Mozart's Sister: music to... wash dishes to

Die kanadische One-Woman-Band Mozart's Sister hat diese Woche nicht nur ihre neue Single „Eternally Girl“ herausgebracht, sondern auch einen Mix für uns zusammengestellt. Was das Besondere an ihrem Soloprojekt ist, hat sie uns im Interview verraten.

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26 August 2016, 10:45am

Kanada ist inzwischen bekannt dafür, Talente in die große, weite Musikwelt zu entlassen: Mozart's Sister gehört definitiv dazu! Caila Thompson-Hannant hat ihre Stimme bereits für viele Bandprojekte hergegeben, 2001 entschied sich die Frau mit den immer wechselnd bunten Haaren allerdings dazu, die Musikbranche im Alleingang zu erobern. Mit ihrer Mischung aus tanzbaren Elektropop-Beats und Lyrics, die uns geradewegs aus der Seele sprechen, feiert sie nun ihr Comeback. Nach zweijähriger Pause ist die Kanadierin mit ihrer neuen Single Eternally Girl zurück und garantiert uns neben nicht stillhalten wollenden Füßen, eine gehörige Portion Ohrwurmpotenzial. Außerdem macht dank Caila's Mix der Abwasch gleich viel mehr Spaß, versprochen.

Du hast für uns eine Playlist zusammengestellt mit Musik zum Geschirr abwaschen, warum hast du dich ausgerechnet dafür entschieden?
Ich mag das Geräusch von plätscherndem Wasser und diese kleinen Luftbläschen. Den Abwasch mache ich allerdings eher ungern, aber vielleicht würde es ja eine schöne Geräuschkulisse ergeben.

Was machst du besonders gerne, um dich in einer freien Minute zu entspannen?
Ich schaue mir gerne Filme mit meiner besten Freundin an, lese Bücher oder höre Musik. Vor Kurzem habe ich auch angefangen zu zeichnen.

Du bist eine One-Woman-Band: Du schreibst, produzierst und nimmst deine Lieder selbst auf. Aber gibt es auch etwas, das du ungern alleine machst?
Musik! Zwar liebe ich es, alleine Musik zu machen, aber in letzter Zeit versuche ich mehr mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten, weil es sich manchmal doch recht einsam anfühlt, alleine Musik zu machen. Mit allem anderen komme ich dafür ganz gut alleine zurecht.

Du machst seit fünf Jahren Musik, und hast bereits in verschiedenen Bands gespielt. Du hast somit also den direkten Vergleich. Was ist das Besondere daran, die Musikwelt als Soloprojekt zu bestreiten?
Du lernst einfach alles, wenn du alleine Musik machst. Du lernst, wie sich eine Snare anhört, was ein Beat ist, was sich gut anhört und was nicht. Durch mein Soloprojekt habe ich gelernt, wie ich eine komplette Platte komponiere. Wahrscheinlich hätte ich diese Möglichkeiten in einer Band nicht. Außerdem ist es etwas Besonderes, weil es schwierig ist und die Menschen, die dir dabei helfen dadurch wirklich zu schätzen lernst—besonders, wenn sie talentiert, lieb und hilfsbereit sind.

Deine neue Single Eternally Girl" ist diese Woche erschienen. Wovon handelt sie?
Es ist eine Art Abschiedsbrief an kindische Träumereien und die verflossene Liebe, gleichzeitig aber auch ein Neuanfang. Wenn etwas nicht läuft, wie geplant, ist es umso aufregender zu sehen, wie es anstatt dessen läuft. Ich hatte bei der Aufnahme nicht wirklich die Absicht, etwas daraus zu machen, es war einfach nur Spaß. Eigentlich dachte ich, dass ich aus dem Musikbusiness aussteigen würde, also hatte ich irgendwie nichts zu verlieren.

Welche Songs wären perfekt für: Music to (1) get your ass up? (2) water dying plants? (3) dance naked in your best friend's house?
(1) Baracuda - Ass Up
(2) Mort Garson - Baby's Tears Blues
(3) Cosmic Rays, The with Sun Ra & Arkestra - Daddy's Gonna' Tell You

Tracklist

1. Peggy Lee - Is That All There Is
2. Dr. Buzzard's Original Savannah Band - Hard Times
3. Les Paul - Brazil
4. Holgar Czukay - Cool in the Pool
5. Buddy Rich and Max Roach - Rich vs. Roach
6. Pyrolator - Gespräch mit der Erde
7. Micachu - Excerpts from „Feeling Romantic, Feeling Tropical, Feeling Ill"
8. Chic - Savoir Faire
9. Mina - Se Telefonando
10. Lizzy Mercier Descloux - Hard Boiled Babe
11. Amira - My Desire
12. Todd Edwards - Show Me a Sign
13. SOPHIE - Vyzee
14. Aphex Twin - 180db_
15. Guy Called Gerald - Cybergen
16. Kyary Pamyu Pamyu - Tsukema Tsukeru

@mozartssister