5 regisseure, die die zukunft von musikvideos prägen werden

Wir präsentieren fünf frische Regie-Talente einer neuen Generation.

von i-D Staff
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04 August 2015, 9:26am

Nur weil heutzutage auf MTV mehr Kardashians and Teen Moms als Moshpits zu sehen sind, heißt das noch längst nicht, dass das Medium Musikvideo tot ist. Wenn du i-D schon eine Weile verfolgst, dann weißt du, dass wir neuen Talenten immer wieder sehr gerne eine Plattform bieten. Wir stellen dir fünf vielversprechende Regie-Talente vor, die du dir merken solltest - vom Ratking-Kollaborateur Eric K. Yue bis zu dem mysteriösen Kollektiv, das für das an David Lynch angelehnte Cheerleader-Video verantwortlich ist.

Eric K. Yue
Im März feierte das Video zur Single „Damn, Gravity" der 23-jährigen Singer-Songwriterin Okay Kaya auf i-D Premiere. Das psychedelische Musikvideo im Selfie-Stil entstand unter der Regie von Eric K. Yue. Das in New York lebende Talent steckt auch hinter der Ratking Video-Trilogie: „So Sick Stories" von King Krule, „Canal" und „Wikispeaks". Yue war außerdem verantwortlich für die Kamera für IS - der experimentale Kurzfilm von Regisseur The Harrys über die Proenza Schouler Designer Jack McCullough und Lazaro Hernandez. Lasst uns hoffen, dass er mit seiner low-fi-Ästhetik seinen Weg in mehr modeaffine Projekte findet.

Lucy Luscombe
Von Skepta und Dev Hynes, die vor einer Flotte Doppeldecker-Busse Verse reimen bis zu den Girls von Juce, die Voodoo in der Tierhandlung und in Cafés veranstalten, die Videos von Lucy Luscombe zeigen Londoner in ihrem natürlichen Umfeld. Die junge Britin hat für Vogue bereits mit Cara Delevingne und Georgia May Jagger gearbeitet. Außerdem gefallen uns ihre Video mit Teenage-Boys und bizarren Begebenheiten

R113
Es ist wenig bekannt über dieses aus L.A. stammende Filmkollektiv. Ihr YouTube-Account ist erst seit einer Woche aktiv. Aber allein schon die drei Uploads, einschließlich dem Musikvideo zu Lorns „Acid Rain", haben uns überzeugt und wir freuen uns auf das, was noch von der Gang kommt. In dem dreiminütigem Video, das in einer Einstellung gedreht wurde, tanzen blutverschmierte Cheerleader unter den Neonschildern eines menschenleeren Diners. Das Musikvideo hat mit dem Schnellrestaurant und den rot-weißen Vintage-Uniformen der Cheerleader-Truppe definitiv Twin Peaks-Vibes. (Ob das gestickte „R" ein Hinweis auf das Double R Diner der schaurig-schönen Serie ist?)

Ada Bligaard Soby
Obwohl die dänische Filmemacherin und Fotografin an vielen Projekten - von Modefilmen bis zu Kunstinstallationen arbeitet - lässt uns ihr aktuelles Musikvideo „Hitchhiker" auf mehr musikbezogene Veröffentlichungen hoffen. Zur Musik des Pariser Trios Tristesse Contemporaine zeigt die Regisseurin in dem Video obdachlose Jugendliche, darunter einen 20-jährigen Ex-Marine-Soldaten, den ihr Produzent auf dem Skatepark in Venice Beach getroffen hat, und einen 18-jährigen Herumtreiber aus San Diego. Gedreht wurde das Video in einer VHS-Ästhetik und ähnelt in seiner Darstellung von Herumwandern am Straßenrand einem Homevideo von Harmony Korine. Das Video kam sogar in die engere Auswahl für den Cannes Lions' Young Director Award.

Laurie Lynch
Der junge in Großbritannien lebende Regisseur hat sich mit dem neuen Britpop-Talent Oscar Scheller für zwei Musikvideos zusammengetan. Im Musikvideo zu „Daffodil Days" fängt Lynch eine unzufriedene, tanzende Jugend ein. Für „Beautiful Words" - der Titelsong von Oscars vor Kurzem veröffentlichter EP - entschied sich der Regisseur für eine bizarrere, Technicolor Richtung. Schellers süße Gitarrensounds begeistern die Leute weit über die Grenzen seiner Heimatstadt London hinaus.

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Credits


Text: Emily Manning
Bild via YouTube

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