7 UdK-Studenten erzählen, wie man als junger Kreativer heutzutage aus der Masse heraussticht

VonJuule KayFotos vonTereza Mundilová

Anlässlich der heutigen offiziellen Eröffnung des Rundgangs der Universität der Künste, stellen wir dir sieben Studenten der UdK aus den Bereichen Illustration, Grafikdesign, Modedesign und Fotografie genauer vor.

Louise, 22

Woher kommst du?
Europa.

Was machst du?
Mich immer wieder neu erfinden und Visuelle Kommunikation studieren.

In deinen Arbeiten spielt du viel mit Farben, warum?
Farben sind etwas sehr Sensibles für mich. Ich fange bestimmte Stimmungen ein, die etwas in mir auslösen.

Wie wichtig ist dir Spontanität bezogen auf Fotografie?
Sehr wichtig. Ich arrangiere meine Motive nur sehr selten. Das, was ich in Dingen und Orten sehe, versuche ich, so authentisch und ehrlich wie nur möglich zu fotografieren – Timing spielt dabei eine sehr große Rolle.

In welcher Beziehung stehst du zu deinen Models?
Die meisten Models sind meine Freunde oder Freunde von Freunden. Ich finde es sehr schön mit Menschen zu arbeiten, die mir am Herzen liegen.

In deiner Fotografie sind Strukturen sehr wichtig. Wie findest du sie?
Ich mag haptische Oberflächen und strecke gerne mal meine Hand nach Dingen aus, um sie zu berühren. Strukturen sind überall und sobald ich meine Augen bewusst öffne, finde ich immer wieder Neues. In einer glatten Welt voller Smartphones und Flatscreens suche ich nach Dingen mit Tiefe.

Wenn du jeden Ort auf dieser Welt vor deine Linse bekommen könntest, welchen würdest du wählen?
Ich habe keinen bestimmten Ort, wo ich unbedingt fotografieren möchte. Ich reise sehr gerne und mag, wie sich meine Wahrnehmung verändert, wenn ich an einem Ort bin, den ich nicht kenne.

Inspiriert Berlin deine Arbeit?
Die Menschen um mich herum inspirieren meine Art zu leben, wobei meine Fotos etwas sehr Persönliches von mir widerspiegeln.

Wie können junge Kreative heutzutage aus der Masse herausstechen?
Man sollte nicht probieren, individueller zu sein als alle anderen, sondern sich bewusst machen, wie und was man in Wirklichkeit ist. Themen zu finden, die einem das Herz öffnen und mit denen man andere Herzen öffnen möchte.

louiseborinski.tumblr.com

Lucas

Woher kommst du?
Berlin.

Was machst du?
Ich arbeite gerade an einer neuen "Doppell Edition", bestehend aus einer Serie von Postkarten mit dem Type Design meiner Mitstudenten mit dem Titel Teething Type – Sie wird bald erhältlich sein!

Du hast bereits Molekulargenetik am King's College in London studiert. Wie sehr hängen Naturwissenschaften und Grafikdesign zusammen?
Beides ist sehr ähnlich, weil ein systematisches Vorgehen erforderlich ist, um ein Problem lösen zu können. Außerdem erfordern beide sowohl ein Auge für Details, Teamwork und technisches Know-how, als auch die Fähigkeiten, unter Druck arbeiten und Informationen ordnen zu können.

Dein Design ist sehr minimalistisch, warum?
Ich glaube an das Schöne in der Einfachheit. Klar ist es eine Herausforderung, aus wenig etwas zu machen, aber ich versuche, grundsätzlich überflüssigen Kram zu vermeiden und frage mich deshalb immer: Brauche ich das wirklich, kann ich das reduzieren?

Was ist das wichtigste Element für ein gelungenes Plakat?
Mit dieser Frage schlage ich mich auch schon herum. Ich denke aber, dass es hilft eine klare und kurze Botschaft zu vermitteln. Gute Plakate sind sogar in Miniaturansicht visuell ansprechend.

