darüber im Klaren sind oder nicht, da bin ich mir nicht sicher, aber man muss sich nur Orange is the New Black anschauen. Darin sieht man Schauspieler, die wir ohne die Serie nie auf dem Bildschirm gesehen hätten - das ist etwas Besonderes."

„Ich möchte LGBT-Geschichten in Filmen sehen, weil ich lesbisch bin. Ich möchte, dass ich mich mit Filmcharakteren identifizieren kann", fügte sie hinzu. „Aber ich möchte auch sehen, was es bedeutet, ein junger amerikanischer Ureinwohner, ein junger Afroafrikaner, ein junger Afrokanadier zu sein. Das wird sich hoffentlich weiter ändern". Dem können wir nur beipflichten.

Credits


Text: Nick Levine
Foto: Matt Jones
Styling: Stacey Battat