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„when the earth seems to be light“ kommt endlich nach berlin

Der Dokumentarfilm über die neue Skateboardszene Georgiens schlug auf Filmfestivals weltweit große Wellen. Kommende Woche feiert einer unserer Lieblingsfotografen, David Meskhi, gemeinsamen mit seinen Mitstreiterinnen, Salome Machaidze und Tamuna...

von Max Migowski
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09 Januar 2017, 10:25am

Bereits im vergangenen Jahr haben wir uns mit den Filmemachern der Dokumentation „When the earth seems to be light" zusammengesetzt und uns mit ihnen über ihr Projekt unterhalten. Salome Machaidze, Tamuna Karumidze und David Meskhis sprachen mit uns über ihren preisgekrönten Dokumentarfilm rund um die Skateboarder-Szene Georgiens. Der Film thematisiert auf subtil-provokante Art und Weise den Clinch zwischen der freiheitssuchenden, emanzipierten und weltoffenen Jugend Georgiens und ihrer Heimat: dem konservativen, postsowjetischen Osteuropa. Die Subkultur der Skateboarder hat weniger mit dem einfachen Herumfahren auf Rollbrettern zu tun, sondern viel eher mit einem damit verbundenen Lebensgefühl. 

Salome Machaidze hat uns im Interview erklärt, „dass es dabei nicht nur um lange Haare geht, sondern auch um die Botschaft." Schon zu seinen Anfängen im 60er Jahre Kalifornien porträtierte Skateboarden ein Image der Rebellion, der Jugend und der Freiheit. Nach und nach entwickelte sich die Subkultur in einen massenübergreifenden Mindset. Inzwischen ist das Fahren auf Skateboards bei uns wesentlich herkömmlicher, wesentlich selbstverständlicher als es mal war. „Im Westen hat jeder ein Skateboard, es ist Mainstream. In Georgien bist du mit einem Skateboard noch ziemlich einzigartig" erklärte uns die mittlerweile in Berlin lebende, ursprünglich in Georgien aufgewachsene Tamuna Karumidze damals. 

David Meskhi, der ebenfalls gebürtiger Georgier ist, sagt: „In der Doku sieht man, wie sie enger werden. Sie verschmelzen immer mehr zu einer Einheit und das haben wir auch eingefangen" und spricht dabei von einem sich immer stärker ausprägenden Gemeinschaftsgefühl inmitten der neuen Szene und ihrer Mitglieder. Der schon seit Jahren als Fotojournalist und Fotograf arbeitende Wahlberliner feiert neben der Filmpremiere zeitgleich auch seine Ausstellung in der Galerie für moderne Fotografie, die ästhetische Momentaufnahmen des Turnsports zeigt. 

Am 13. Januar wird „When the earth seems to be light" in Berlin zum ersten mal deutschem Publikum vorgestellt. Schau dir hier den Trailer an: 

Credits


Text: Max Migowski
Fotos: David Meskhi