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out & about mit cakes da killa und seiner crew in berlin

Im neuesten „i-Diary“ folgen wir Cakes da Killa auf seiner Tour durch die Berliner Nacht.

von Max Migowski
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29 November 2016, 1:40pm

Es ist Donnerstagnachmittag in einem recht überschaubaren Airbnb-Appartment am Mehringdamm. Zum Zeitpunkt des Treffens geht die Sonne gerade unter: Hier residiert der junge Rapper Rashard Bradshaw, alias Cakes da Killa, während seines mehrtägigen Aufenthalts in Berlin. Sam, Cakes' DJ, öffnet die Tür und erklärt, dass Cakes sich noch zurechtmacht. Noch ist unklar, was dieser Abend alles bringen wird, aber das verfliegt spätestens in der Sekunde, in der Cakes da Killa mit breitem Grinse lachend den Raum betritt. An diesem Abend ist er der Opening-Act für die kanadische Sängerin und Feministen-Ikone Peachesin der Columbiahalle und performt er anschließend auf der hauseigenen VICE Deutschland--Party im Monarch.

Der ursprünglich aus New Jersey stammende Mittzwanziger ist selbstbewusst und extrovertiert und spielt in seinen Texten mit der Tatsache, dass er einer der wenigen offen schwul lebenden Rappern ist. Dass noch so viel Aufheben um seine Sexualität gemacht wird, im Zusammenhang mit dem Genre leider immer noch nicht selbstverständlich und der grundsätzlich ein ganz anderes Männerbild verkauft, versteht er nicht. In einem Interviewmit uns im letzten Jahr erklärte er, dass er einfach er selbst sei. Rap und HipHop thematisieren und glorifizieren viele fragwürdige Dinge: Wieso ist es aber von so großer Bedeutung für alle, dass er offen mit seiner Sexualität umgeht?

Diesen Oktober hat Cakes da Killa sein Debütalbum Hedonism veröffentlicht. Seine Musik lässt sich schwer einer bestimmten Kategorie zuordnen. Eine Mischung aus schnellen, frechen raffinierten Rap-Texten und derben Bässen. Er ist in jeglicher Hinsicht einzigartig Das beweist er an diesem Abend nicht nur auf menschlichem, sondern auch künstlerischem Level. Sobald er die Bühne betritt, gehört ihm der Raum. Er steht gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit und geht in dieser Rolle als Entertainer sichtbar auf, sowohl während seines Auftritts als auch auf zwischenmenschlicher Ebene. Seine Ehrlichkeit und sein unverfälscht-authentisches Wesen in Kombination mit seiner Persönlichkeit machen ihn zu einem der interessantesten Künstler der Stunde. Was er an seinem Abend in Berlin alles erlebt hat, hat er für uns in Fotos festgehalten: 

PeachesMatt LambertLotic

Hier geht's zu weiteren Fototagebüchern aus unserer Rubrik „i-Diary".

@cakesdakilla

Credits


Text: Max Migowski
Fotos: Cakes Da Killa
Besonderen Dank an The Impossible Project für den Instant Film und die Kamera