Ein exklusiver Blick auf die neue Denim-Kollektion von Dior

Entspannter kann das Modejahr 2018 kaum beginnen.

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Jan. 3 2018, 1:39pm

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

Von der Perfektion einer eingetragenen Jeans bis zu Gemütlichkeit einer Denim-Jacke, die eine Nummer zu groß ist: Ein viel getragenes Jeans-Piece erzählt mehr Geschichten wie kaum einem anderen Material. Auch auf den Laufstegen für Frühjahr/Sommer 2018 war Denim omnipräsent. Der vielseitige Stoff eignet sich nicht nur für Streetwear, sondern auch für Haute Couture. Das neueste und prominenteste Beispiel für diese These liefert Dior Homme mit seiner eigenen Denim-Kollektion.

"In meiner Heimatstadt Londerzeel gab es diesen kleinen Jeans-Laden, mitten im Zentrum", beschreibt Kris van Assche, Creative Director des französischen Modehaus, seine frühesten Erinnerungen an den Kult-Stoff. "Da gab es noch richtige Jeans. Ich weiß noch, wie mich meine Mutter dorthin mitgenommen hat und mir meine erste Jeans gekauft hat." Es ist genau diese Art von Erinnerung, die den Stoff auch heute noch so besonders macht.

"Denim ist nichts Neues bei Dior Homme, aber es war an der Zeit, die Basics neu zu interpretieren. Ich wollte mit einem frischen Blick an die Sache rangehen und es als unabhängiges Piece der Kollektion entwerfen." Seine Vision hat er in eine Schnittstelle zwischen jugendlichen Subkulturen und dem traditionellen Luxus der historischen Maison übersetzt.

"Bei Dior Homme geht es um den Gegensatz", erklärt der Kreativchef weiter. "Das Haus steht genauso für Denim wie für exzellente Schneiderkunst. Ich habe mich in der Vergangenheit mehr auf das letztere konzentriert, also war es an der Zeit, das Gleichgewicht wiederherzustellen."

Als Fundament für die Hommage an die Club Kids dient ihm der zeitlose Reiz von Denim, den er mit Stickereien und Layering neu kombiniert hat. "Ich liebe die Silhouette einer Jeans-Jacke, zusammen mit einer Jeans-Hose, dazu ein weißes Hemd und eine Krawatte", sagt Kris van Assche. "Das ist mein Jeans-Äquivalent zum schwarzen Anzug."

"Ich wollte, dass das Leder-Etikett, das sonst im Innenfutter eingenäht wird, nun sichtbar außen platziert ist", erklärt er weiter. "Das ist eine Metapher für meinen Ansatz – etwas von innen nach außen zu kehren – , den ich schon bei den anderen Kollektionen verfolgt habe. Und steht gleichzeitig auch für einen Neuanfang."