die stephen shore retrospektive im c/o berlin

„Mich interessierte eine Art von Fotografie, die vergleichbar ist mit visuellen Notizen. Ich wollte etwas festhalten können, ohne gleich ein komplexes Foto machen zu müssen.“

von Lisa Leinen
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04 Februar 2016, 8:50am

Ginger Shore, Causeway Inn, Tampa, Florida, Nov. 17, 1977. From the series “Uncommon Places“

Nach der eindrucksvollen und erfolgreichen Anton-Corbijn-Ausstellung, holt sich das C/O Berlin die nächste vielversprechende Retrospektive ins America Haus: Stephen Shore, der Pionier der Farbfotografie, Innovator der Dokumentarfotografie und Meister der uninszenierten Alltagsfotografie. 

Mit gerade mal 14 Jahren zeigt er seine ersten Fotografien dem großen Edward Steichen, der ihm sofort drei Abzüge abkauft. Einige Jahre später tritt Shore in die Fußstapfen seines Mentors und eröffnet seine erste Solo-Ausstellung im Metropolitan Museum of Modern Art. Shore ist damals 24 Jahre jung und schreibt schon Geschichte: Neben Steichen ist er der einzige noch lebende Fotograf, dem eine Einzelausstellung gewidmet wird. 

Shores Fotos sind ein virtuelles Tagebuch, eine Ansammlung an Schnappschüssen von seinen Reisen und Begegnungen, wie man sie selbst gerne hätte, um an grauen Tagen in bunten Erinnerungen zu blättern.

Am 25. Februar zeigt Ralph Goertz im Zuge des Begleitprogramms seinen Film Stephen Shore - New Color Photography. 

Stephen Shore - Retrospektive ist vom 06. Februar bis zum 22. Mai 2016 im C/O Berlin zu sehen. Die Eröffnung findet am 05. Februar im Amerika Haus statt. Mehr Infos findest du hier

Beverly Boulevard and La Brea Avenue, Los Angeles, California, June 21, 1975. From the series "Uncommon Places"

Room 125, Westbank Motel, Idaho Falls, Idaho, July 18, 1973. From the series "Uncommon Places"

New York City, 2000-2002

American National Bank Building, 1971. From the series "Greetings from Amarillo-Tall in Texas"

Credits


Text: Lisa Leinen
Alle Bilder: Stephen Shore, Courtesy of C/O Berlin

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