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Warum tragen gerade alle schmale Sonnenbrillen?

Wir haben versucht, eine Antwort darauf zu finden.

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Feb. 14 2018, 11:14am

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Was haben Kim Kardashian, Bella Hadid, die gesamte Matrix-Besetzung und deine Mutter im Urlaub Anfang der Nullerjahre gemeinsam? Das ultimative Accessoire für 2018, kitzekleine, schmale Sonnenbrillen, die gerade mal so die Augen bedecken. Doch bevor du jetzt anfängst, alle Trends von damals hervorzukramen, solltest du wissen, dass nur das Beste aus dem Jahrzehnt wieder getragen werden kann – und das schmale Etwas ist ganz vorne mit dabei.


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Das Downsizing der Sonnenbrille aufs absolute Minimum geht – wie die meisten Trends – auf die Kardashians zurück, und zwar auf eine ganz besondere Folge von Keeping Up with the Kardashians, in der Kim riesige Sonnenbrillen als out erklärt hat. "Kanye hat mir eine lange Mail geschrieben, in der er sagte 'Du kannst keine großen Sonnenbrillen mehr tragen. Der Trend geht jetzt in die komplett andere Richtung'", sinnierte sie. Der Richtigkeit halber muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Spring/Summer 17 Kollektion von Demna Gvasalia die Matrix-artigen Sonnenbrillen bereits auf dem Laufsteg gezeigt hatte, woraufhin das Internet völlig ausgerastet ist. Sorry Kim. Nach Demna sind dann auch Louis Vuitton, Miu Miu und der Rest der Modewelt nachgezogen.

Auch der New Yorker Kult-Designer Adam Selman und seine Lolita-Sonnenbrille – wenn auch nicht ganz so winzig wie die Modelle, die wir zur Zeit auf den Celebrity-Nasenspitzen balancieren – wurden bereits seit der Saison Sommer 17 getragen, was in der Modewelt im Grunde einer halben Ewigkeit entspricht. Das endgültige Ende der riesigen Sonnenbrille kam, als die Internet-Sensation und Stilikone Jazelle Zanaughtti aka @uglyworldwide Ende letzten Jahres in unserem i-D-Video Be Good Be Kind, Be 2018 dieses Modell von ChristianahJones getragen hat. "Ich will eine schmale Sonnenbrille", sagte sie. "Winzig wie ein Strich, aber in unterschiedlichen Farben, und vielleicht könnte man auch mehrere Brillen gleichzeitig tragen."

Worauf wartest du also noch? Sortier deine Monster-Sonnenbrille à la Olsen Twins aus und bereite dich auf die trendige, schmale Version vor. Alles, was du dabei beachten musst: Die Brille sollte deine Augenbrauen nicht verdecken und so viel wie möglich vom Auge entblößen. Klar, der Schutz vor UV-Strahlen ist gleich Null, aber in Situationen, in denen keine Sonne strahlt, sind sie einfach perfekt: im Club, Büro oder Kino. Je unpraktischer und hässlicher, desto besser. Aber wo genau kannst bekommst du sie her?

Der Name, der gerade in aller Munde (und auf allen Nasen) ist, ist der des georgischen Designers George Keburia: Gigi, Bella, Solange – sie alle bedecken ihre Augen mit seinen winzigen Gläsern. Irgendwie hat man den Eindruck, dass sie nicht wirklich zum Gesicht passen (sie sehen echt seltsam aus). Aber genau darum geht’s: Sie sind eine Mischung aus Futurismus und Mode, eine Kreuzung zwischen High-Tech und High-Trend. So schlecht, dass sie wieder cool sind.

Uns ist klar, dass diese klitzekleinen, schmalen Brillen unpraktisch sind und oft keinen wirklichen UV-Schutz bieten. Im Vergleich zu den riesigen Sonnenbrillen kannst du dich weder vor Blitzlichtgewitter abschirmen, noch eine durchzechte Nacht verbergen. Die schmalen Modelle sind schonungslos. Sie entblößen Augenringe und das ganze Gesicht des Trägers, egal wer und wo er ist. Sie sind pure Ästhetik, wie gemacht für unsere von Bildern überladene Zeit.

Dieser Artikel stammt von unseren Kollegen aus der UK-Redaktion.