Inspiriert Berlin deine Arbeit?
Es ist in gewisser Weise inspirierend, dass man freier von bestimmten finanziellen Zwängen ist—im Vergleich zu anderen Großstädten zumindest.

Wie können junge Kreative heutzutage aus der Masse herausstechen?
Indem sie Bücher lesen.

liccini.de

Gesine, 29

Woher kommst du?
Geboren bin ich in Leipzig, zu Hause fühle ich mich in Berlin.

Was machst du?
Momentan versuche ich, auf mein Bauchgefühl zu hören und Entscheidungen zu treffen, die sich gut anfühlen und mich glücklich machen.

Wie kam es dazu, dass du selbst Mode entwerfen wolltest?
Ich denke, ich hatte bereits seit meiner Kindheit ein Interesse und eine Faszination für Mode, wenn auch mit einem kindlichen naiven Blick auf das, was Mode sein könnte. Richtig bewusst darüber, dass ich selbst Modedesign studieren möchte, wurde ich mir während meines ersten Studiums der Kunst- und Kulturwissenschaft. Die theoretische Auseinandersetzung mit Mode hat mein Interesse und meinen Wunsch, selbst Mode zu entwerfen, noch verstärkt.

Hast du Vorbilder bzw. welche Designer inspirieren dich?
Meine Vorbilder kommen oft selbst gar nicht aus der Mode. Mich inspirieren eher Menschen, denen in begegne. Das könnten flüchtige Begegnungen sein, aber auch Menschen, die mich schon sehr lange begleiten. Aber es gibt natürlich immer Designer, deren Arbeit ich gerade sehr interessant finde, wie zum Beispiel Agi&Sam, Eckhaus Latta und Jacquemus.

Welche Rolle spielt Volumen in deiner Arbeit?
Ich liebe voluminöse Silhouetten! Wenn ich so zurückschaue, spielte das sehr oft eine Rolle in meinen Kollektionen. Ich mag das Spiel mit Volumen und Proportionen. Mich interessieren körperferne und zum Teil überzeichnete Silhouetten einfach mehr als körperbetonte Looks.

Wie unterscheidet sich deine BA-Kollektion von deiner MA-Kollektion? Wie hast du dich weiterentwickelt?
Meine BA-Kollektion war minimalistischer und zurückhaltender, schon allein dadurch, dass sie monochrom weiß ist. Bis zum Bachelor habe ich Womenswear gemacht—in meiner MA-Kollektion entsteht eine Herrenkollektion. Sie wird experimenteller sein, sowohl in der Farbauswahl, den Stoffkombinationen als auch in der Materialbearbeitung. Wahrscheinlich habe ich mich insofern weiterentwickelt, dass ich eine größere Selbstsicherheit dafür entwickelt habe, wer ich als Designer bin bzw. sein möchte.

Wie würdest du die aktuelle Entwicklung in der Modebranche beschreiben?
Es ist schwierig für junge Designer, vor allem, wenn sie sich selbstständig machen möchten. Es gibt nicht viel Förderung und Unterstützung, zumindest sehe ich das in Deutschland so. Ich wünsche mir oft, dass der Mode mehr Relevanz und Wichtigkeit zugesprochen wird.

Inspiriert Berlin deine Arbeit?
Mich hat Berlin nie bewusst in meiner Arbeit inspiriert. Das liegt wohl daran, dass ich mich immer sehr dafür interessiert habe, was außerhalb meiner unmittelbaren Umgebung passiert. Wie funktionieren die Dinge in anderen Gesellschaften und Kulturen? Wie wird Mode dort gesehen und verstanden? Und wie kleiden sich die Menschen dort? Natürlich kann man soziologische Phänomene und Entwicklungen auch hier in Berlin beobachten.

