nicki minaj prangert den rassismus in der musikindustrie an und taylor swift schmollt

Die US-Sängerin kritisiert den Fernsehsender MTV für dessen Ignoranz gegenüber schwarzen Künstlerinnen und irgendwie fühlte sich Taylor Swift persönlich angegriffen.

von Isabelle Hellyer
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22 Juli 2015, 9:55am

Nur wenige Musikvideos haben so viel Einfluss auf die zeitgenössische Kultur gehabt wie Nicki Minajs „Anaconda". Der Song ist eine Ode an die wunderschönen Frauen mit den fat asses und eine Hymne des Sich-selbst-Liebens und sorgte für die dringend benötigte Atempause von der „Skinny-gleich-schön"-Perspektive, die die Popkultur dominiert. Nicki gab allen Frauen die Chance, ihre Schönheit zu feiern, und eroberte im Verlauf dessen das Internet im Sturm.

Wie Nicki selbst bemerkte, inspirierte das Video zu „Anaconda" unzählige Kostüme, Artikel, Tänze und Memes. Es dominierte die Debatten und brach mit 19,6 Millionen Klicks in nur einem Tag den Vevo-Rekord für das meistgesehene Musikvideo in 24 Stunden. Aber trotzdem wurde das Video zu „Anaconda" dieses Jahr nicht in der Kategorie „Video of the Year" bei den MTV VMAs nominiert. Nicki schrieb, wenn sie eine andere Art von Künstlerin wäre oder sie in ihrem Song einen anderen Frauentyp gefeiert hätte, dann wäre die Situation eine ganz andere.

Taylor Swift, deren „Bad Blood"-Video in der Kategorie nominiert wurde, legte es nicht als Kritik am Rassismus in der Musikindustrie aus, sondern bezog Nickis Worte auf sich selbst. Nicki korrigierte Taylor Swift und twitterte einige Kommentare zurück. Das ist passiert.

Die Medien beschrieben die Kommentare, die eindeutig gegen MTV gerichtet sind, in ihrer Berichterstattung als „Stiche" und „Tritte" gegen Taylor Swift. Das beweist doch nur, wie Recht Nicki Minaj hat. Die Musikindustrie glorifiziert und feiert ständig weiße Entertainer und ignoriert die Erfolge von schwarzen Künstlern. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, Künstlerinnen wie Nicki Minaj zu haben. Und jetzt ist der perfekte Moment, um dir noch einmal das Meisterwerk „Anaconda" anzuschauen:

Credits


Text: Isabelle Hellyer