5 norwegische Nachwuchs-Musiker, die du dir merken solltest

Wir waren beim Musikfestival Vill Vill Vest in Bergen und haben dir Acts mitgebracht, von denen du bald viel hören wirst.

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Okt. 12 2017, 3:08pm

Foto: Hanne Cathrin Olsen

Dass wir hier bei i-D Fans von Musik aus dem hohen Norden sind, ist nichts Neues. Sigrid, Aurora, Smerz und wie sie alle heißen haben schon lange einen ganz besonderen Platz in unserem Herz. Deshalb war die Aufregung auch groß, als wir uns auf den Weg zu einem der spannendsten Showcase-Festivals in Norwegen, dem Vill Vill Vest in Bergen, gemacht haben, um die neusten Talente zu entdecken. Und wie wir sie entdeckt haben! Auch wenn es bei der schieren Dichte an Können schwer war, eine Auswahl zu treffen, präsentieren wir dir jetzt, fünf Newcomer, die uns besonders aufgefallen sind — von verträumten Pop bis hin zu Trapbeats ist alles dabei.

Halie

Du liebst Sigrid? Du kannst bei jedem Aurora-Song mitsingen? Dann ist Halie genau das Richtige für dich. Die gerade erst 16-Jährige hat uns mit ihrer ausdrucksvollen Stimme und Bühnenpräsenz vollkommen überzeugt. Mit ihrem ins Ohr gehenden Wohlfühlpop ist sie die neueste und wohl am meisten erwähnte Vill Vill Vest-Entdeckung. Online kann man gerade mal einen Track von der Norwegerin finden — der läuft bei uns aber schon rauf und runter. Wir freuen uns auf mehr!

Softcore untd.

Dass Bergen die Brutstätte für den besten norwegischen HipHop ist, ist nichts Neues. Eine Crew, die wir während Vill Vill Vest entdeckt haben und uns besonders in Erinnerung geblieben ist, ist Softcore untd.. Die vier Jungs rappen in sanftem Norwegisch und lassen uns dank ihren mitreisenden Beats noch einiges mehr erwarten.

Misty Coast

Misty Coast heißt auf Deutsch so viel wie neblige Küste und genau das ist auch das Bild, das einem in den Kopf kommt, wenn man die Tracks auf dem Debütalbum des Duos hört. Linn Frøkedals Stimme schwebt über die Melodien, der Sound, den sie zusammen mit ihrem Partner Richard Myklebust schafft, erinnert uns an Beach House und ihre Videos lassen uns träumen — was will man an einem trüben Tag im Herbst mehr?

Hi Tom

Hi Tom ist unsere Producer-Entdeckung vom diesjährigen Vill Vill Vest. Seine Tracks sind treibende, von RnB Beats infiltrierte Nummern, die einen nicht still sitzen lassen. Der junge Norweger kommt eigentlich aus Oslo und performte am letzten Tag des Festivals zum ersten Mal mit einem Live Vocalist. Etwas, was wir in nächster Zeit noch mehr sehen wollen!

Lekende Lett

Betritt man eine Lekende Lett-Show kann es vorkommen, dass man anfänglich nicht weiß, was mit einem passiert. Da ist die Sängerin, die einem mit ihrer Fuck-You-Attitüde das Gefühl gibt, dass es ihr sowieso egal ist, dass man da ist. Dann ist da der Dude hinter dem DJ-Pult, der mit Händen in der Luft mitsingt und seine Beats auf das Publikum loslässt. Und dann sieht man noch die Visuals, die riesengroß und wahnsinnig schnell hinten auf der Bühne zu sehen sind. "Und trotzdem macht es irgendwie Sinn", sagt der Typ, der neben mir steht – und Recht hat er. Die Musik des Duos, das bis vor Kurzem anfänglich noch anonym Tracks online veröffentlich hat, geht ins Ohr, macht Spaß und lässt uns tanzen — genau so wie es auch sein soll!