Class of 2018: Pyur, Produzentin

"Es gibt in meiner Musik Regeln, die ich selbst nicht ganz verstehe. Immer wenn ich es versuche, frustriert es mich. Es ist magisch."

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Dez. 12 2017, 11:22am

Wir präsentieren dir unsere Class of 2018: 17 junge Kreative, die Deutschland ihr Zuhause nennen und von denen du in der Zukunft noch viel hören wirst. Alle Beiträge findest du hier.

"Musik ist für mich die Zwischenwelt zwischen allem. Die schönsten Gefühle, die ich jemals hatte – komplette Liebe, komplettes Auflösen, durchs Universum fliegen – habe ich durch Musik erlebt", erklärt Sophie Schnell. Unter dem Namen PYUR veröffentlicht die geborene Münchnerin Techno, der durch Ambient Sounds dahin getragen und durch von ihr selbst produzierten Videos um eine visuelle Komponente erweitert wird: "Es gibt in meiner Musik Regeln, die ich selbst nicht ganz verstehe. Immer wenn ich es versuche, frustriert es mich. Es ist magisch. Alles, was mir auf dem Weg zu einem Album passiert, macht irgendwie Sinn."

Magie war und ist ein wichtiger Teil ihres Alltags. Schon als Kind erträumte sich Sophie die verrücktesten Fantasiewelten – zusammen mit ihrer Cousine und inspiriert von der Herr der Ringe-Triologie. Heutzutage erlebt sie diese durch und in ihren Kompositionen.

Gerade arbeitet die 25-Jährige an ihrem nächsten Album Oratorio for the Underworld, von dem sie Teile schon beim diesjährigen Berlin Atonal Festival präsentiert hat. Es geht ihr darum, sich zu erden: "Viele in meiner Generation haben eine riesige Krone. Sie sind sehr feinfühlig, sehr kreativ und sehr frei. Genau deshalb fehlt ihnen manchmal die Bodenständigkeit und ein gewisser Halt. Mir ging es genauso. Musik hat angefangen, das für mich zu ändern." Worum es am Ende genau gehen wird, weiß sie selbst noch nicht: "Die Musik fängt von selbst an und macht mich, nicht andersrum."

soundcloud.com/pyur

Credits


Fotos: Caroline Mackintosh
Styling: Rachael Rodgers
Creative Direction und Produktion: Alexandra Bondi de Antoni
Make-up: Jana Kalgajeva
Haare: Susanna Jonas
Stylingassistenz: Keva Legault
Fotoassistenz: Benny Heinrich
Produktionsassistenz: Juule Kay

Sophie trägt ein Hemd von KENZO und eine Hose von Nhu Duong.