wie man einen internet-trend in ein politisches statement umwandeln kann

Simone Shepherd und die Schauspieler des Films „Black in Blue“ stellen in ihrer #mannequinchallenge die unrechtmäßige Gewalt weißer Polizisten gegenüber Schwarzen in Amerika dar.

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Nov. 15 2016, 12:00pm

Simone Shepherd, ursprünglich bekannt durch ihre Aktivität auf der Video-Plattform Vine, und die Besetzung des noch zu erscheinenden Films Black in Blue, welcher die Rassenproblematik in den Vereinigten Staaten beleuchten soll, nehmen sich Polizeigewalt gegenüber Schwarzen in den USA zum Vorbild für ihre Version des Social Media-Trends #mannequinchallenge.

In dem Clip, der vor einigen Tagen auf Instagram und Facebook veröffentlicht wurde, werden Szenen weltweit kontrovers diskutierter Vorfälle weißer Staatsgewalt gegenüber unbewaffneten, schwarzen Mitbürgern nachgestellt. Zu jeder der Imitationen wurden original oder themenrelevante Tonsequenzen des jeweilig nachgeahmten Falls abgespielt. Konkrete Beispiele sind unter anderem der Fall des jungen Trayvon Martin, wessen Tod eine riesige Welle in der #blacklivesmatter-Bewegung ausgelöst hat.

Shepherd erklärte Newsbeat: „Ich empfand es als wichtig, die Leute da draußen an eine sehr ernstzunehmende Problematik zu erinnern, welche nach wie vor noch nicht entsprechend von unsere Regierung adressiert wurde ... Schwarze Amerikaner werden in alarmierend hohen Zahlen von inkompetenten, rassistischen Polizisten umgebracht." Das sich noch in den Anfangsphasen befindende Filmprojekt Black in Blue finanziert sich durch Crowdfunding und „soll die rassenbedingten Anspannungen zwischen der Polizei und denen, die sie geschworen haben zu beschützen, thematisieren." Im Frühjahr 2017 sollen die Dreharbeiten beginnen.

Die etwas andere, beeindruckende Version der #mannequinchallenge kannst du dir hier anschauen:  

Credits


Text: Max Migowski
Foto: Screenshot aus Instgram-Video von @blackinbluefilm_