13 songs, die lorde inspirieren

Bevor sie selbst ein Star wurde, war Lorde nämlich selbst ein Fangirl. Von Drake bis Fleetwood Mac: Wir haben für euch eine Liste mit den Lieblingssongs der „Green Light“-Sängerin zusammengestellt.

von Alyssa Pereira
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25 April 2017, 2:25pm

Die Chancen stehen ziemlich hoch, wenn man Lorde nach ihrem Lieblingsalbum fragt, dass es ihr schwerfallen würde, nur eins zu nennen. Die Neuseeländerin Schrägstrich der globale Popstar scheint aus fast jedem Musikgenre Favoriten zu haben. Und die teilt sie auch mit ihren Millionen Twitter-, Tumblr-, Facebook- und Instagram-Followern. Lorde ist eine der ersten nativen Social-Media-Popstars; Sie benutzt ihre Plattformen schon immer als Tagebuch und teilt ihre Entdeckungen aus der Mode, Fotografie und natürlich Musik mit ihren Followern.

Das war nicht immer so. In einem Interview mit Vevo sagt sie, dass ihre Eltern immer die gleichen 10 bis 15 Alben gehört hätten, als sie jünger war und dass sie Prince und Michael Jackson erst für sich entdeckt hat, als sie mit ihrer eigenen Musikkarriere angefangen hat. Hier sind ein paar von Lordes Lieblingssongs von Musikern und Musikerinnen, die sie inspirieren.

Robyn, Dancing on My Own

Für Lorde ist „Dancing on My Own" der perfekte Song. Die Beziehung dazu hat sie als „wichtigste Freundschaft, die ich jemals haben werde", beschrieben. Sie liebt die Dynamik und glaubt, dass der Song für den hohen Stellenwert von Musik in ihrem Leben gesorgt habe: „Er ist fröhlich und traurig, selbstbewusst und unabhängig, aber auch verletzlich und klein, trotz Herzschmerz ist sie voller Freude. Jeder Satz ist perfekt", schreibt Lorde. „Wir haben ihn im Studio gehört. Ich bin aufgestanden, habe mit verschlossenen Augen getanzt und halte meine Arme an meinen Ohren", schreibt sie weiter. [Meine Freunde und ich] haben uns in die Augen geschaut und die Worte mitgesungen. Ich habe so viel auf einmal gefühlt."

Beach Boys, God Only Knows

„Dancing On My Own" ist vielleicht Lordes lieber Popsong, aber dieser Song von den Beastie Boys aus dem Jahr 1966 gehört in die Top Five, wie sie auf Tumblr geschrieben hat. „Der Song ist so komplex, irgendwie bittersüß und fröhlich", schreibt sie. Alle, für die es ultimative Lieblingssong ist, haben die richtige Wahl getroffen.

Katy Perry, Teenage Dream

Lorde steht zwar auf die Klassiker — es ist bekannt, dass sie Nina Simone und viele Rocker der 60er und 70er liebt —, aber auch Katy Perrys Hit aus dem Jahr 2010 „Teenage Dream" hat es ihr angetan. In einem Porträt für die New York Times hat sie verraten, dass sie den Song so sehr liebt, „dass er schon fast etwas Heiliges hat." „Der Song hat etwas Trauriges, beim Zuhören fühlt man sich jung, aber man weiß auch gleichzeitig um die Vergänglichkeit dieser Zeit", sagt Lorde dem Journalisten Jonah Weiner in seinem Porträt für das New York Times Magazine. „Als ich ihn gehört habe, war so ich genauso bewegt wie bei einem Song von David Bowie, Fleetwood Mac oder Neil Young. Man fühlt etwas, von dem vorher gar nicht wusste, dass man es fühlen konnte."

Alicia Keys, Try Sleeping with a Broken Heart

Ihr Privatleben hält Lorde privat und kommentiert die Trennung von ihrem Langzeitfreund, dem Fotografen James Lowe, nicht weiter, außer in der Sendung von Zane Lowe auf Beats One. Ihm hat sie verraten, dass „Green Light" auch autobiografisch ist. In dem New-York-Times-Artikel hat sie auch verraten, dass ihr Alicia Keys „Try Sleeping with a Broken Heart" wichtig ist. „Wenn der Song läuft, dann fange ich an zu weinen."

Travis Scott, Antidote

Ein Track, über dessen Einfachheit sie mehrmals in den höchsten Tönen getwittert hat, ist Travis Scotts Hit „Antitode" aus dem Jahr 2015. In mehreren Posts hat sie erklärt, was sie so genial an dem Song findet und verraten, dass sie sich „leidenschaftlich" für die Arbeit des HipHoppers interessiert, „die sie super interessant findet". „Es ist im Prinzip eine Melodielinie, ein Wort für zwei Sekunden und irgendwie fühlt es sich vier Minuten lang gut an", schreibt sie. „Dann kommt die höhere Melodielinie (das ist eigentlich die originale, nur ein bisschen höher) und wir warten bereits darauf. Das ist eine Erlösung. Travis gibt uns nur Krümel und wir behandeln es wie ein Festessen."

