10 Dinge, die du über Pop-Newcomerin Grace Carter wissen solltest

Mit ihrem Hit "Silence" erobert die 20-jährige Britin gerade das Internet. Wir haben die Sängerin zum Interview getroffen, um herauszufinden, wer hinter der souligen Pop-Stimme steckt, die uns nicht mehr aus dem Kopf geht.

von i-D Staff
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04 Oktober 2017, 11:19am

Nicole Nodland

"If you're gonna say something, say something. Don't say nothing" sind die ersten Zeilen von Grace Carters Debüt-Single Silence, die uns daran erinnern soll, endlich wieder ehrlicher zueinander zu sein. Die Sängerin verarbeitet in ihren Liedern den alltäglichen Weltschmerz, den jeder von uns nur allzu gut nachfühlen kann — ein gebrochenes Herz, Enttäuschungen und Ängste sind nur einige wenige Emotionen, die sie in ihren Liedern anspricht. "Es gab da jemanden, der mich wirklich sehr verletzt hat, also habe ich versucht, dieses Gefühl mit Worten zu beschreiben", verrät sie uns. Welche Geheimnisse Grace uns noch so verraten hat und warum sie fast Frisörin geworden wäre, erfährst du hier.


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Ihren ersten Song hat sie mit 13 geschrieben.
Früh übt sich. Als Graces Stiefvater, auch ein Musiker, der jungen Britin eine Gitarre geschenkt hat, scheint er genau gewusst zu haben, was er damit in ihr auslösen würde. "Er hat mir drei Akkorde beigebracht und mich dann dazu angestachelt, meinen ersten Song zu schreiben", verrät uns die heute 20-Jährige.

Und der war wirklich dramatisch.
"Er hieß Blank White Page und die erste Songzeile ging so: 'I am staring at a blank white page, I am on the edge of breaking'", so Grace — mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

Musik ist ihr Ventil.
Sie selbst beschreibt ihre Musik als "empowering, traurig und stark zugleich". Kein Wunder, dass Grace der Meinung ist, dass "Stärke in der eigenen Verletzlichkeit steckt". Um ihren angestauten Frust und die damit verbundene Wut rauszulassen, schreibt sie Songs. "Es ist eine Art von Therapie für mich", so Grace. Und sie weiß dabei auch, wie glücklich sie sich schätzen kann, ein Ventil für ihre Emotionen gefunden zu haben.

"Wir machen alle den gleichen Scheiß durch."
Auch wenn wir uns manchmal wie die einzige, hoffnungslos verlorene Seele auf dieser Welt fühlen, so sind wir mit unserem Gefühlschaos gar nicht so alleine, wie es uns manchmal vielleicht vorkommen mag. So geht es auch Grace: "Einfach zu wissen, dass ich nicht die einzige da draußen bin, die so fühlt, und das ganze Feedback meiner Fans zu bekommen, ist bis jetzt mein absolutes Highlight gewesen." Ihre Community zeigt ihre Verbundenheit mit Nachrichten wie "Das hat mich als Mensch stärker gemacht" und "Ich verstehe total, was du meinst" oder einfach nur "Danke". Grace ist nicht nur ein überaus talentierter, sondern auch dankbarer Mensch.

Als junge Frau in die Musikindustrie einzusteigen, sieht sie als Stärke.Natürlich gibt es immer auch Probleme, die damit verbunden sind, aber im Großen und Ganzen fühlt sich Grace umso bestärkter in ihrem Vorhaben, mit Musik Menschen zu erreichen, die ähnlich fühlen wie sie. "Wenn du als junges Mädchen einen Raum voller ausgewachsener Kerle betrittst und deine Stimme trotzdem gehört wird, finde ich das viel mehr ermutigend als abschreckend", erklärt Grace.

Ihre Songs sind Briefe, die nie abgeschickt wurden.
Auch wenn ihre Songs in erster Linie aus negativen Gefühlen wie Wut oder Trauer heraus entstehen, würde Grace ihrem jüngeren Ich am liebsten sagen, "dass am Ende doch alles gut werden wird". Sie arbeitet nämlich gerade an ihrem Debütalbum, das sich mehr wie Briefe als Lieder anfühlt: "Es sind die Briefe, die ich nie geschrieben habe. Es wird eine Geschichte über mein Leben, vom Anfang bis zum Schluss."

Fast wäre sie Frisörin geworden.
"Als ich klein war, hat meine Mutter auf dieses Mädchen aufgepasst, die irgendwann Frisörin wurde. Ich habe immer zu ihr aufgeschaut", erklärt Grace mit einem Lachen. Wir sind ziemlich froh, dass sie sich doch für die Musik entschieden hat und uns mit ihrem ehrlichen Soul-Pop Gänsehaut beschert.

Ehrlichkeit währt am längsten.
Wie wir auch, versteht Grace nicht, warum Leute nicht ehrlicher zu sich selbst und anderen sein können. Angelogen zu werden bringt die Sängerin auf die Palme, deswegen zählen Künstler wie Alicia Keys, Lauren Hill und Nina Simone auch zu ihren größten Inspirationen. Diese verbindet nämlich besonders eines: "Wenn ich Lieder von all' diesen Künstlerinnen höre, dann fühle ich etwas. Es ist diese Art von Ehrlichkeit, die sich in ihrer Stimme und in ihren Liedern wiederfindet."

Essen ist ihre zweite große Leidenschaft
"Ich liebe es, mit Freunden rumzuhängen und zu essen. Am liebsten Pizza mit Peperoni, viel Chili und Oliven", verrät Grace.

"Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels."
Und das soll nicht wie einer dieser Tumblr-Sprüche klingen, die sich deine spirituellen Freunde abspeichern, sondern beschreibt Graces Musik: "Meine Lieder sind nicht bis zum Schluss traurig, es gibt auch Hoffnung." Mittlerweile schreibt die Britin fast täglich an neuen Liedern. Ein Leben ohne Musik wäre für die Sängerin vor allem eines: "beschissen".

@gracecartermusic

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