Zadie Smith: “Ich bete für revolutionäre Veränderung in Amerika”

Die preisgekrönte Autorin von White Teeth spricht mit Rihanna über aufrichtiges Schreiben, warum sie Abkürzungen vermeidet, und ihre Wünsche für 2020.

von i-D Staff
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21 Januar 2020, 6:00am

Dieser Artikel erschien erstmals in der i-D Sonderausgabe ‘Rihannazine’, Nr. 01, 2020. Bestell dein Exemplar hier. Für dieses einmalige Projekt stellte Rihanna den Frauen, die die Kultur von heute maßgeblich prägen, eine Reihe von Fragen und lud sie ein, ihre Vision für 2020 zu teilen.

Würdest du dich vorstellen?
Ich bin Schriftstellerin. Mein Gebiet ist alles, was mit Worten auf Papier zu tun hat—außer Gedichte und Liedtexte, was ich beides überhaupt nicht kann. Ich tue mein Bestes, aufrichtig darüber zu schreiben, wie es sich anfühlt, am Leben zu sein, sowohl für mich als auch—so hoffe ich—für andere. Das war’s auch schon. Eine Aufgabe nur, aber die scheint ein ganzes Menschenleben auszufüllen.

Was siehst du als deinen bisher größten persönlichen oder beruflichen Erfolg?
Mich nicht von den Dingen ablenken zu lassen, die wichtig für mich sind: Lesen, Schreiben und die Menschen, die ich liebe. Das Schreiben ist schwierig und geht oft langsam voran, und die Versuchung groß, irgendetwas anderes zu machen. So ist es in allen menschlichen Beziehungen: Abkürzungen sind verlockend! Aber ich habe viel Freude daran gefunden, den langen Weg zu gehen.

Und dein größter Misserfolg?
Alle meine Romane sind auf die eine oder andere Weise gescheitert. So funktionieren Romane. Perfekte Romane sind seltener als Rubine. Aber du schreibst einfach weiter in der Hoffnung, dass du irgendwann in die Nähe kommst.

Wenn du Rihanna eine Frage stellen könntest, was wäre das?
Ich weiß, dass du aus Barbados kommst, mit afro-guyanischen und irischen Wurzeln. Hast du je deine Herkunft bis nach Afrika und Europa zurückverfolgt, und wenn ja, was hast du herausgefunden und was hat es dir bedeutet?

Was nimmst du mit ins neue Jahr und was lässt du zurück?
Mit mir nehme ich ein Gebet für revolutionäre Veränderung in Amerika, und meine Jugend lasse ich zurück.

Credits


Fotografie Mario Sorrenti
Styling Alastair McKimm

Haare Duffy at Streeters.
Make-up Kanako Takase / Streeters.
Nägel Alicia Torello / The Wall Group (Chanel).
Set Jack Flanagan / The Wall Group.
Koloristin Lena Ott für Suite Caroline.
Beleuchtungstechnik Lars Beaulieu.
Foto-Assistenz Kotaro Kawashima, Javier Villegas und Jared Zagha.
Digitale Technik Johnny Vicari.
Styling-Assistenz Madison Matusich und Milton Dixon.
Haar-Assistenz Lukas Tralmer, Juli Akaneya und Allie J.
Make-up-Assistenz Kuma und Tomoyo Shionome.
Set-Assistenz Colin Walker and Joe Arai.
Produktion Katie Fash.
Produktionsleitung Layla Némejanski.
Produktionsassistenz Fujio Emura.
Casting-Direktor Samuel Ellis Scheinman für DMCASTING.
Casting-Assistenz Cicek Brown für DMCASTING.

Lede: Zadie trägt Rachel Comey. Kopftuch von Norma Kamali. Die Ohrringe sind Zadies.

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