Wie können junge Kreative heutzutage aus der Masse herausstechen?
Ich denke die Frage ist, ob man überhaupt herausstechen möchte und was herausstechen für jeden selbst bedeutet. Meiner Meinung nach sollte man in seiner Arbeit authentisch bleiben. Für den einen spielen Wertigkeit, Qualität und Tragbarkeit eine sehr große Rolle, für den anderen ist es eine eher experimentelle Auseinandersetzung mit dem Thema Mode. Für mich selbst ist eine reflektierte und künstlerische Arbeitsweise wichtig.

gesinefoersterling.com

Finnian, 22

Woher kommst du?
Ich bin vor sieben Jahren von Düsseldorf nach Berlin gezogen und habe die irische und deutsche Staatsbürgerschaft.

Was machst du?
Ich bin Illustrator und Designer.

Was hat es mit Neo Tokyo auf sich und inwiefern inspiriert es dich?
Der Begriff Neo Tokyo hat sich gebildet, nachdem ich Filme wie Akira, Blade Runner, Ghost in the Shell gesehen und das Buch Neuromancer von William Gibson gelesen habe. Es ist ein Begriff für alles Futuristische, das von seiner Umgebung Losgelöste. Eine Welt aus Stahl, Beton und Aluminium. Es ist der größte Antrieb für mein Schaffen.

Wie bist du zum Illustrieren gekommen?
So etwas kann man nicht wirklich beantworten. Im Kindergarten sind es nur Kringel und Kritzeleien, in der Grundschule zeichnet man Pokémon und Dragon Ball und irgendwann studiert man an der UdK. Ich habe immer gezeichnet und nicht aufgehört, und das werde ich auch nie.

Auf welche deiner Illustrationen bist du besonders stolz?
Mir gefallen immer die neuesten Zeichnungen, weil sie meinen derzeitigen technischen Stand darstellen. Wenn ich mich jedoch festlegen würde, wäre das meine Pinselstift-Illustration eines Vermummten, die für den Pariser Fashionweek-Flyer des Modelabels Acronym benutzt wurde.

Du heißt auf Instagram Johnny Terror. Wann hast du das letzte mal so wirklich Terror gemacht?
Achja, mein Alter Ego. Der Name ist von den Bösewichten aus schlechten 80er/90er-Jahre-Filmen inspiriert. Ich muss aber gestehen, dass ich beizeiten auch zu Johnny Terror werde, wenn mein Filzstift leer geht oder ich mit der Hand beim Zeichnen ausrutsche.

Inspiriert Berlin deine Arbeit?
Definitiv. Berlin hat einige Ecken, die in die besagte Vision des Neo Tokyo reinpassen und zu denen ich mich sehr hingezogen fühle. Abgesehen davon hat Berlin mit seinen zerschossenen Vorkriegsbauten, verblichenen 80er-Jahre-Blöcken und futuristischen Hochglanz-Neubauten eine derartige Vielfalt, dass es schon beim Spazierengehen kreativ anregt. Die Menschen hier sind genauso ein großer Einfluss. Zu denen zählt für mich die modische Vielfalt, die ich auf den Straßen bewundere und genieße, sowie die multikulturellen Einflüsse, die ich sehr schätze und ohne die ich nicht leben könnte und möchte.

Wie können junge Kreative heutzutage aus der Masse herausstechen?
Man sollte sich nicht darauf konzentrieren, aus der Masse herauszustechen, sondern viel mehr umzusetzen, was einen kreativ anregt. Wenn man das schafft, dann sticht man auf natürliche Weise heraus. Mach, was dich glücklich macht und mach es jeden Tag!

@johnnyterror

Elias, 25

Woher kommst du?
Wien, Österreich.

Was machst du?
Ich studiere Visuelle Kommunikation/ Grafikdesign an der UdK Berlin und bin selbstständiger Grafikdesigner.

Du hast dich besonders auf Typografie spezialisiert. Was magst du daran am meisten?
Typografie spielt eine große Rolle in meiner Gestaltung. Wenn ich Bilder oder grafische Elemente verwende, versuche ich, diese immer in enges Zusammenspiel mit Typografie zu bringen. Wenn es gelingt, wird es visuell spannend.

Für welchen Künstler oder Anlass würdest du am liebsten etwas designen?
Ein paar Vinyls oder am besten für jemanden, der mich einfach machen lässt, Geschmack hat und dann auch noch gut zahlt.

