Timothée Chalamet spendet seine gesamte Woody-Allen-Gage

"Ich habe dieses Jahr so viel dazugelernt und sehe die Dinge jetzt anders", schreibt der "Call Me by Your Name"-Star auf Instagram.

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Jan. 16 2018, 3:31pm

Foto: imago/Future Image

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.

Call Me by Your Name-Star Timothée Chalamet reiht sich in die Liste von Prominenten ein, die öffentlich verkündet haben, nicht mehr davon profitieren zu wollen, mit Woody Allen zusammenzuarbeiten. In einem Instagram-Post beschreibt der junge Schauspieler seine Erfahrungen mit dem Regisseur am Set zu A Rainy Day in New York und wie er zu dem Entschluss gekommen ist, seine gesamte Gage aus dem Film an mehrere Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden.


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"Ich habe dieses Jahr so viel dazugelernt und sehe die Dinge jetzt anders", schreibt er. "Ich lerne gerade, dass eine gute Rolle nicht das einzige Kriterium sein kann, wonach ich einen Job aussuchen sollte. Das ist mir in den letzten Monaten klarer geworden, als ich Zeuge davon wurde, wie eine starke Bewegung ins Rollen kam, die für das Ende von Unrecht und Ungleichbehandlung kämpft – und vor allem mit dem Schweigen aufhören will."

Der 22-jährige Schauspieler möchte nicht mehr von der Mitarbeit an dem Film profitieren und hat bekannt gegeben, dass er seine gesamte Gage aus dem Film an drei Wohltätigkeitseinrichtungen spenden wird: TIME'S UP, das LGBT Center in New York und RAINN, die größte Organisation gegen sexuelle Gewalt in den USA.

"Ich möchte Seite an Seite mit den mutigen Künstlern stehen können, die dafür kämpfen, dass alle Menschen mit Respekt behandelt werden", erklärt er seine Entscheidung.

Bereits zuvor hatte sich die Regisseurin von Lady Bird, Greta Gerwig, von ihrer Zusammenarbeit mit Woody Allen distanziert. Sie hatte 2012 in seinem Film To Rome with Love mitgespielt. Die Amerikanerin hat angekündigt, dass sie nie wieder mit Woody Allen zusammenarbeiten wolle: "Ich kann nur für mich selbst sprechen. Wenn ich damals gewusst hätte, was ich heute weiß, dann hätte ich nicht im Film mitgespielt", erklärte sie in einem Interview mit der New York Times. "Seitdem habe ich auch nicht mehr mit ihm gearbeitet und werde es auch in Zukunft nicht mehr tun."