David Bowie, Fashion

Wie so viele auch, war Lorde am Boden, als sie gehört hat, dass David Bowie gestorben ist. Wie sie damals auf Facebook geschrieben hat, sei ein Treffen mit ihm für sie sehr wichtig gewesen, weil es einen Wendepunkt in ihrer Karriere darstellen würde. Auch wenn Lorde oft sagt, dass die Treffen mit musikalischen Vorbildern oft nicht so toll sind, weil der Druck zu groß sei, war das Treffen mit Bowie anders. Mit 17 ist sie auf einer Vogue-Benefizveranstaltung aufgetreten, sie sang drei Songs vor dem glamourösen Publikum. Anna Wintour kam zu ihr und sagte ihr, dass David Bowie sie kennenlernen will. Das Treffen hat ihr Leben verändert. „Ich werde nie vergessen, wie sich unsere Hände berührt haben, als wir miteinander gesprochen haben, oder das Feuer in seinen Augen. An diesem Abend hat sich etwas in mir verändert, ich habe gespürt, wie Ruhe und Bestimmtheit in mir gewachsen sind", erinnert sie sich. „Ich denke an diese kurzen Momente, in denen er mich in mein neues Leben katapultiert hat, ein alter, alienhafter Rock 'n' Roll Engel mit einem perfekt sitzenden grauen Anzug. Ich habe realisiert, dass alles, das ich getan habe, oder noch tun werde, würde ich so machen, als ob er mir dabei zuschaut." Sie wurde selbstbewusster, war sich ihrer Andersartigkeit bewusster hört nie auf, „brandneue Tänze" zu lernen.

Banks, Fuck With Myself

Wie alle gute Freundinnen, unterstützt Lorde ihre Besties. Einer Musikerin hat sie gleich mehrere Male groß beworben: die in Los Angeles lebende Banks. Letzten Juli schrieb sie: „Holy Shit, das ist cool", und forderte ihre Twitter-Follower auf, den Track mehrere Male zu hören. Die Single, die Banks danach veröffentlich hat, „Fuck with Myself" sei großartig und ihr aktuelles Album The Altar sei fantastisch.

Yeasayer, Ambling Alp

Es gibt nicht viele zeitgenössische Musiker, die Lorde als „lebensverändernd" bezeichnet. Eine der wenigen Band ist Yeasayer aus Brooklyn, die sie hört, seitdem sie 13 ist. Sie hat mehrmals gesagt und geschrieben, dass sie die Band liebt. Nachdem sie getwittert hat, dass sie zwischen zwei Telefoninterviews eine Akustikversion eines Songs von ihnen singt, hat die Band über Twitter gefragt, welchen Song sie gut findet. „Mir ist es gleichzeitig peinlich und ich bin froh", hat sie geantwortet. „Es ist „Ambling Alp" (ihr gehört zu meinen Lieblingsbands)."

Kehlani, Keep On

Kehlani hat mit Lorde einen begeisterten Fan, das liegt an der „Zeitlosigkeit" ihrer Musik. Die Sängerin und Songwriterin aus Oakland, die im Januar ihr Debütalbum SweetSexySavage veröffentlicht hat, wurde von Lorde kräftig unterstützt, die sie zum ersten Mal auf dem Camp Flog Gnaw Festival von Tyler the Creator erlebt hat. „Holy Shit, was für eine Präsenz", schrieb sie. „Ich bin verliebt." Einen Tag, nach dem das Album herauskam, hat Lorde ihr Lob erneuert: das sei ihr Lieblingsdebüt der letzten zwei Jahre. „Ihr müsst euch Kehlanis Album anhören, es ist sehr besonders", so Lorde. „So nuancierte, zeitlose und fröhliche Musik."

Fleetwood Mac, Landslide

Wenn es eine Band gibt, die Lorde mit einem Liveauftritt begeistern kann, dann ist es Fleetwood Mac. Gegenüber Vevo hat sie gesagt, dass „Rumours" der perfekte Song ist. In einem langen Instagram-Post hat sie ihren Followern erklärt, „dass mir noch nie zuvor eine Band mir so viel gegeben hat. Jeder Song hat ein Platz in meinem Herzen, in meiner Kindheit und in meinem Familienleben. Ich habe daran geglaubt, was Lindsey [Buckingham] über das Zustandekommen von „Rumours" gesagt hat und wo sie heute stehen - das war Schicksal." Lorde lobt Stevie Nicks: „Stevies Stimme war scharf, klar und voll. Es war einfach magisch, sie vor mir zu sehen; meine Halbmond-Mutter, live vor mir, in Schwarz und ihr Haar im Spiel des Lichtes."

Drake, Hotline Bling

Dass Lorde ein großer Fan von Drake, ist wohl kaum ein Geheimnis. Besonders angetan hat es ihr sein Megahit „Hotline Bling". Wie bei „Antitode" bewundert Lorde die Performance. „Das ist ein cleverer und kreativer Weg, um etwas sehr Einfaches zu sagen." Aufgrund von Drakes Pop-Songwriting-Skills sei er für sie „eine tolle Ressource". Seine Hooks seien „wie gemalte Songs in Primärfarben, wie die Bilder von Rothko." „Mit solchen dynamischen Hooks isoliert er einen Song, der einen im Vergleich zu anderen länger im Gedächtnis bleibt", sagt sie, „auch wenn sie konzeptionell ähnlich sind."

Alduous Hardin, Imagining My Man

Genauso wie Lorde Musiker aus der ganzen Welt ihren Followern vorstellt, ist sie einheimischen Talenten aus ihrer Heimat Neuseeland ebenso aufgeschlossen. „Dieser Song macht mich fertig", schreibt sie auf Twitter über „Imaging My Man", ein melancholischer Pianotrack von der Folksängerin Aldous Harding. „Es ist ein weicher Schlag ins Bauch. Ich glaube, dass Aldous die interessanteste Musikerin im Moment ist."

The 1975's "Somebody Else"

Wie so viele andere aus der Popmusik-affinen Welt hat Lorde den Hit von The 1975 „Somebody Else" gefeiert. Die ruhige Elektroballade der britischen Indieband sei der am meisten gespielte Song auf Spotify bei ihr im letzten Jahr gewesen, verriet sie auf Twitter. „Ich gebe zu, dass ich nicht viel Musik dieser Band gehört habe", schreibt sie. „Holy shit, das ist ein perfekter Songklassiker."

Credits


Text: Alyssa Pereira