Wie bist du zum Grafikdesign gekommen?
Ich hätte dazu gerne eine spannende Geschichte zu erzählen, aber ich fürchte, die gibt es leider nicht.

Inspiriert Berlin deine Arbeit?
Ich denke, das Umfeld spielt immer eine wichtige Rolle, egal wo man sich befindet. Die Szene in Berlin ist groß und vor allem vielfältig. Hier findet man den Austausch und die Zusammenarbeit mit guten Grafikdesignern. Das ist wahrscheinlich die beste Inspiration, die man haben kann. Und dann muss man manchmal ein bisschen strampeln, damit man nicht untergeht.

Wie können junge Kreative heutzutage aus der Masse herausstechen?
Für mich ist es wichtig, ständig zu produzieren, sich visuell zu probieren und zu versuchen, sich nicht einem Stil zu verschreiben. Ob das klappt, weiß ich nicht. Aber vielleicht muss man sich gar nicht abheben, vielleicht kann man ja einfach in der crowd sein.

elias-hanzer.tumblr.com

Eric, 28

Woher kommst du?
Ich bin in Frankfurt am Main geboren und habe dort Laufen gelernt. Ich bin aber recht früh von zu Hause ausgezogen, um dann in Bauwägen und meinen ersten WGs zu wohnen.

Was machst du?
Ich habe gerade meinen Bachelor an der UdK gemacht und illustriere, zeichne und fotografiere. Ich mache mir Notizen und kleine Zeichnungen, um meine Gedanken festzuhalten oder sie zu Ende zu denken. Mindestens genauso wichtig finde ich es allerdings, sich keine Gedanken zu machen. Gerade beim Zeichnen, da kommen dann manchmal ganz unbewusst ganz tolle Dinge zu Tage.

Wolltest du schon immer Illustrator werden?
Bevor ich mich dazu entschieden habe, an der UdK zu studieren, war ich mir nicht ganz sicher, was ich werden möchte. Als kleiner Junge wollte ich Pilot oder Radiomoderator werden. Ich zeichne, seit ich als Kind damit angefangen habe, das haben wir alle irgendwann. Ich habe es eben nicht mehr bleiben lassen. Ich finde es immer komisch, wenn Leute sagen, sie könnten nicht zeichnen. Vermutlich haben die meisten Kinder einen Stift in die Hand bekommen, bevor sie überhaupt laufen oder sprechen konnten und die wollen mir dann erzählen, die könnten das nicht?

An welchem Ort illustrierst du am liebsten?
Ich habe fast immer mein Skizzenbuch dabei, damit ich jederzeit und an jedem Ort spontan anfangen kann zu zeichnen. Wenn es dann darum geht, diese Zeichnungen weiter auszuarbeiten, schätze ich meinen Schreibtisch und das Regal daneben, in dem sich alles an Werkzeug findet, was ich möglicherweise brauchen könnte.

Was ist dein Lieblingskörperteil zum Illustrieren?
Ich mag Köpfe und Pos, die sind so schön rund.

Die Körper, die du illustrierst, entsprechen oft nicht den gewöhnlichen menschlichen Proportionen. Wen nimmst du dir als Vorlage?
Ich finde, es wird allerhöchste Zeit sich in den Medien von Stereotypen und Idealkörpern zu verabschieden. Ja, es gibt Menschen, die sind wirklich wohlproportioniert, aber die U-Bahn lehrt mich etwas anderes. Die meisten Menschen sehen nicht so aus: Manche haben recht kurze Arme oder Beine, manche sind ganz rund, andere sehen aus wie ein Stock, so wie ich vielleicht.
Oftmals sind auch tierartige Züge, gerade im Gesicht, zu erkennen. Es gibt Menschen, die haben etwas Echsenhaftes, Pferdiges oder Vogeliges an sich. Illustrationen, auf denen alle Menschen dünn, weiß und wohlproportioniert sind, öden mich an und vermitteln ein trügerisches Bild der Wirklichkeit. Ich arbeite deshalb mit Vereinfachungen und Übertreibungen.

