in der tate kannst du kunst jetzt auch fühlen

Sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken im Sensorium der Tate Britain.

von i-D Staff
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27 August 2015, 9:50am

Von den Kids, die mit Candy Crush spielen bevor sie laufen können bis zu den Gadget-süchtigen Alten, die 2000er sind durch und durch von Technologie geprägt. Damit die Kunst wirklich noch eine Relevanz besitzt, muss sie mit der Technologie, die uns alle so angefixt hat, Schritt halten.

Dafür will der IK Prize der Tate Gallery sorgen. Dieser jährlich vergebene Preis soll den Einsatz von Technologie unterstützen, damit das Publikum die Kunst auf eine frische und neue Art und Weise erleben kann. Im letzten Jahr konnten Internernutzer in After Dark Roboter mitten in der Nacht durch die Tate Britain steuern. Seit Anfang der Woche ist Tate Sensorium vom Künstlerkollektiv Flying Objects für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Idee dahinter: Anstatt ein Gemälde nur sehen, kann man es auch schmecken, hören und fühlen. Der Eintritt zu diesem Sinneskabinett ist kostenlos.

Flying Objects hat sich vier Gemälde von Richard Hamilton, Francis Bacon, David Bomberg und John Latham für dieses Projekt ausgesucht. Besucher können die Werke i6n einem mit Teppich ausgestatteten, schiefergrauem Raum auf neue und unerwartete Weise erfahren. Maître Chocolatier Paul A Young wird deine Sinne mit einer total bizarren essbaren Erfahrung verwirren. Parfümschwaden, die von Geruchsexpertin Odette Toilette kreiiert wurden, werden deine Nase verwöhnen und mittels High-Tech-Sprüh-Gadgets im Raum verteilt. Sounddesigner Nick Ryan lässt es in deinen Ohren dank binauralen Tonaufnahmen und Punkt-Audio-Systeme dreidimensional klingen. Haptische Technologien bringen mit Ultrasound deine Hände zum Zittern. Dazu gibt es vom Experten spezielle gesetzte Lichteffekte und Tamsin Greigs Stimme auf deine Ohren.

Solltest du es nicht nach London schaffen, gibt dir dieses Video wenigstens eine grobe Idee davon, was die Besucher erwartet. 

Tate Sensorium läuft noch bis zum 20. September in der Tate Britain.

Credits


Text: Lily Bonesso
Film: Jessica Sarah Rinland
MusiK: by Kit Grill

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Tate Sensorium