Foto: Alice Joiner

Fotografien von der komplizierten Beziehung zwischen Frauen und ihrer psychischen Gesundheit

Die Initiative "WomanToWoman" präsentiert eine neue Ausstellung, die sich mit den Erfahrungen von Frauen rund um Depressionen und psychischen Problemen auseinandersetzt.

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Apr. 4 2018, 9:33am

Foto: Alice Joiner

Die Gesundheit von Frauen – und psychische Gesundheit im Allgemeinen – wurde lange vernachlässigt, missverstanden und unter den Teppich gekehrt. Doch dank Initiativen wie der #MeToo-Bewegung und Time’s Up äußern sich immer mehr Frauen öffentlich zu diesem Thema und helfen damit, die Stigmata rund um Depressionen zu brechen. Eine davon ist Psychotherapeutin Emmy Brunner, die erst vor Kurzem WomanToWoman gegründet hat, eine Plattform, die das Ziel verfolgt, Frauen zu verbinden, die mit Essstörungen und anderen psychischen Traumata zu kämpfen haben.

Foto: Lucy Jones

"Ich möchte mit WomanToWoman eine sichere Community aus Frauen aufbauen, die sich gegenseitig unterstützen", so Emmy weiter. "In unserem Gesundheitssystem gibt es lange Wartelisten und Eingriffe sind häufig erfolglos. Dem wollen wir entgegenwirken, indem wir Finanzierungen und mögliche Wege für Frauen anbieten, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben und nicht über die nötigen Mittel verfügen."

Foto: Alice Joiner

Neben der durch Zuschussgelder finanzierten Behandlung für Frauen gehören der Ausbau von Hilfsvereinigungen, Mentoring-Programmen und Podcasts zu den Hauptzielen von WomanToWoman. Ihr neuestes Projekt – eine Fotografieausstellung, die sich um Arbeiten von Frauen dreht, die von ihren Erfahrungen mit psychischen Problemen, Depressionen und ihrem Weg der Besserung inspiriert wurden. Zu den ausstellenden Künstlerinnen gehören Emily Garthwaite, Kimbra Audrey, Alice Joiner und Eliza Hatch. Die Einnahmen der Ausstellung werden für die Behandlung und Unterstützung für Frauen mit psychischen Problemen gespendet.

Foto: Kimbra Audrey

"Die Ausstellung zeigt Frauen, die zu sich selbst zurückfinden", sagt die britische Fotografin und Girls Behind the Lens-Kuratorin Alice Joiner. "Es zeugt von Stärke, wenn eine Frau die Kontrolle darüber erlangt, wie sie sich nach außen hin präsentiert und ihre Gefühlswelt ausdrückt." Alice hat eine Selbstporträtserie eingereicht, die ihren von Depressionen und Essstörungen geprägten Weg hin zu ihrer Genesung dokumentiert.

Foto: Emily Garthwaite

“Ich schlage mich schon mein ganzes Leben mit Depressionen herum", sagt Kimbra Audrey, deren Arbeiten Teil der Ausstellung sind. "Es wurde besser, indem ich auf mich selbst gehört habe. Das beste Werkzeug dafür, waren meine Selbstporträts. Ich fühle mich geehrt, bei Girl Behind the Lens mitzumachen, weil es so wichtig ist, die Arbeiten von Frauen zu unterstützen, die psychische Probleme hatten oder immer noch haben."

Foto: Eliza Hatch

Girl Behind the Lens: Stories of Mental Health and Empowerment kannst du dir ab dem 27. April im The Horse Hospital, Colonnade, Bloomsbury, London WC1N 1JD ansehen.

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.