frauen in der tech-branche

Frauen sind in der Tech-Branche noch immer unterrepräsentiert. Aber es gibt sie: Apps von Frauen für Frauen für eine Welt mit besseren Taxis, besseren Handy-Ladegeräten und eine Welt, in der das Online-Dating nicht mehr so gruselig ist.

von i-D Staff
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13 Juli 2015, 3:40pm

Es war wirklich nicht einfach, diese Liste zusammenzustellen. Nicht weil es zu wenige Apps geben würde, sondern weil Frauen in der IT-Branche immer noch unterrepräsentiert sind. Jedoch sind diese fünf Apps, die wir gefunden haben, - genauso wie die Frauen, die sie erfunden haben - fantastisch. 

Auch im Program des Tech Open Airs, das am 15.07 und 16.07 in Berlin stattfindet, finden sich spannende Vorträge von wunderbaren Frauen, die wunderbare Dinge leisten und die Welt so zu einem besseren und interessanteren Ort machen. Wie zum Beispiel Elaine Warburton, die Gründerin von QuantuMDx, oder Nora Khaldi, die darüber reden wird, wie künstliche Intelligenz uns dabei hilft, die menschliche Gesundheit besser zu verstehen. 

Zusätzlich gibt es einen Vortrag über #thedress (erinnerst du dich?) und zusätzlich solltest du dir den Talk von Juliet Kothe anzuschauen, die über das Phänomen Post-Internet sprechen wird, und die Performance von den in Berlin lebenden UMA

In diesem Sinne: Frauen an die Macht und viel Spaß beim Ausprobieren der folgenden Apps. 

On Second Thought
Nichts treibt den Blutdruck so sehr in die Höhe wie eine Nachricht, die an die falsche Person verschickt wurde. Und seien wir ehrlich, diese Nachrichten sind selten harmlos, oder? Dann gibt es die Nachrichten, bei denen man erst im Laufe der Zeit realisiert, dass es besser gewesen wäre, wenn man sie nicht abgeschickt hätte und dann gibt es natürlich auch die Autocorrect-Fails. Die 28-jährige Maci Peterson sorgt mit ihrer App On Second Thought für Abhilfe. Die User der App haben ein kurzes Zeitfenster, in dem sie eine abschickte SMS wieder zurückholen können, ähnlich wie man bei Gmail den Versand einer E-Mail wieder rückgängig machen kann. Maci Peterson ist eine ehemalige Managerin, die die Idee zum ersten Mal beim SXSW Festival letztes Jahr pitchte. Ihre Idee belegte den ersten Platz und mittlerweile hat der Dienst über 30.000 User.

SheTaxis & SheRide
Laut dem Wall Street Journal wird nur 1 Prozent der berühmten New Yorker Yellow Cabs von Frauen gesteuert. In New York hat die Frau des Gründers einer New Yorker Taxi-Vereinigung Stella Mateo SheTaxis gegründet (in New York heißt dieser Dienst SheRide) - ein Taxidienst von Frauen für Frauen. Alle Fahrer sind weiblich. Es werden nur Frauen oder Gruppen mit mindestens einer Frau transportiert, ansonsten schlägt die App andere Fahrdienste vor.

Hopscotch
Jocelyn Leavitt, die Erfinderin von Hopscotch, hat eine App entwickelt, mit deren Hilfe User das Programmieren lernen können. „Kein Tippen, keine Syntaxfehler. Einfach nur Drag 'n' Drop", heißt es auf der Website von Hopscotch. Hopscotch ist eine einfache und verständliche Sache für jeden. Es wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, coden zu können. Hopscotch bietet eine intuitive und einfache Programmieroberfläche für jeden".

uBeam
Die uBeam-Gründerin Meredith Perry hat der Welt ein Stück Technik gegeben, von dem man nicht wusste, dass man es mal brauchen würde. Laut TechCrunch sind Risikokapitalgeber und Investoren wie Starbucks, Virgin Airlines, Apple und Samsung begeistert. Meredith Perry, eine ehemalige NASA-Forscherin, hat einen Weg gefunden, das Handy kabellos mit Ultraschall über eine Entfernung von bis zu 4,50 Metern zu laden. Alles, was man dazu braucht, ist ein Empfangsgerät für 50 Dollar. Obwohl es streng genommen keine App ist, werden wir dank dieser Innovation bald nicht mehr mit Ladekabeln rumlaufen müssen und deshalb war uBeam zu gut, um es nicht auf diese Liste zu schaffen. Ob und wann uBeam nach Deutschland kommt, ist noch unklar.

Bumble
Bumble wurde von der „Tinder"-Mitbegründerin Whitney Wolfe erfunden und ist eine Dating-App, die von einem „Badass"-Team aus Frauen programmiert wird, so Wolfe. Jede Dating-App hat ihre eigenen Regeln, so auch Bumble. Nach einem bekannten Wisch nach rechts, haben User nach einem Match 24 Stunden Zeit, um einen Chat zu beginnen. Zwar wurde die App als „feministisches Tinder" bezeichnet, jedoch ist Bumble viel frauenorientierter als die bekannte männerdominierte Konkurrenz-App, bei der Wolfe gekündigt hatte, nachdem sie das Unternehmen wegen sexueller Belästigung verklagt hatte und den Prozess auch gewann. Eine deprimierende Geschichte findet so ein Happy End. Spiegel-Selfies und Schwanzbilder müssen nun endlich nicht mehr Teil von Online-Dating sein.

Das Tech Open Air findet am 15.07 und 16.07 in Berlin statt. Hier geht es zum ganzen Program.

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Credits


Einleitung: Alexandra Bondi de Antoni
Text: Hannah Ghorashi 
Foto via @wlwolfe

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