Wie sieht es mit deinem eigenen Körperbild aus?
Ich bin zufrieden, was soll ich auch machen? So bin ich auf die Welt gekommen. Manchmal wäre ich gerne ein bisschen muskulöser, aber dann schaue ich mir die Muckimänner bei McFit an, wie sie stundenlang Gewichte stemmen und sich über ihr neues Eiweißpräparat unterhalten und weiß wieder, dass es OK ist, weil ich ihr Leben nicht haben möchte.

Inspiriert Berlin deine Arbeit?
Umzüge sind immer inspirierend. Alles inspiriert mich. Es fällt mir daher schwer, das zu präzisieren. Inspiration findet bei mir oftmals unbewusst statt. Dieser ganze kreative Schaffensprozess ist mir ein Rätsel, hoffentlich bleibt das auch so! Es ist irgendwie magisch.

Wie können junge Kreative heutzutage aus der Masse herausstechen?
Müssen sie das überhaupt? Tun sie das nicht zwangsläufig, wenn sie machen, was sie interessiert und ihnen Spaß macht? Wenn man sich an irgendwelchen Trends orientiert, hat man doch eigentlich eh schon verloren.

ericreh.de

Muyao, 29

Woher kommst du?
Peking, China.

Was machst du?
Ich studiere Modedesign im Master an der UdK und habe dort einen Tutorenjob im Fach Schnittmuster. Nebenbei verdiene ich mein Geld als Schuhverkäuferin und manchmal auch mit dem Designen von Männermode. Ich benutze Männermode oft als Medium, um meine Gedanken zu visualisieren, die ich nicht in Worte fassen kann.

Welchen Ratschlag würdest du jedem angehenden Modedesigner ans Herz legen?
Überdenke deine Entscheidung, Modedesigner zu werden, immer und immer wieder. Überdenke sie nach deinem ersten Studienjahr, nach deinem Abschluss, nach einem Jahr im Berufsleben, nach fünf, nach zehn und nach zwanzig Jahren – wenn es denn überhaupt so lange anhalten sollte. Wenn du dir seit 20 Jahren immer wieder die gleiche Frage stellst und die Antwort immer Ja gewesen ist und du auch immer noch davon überzeugt bist, dann hättest du schon Jahre lang etwas anderes bzw. mehr als Mode gemacht.

Mit wem würdest du gerne mal zusammenarbeiten?
Am liebsten mit Comme des Garçons Shirts. Bis zu den Pariser RTW-Schauen für Frühjahr/Sommer 2017 werde ich mit Mads Dinesen an seinen aktuellen Kollektionen arbeiten.

Wie unterscheidet sich deine BA-Kollektion von deiner MA-Kollektion? Wie hat sich deine Arbeit über die Zeit verändert?
Ich glaube, da passt die Metapher des Hauses ganz gut: Wenn du ein Haus zeichnest, fängst du mit einer Perspektive an, bevor der Rest kommt. Ich zeige gerne zuerst die Vorderseite und dann erst die Rückseite. Menschen, die meine Zeichnungen mit zeitlichem Abstand ansehen, halten mein Haus daher vielleicht für zwei unterschiedliche Häuser, aber dennoch ist es ein und dasselbe.

Du hast einen sehr experimentellen Zugang zur Mode und zum Beispiel Männerkörper aus Stofflagen geschnitten. Wie kam es zu diesem Zugang?
Mein erster Freund war Magier und hat mir beigebracht, dass du andere Menschen davon überzeugen kannst, aus nichts etwas zu machen.

Wie würdest du die aktuelle Entwicklung in der Modebranche beschreiben?
Digitales Camouflage.

Wie können junge Kreative heutzutage aus der Masse herausstechen?
Jung und erfolgreich zu sein, lag noch nie in meinem Interesse. Ich schätze das, was ich tue, und würde mir sehr gerne öfter Zeit und Raum geben. Es braucht Zeit, um zu realisieren, was man gerne machen möchte, ich hab sehr viel vor und brauche auch sehr viel Zeit. Zum Glück hab ich noch viel davon.