connie constance über girl power, ihre herkunft und realness

Wir haben uns mit Clarks Originals zusammengetan und die junge Jazzsängerin mit der gefühlvollen Stimme aus London zum Gespräch getroffen: Connie Constance - ein absoluter Geheimtipp!

von i-D | Anzeige
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12 August 2016, 8:15am

„Die Leute erwarten viel, wenn du Constance Power heißt", sagt uns Connie Constance lachend. Die neue Single Lose My Mind der 21-jährigen Sängerin wird dich umhauen, denn ihr Name ist Programm: Power. Die 1995 geborene britische Sängerin nennt sich heute Connie. So magisch wie ihre Stimme auch ist, sie ist auf dem Boden geblieben. Connies Londoner Akzent ist unüberhörbar. Er verleiht ihren Songs über Liebe, Selbsterkenntnis und Flucht eine wundervoll rotzige Note.

Die britische Schönheit mit nigerianischen Wurzeln ist bei ihrer Mutter im englischen Watford, nordwestlich von London, aufgewachsen. Von ihrer Mutter, die auch die wichtigste Person für Connie ist, hat sie gelernt, unabhängig zu sein, groß zu träumen und zielstrebig auf das hinzuarbeiten, was man möchte. Als Kind nahm sie Tanzunterricht, um sich ihren ersten großen Traum zu erfüllen. Sie ergatterte einen Platz an der angesehenen Urdang Academy. Nach einem Jahr verließ Connie die Tanzschule, um sich ganz auf die Musik—ihre wahre Liebe—konzentrieren zu können. In dem von Blue Daisy produzierten Debütvideo „Stars" zeigte sie ihre Tanzfähigkeiten. Es war auch das Tanzen, durch das Clarks Originals auf sie aufmerksam wurde. Auf Instagram hat sie ein Video gepostet, in dem sie mit ihren Freunden draußen auf der Straße tanzt, und zufällig hat sie dabei Clarks getragen. Entstanden ist aus der Kollaboration mit Clarks Originals ein Tanzvideo, für das sich Connie die Choreografie ausgedacht und für das sie die Musik geschrieben hat. Der neuen Kampagne der Marke hat sie auch ihre Stimme geliehen. Für Connie war es wichtig, dass das Projekt ihren kreativen Prozess widerspiegelt. Die Musik habe sie mithilfe eines Notizhefts erzeugt: „Das Geräusch, das entsteht, wenn man Ideen aufschreibt, Seiten herausreißt oder die Seiten zum Beat zerknüllt. Das Projekt ist cool, weil sich ihre und meine Ansichten decken", sagt sie.

Connie führt Tagebuch, so kann sie immer ihre Gedanken, die in ihrem Kopf herumspuken, festhalten. Für sie ist Songwriting ein Mittel, um der Hektik des Alltags zu entfliehen. Sie blättert durch die Seiten ihres Notizbuchs und zeigt uns Entwürfe, Listen, schnell Hingekritzeltes und natürlich die Blitzzeichen. Sie weiß aber nicht mehr, warum sie die Blitze überhaupt gemalt hat. „Wenn ich ehrlich bin, ist meine Musik reiner Selbstzweck", so die junge Musikerin. „Ich schreibe Songs, wenn ich gestresst bin oder etwas nicht stimmt. Ich schreibe auch viel über Liebe. Deshalb sind meine Beziehungen auch so schwierig. Wenn du mich stresst, schreibe ich einen Song darüber." Connies Texte stammen oft direkt aus ihrem Tagebuch. Sie ist Fan von King Krule, Gil Scott-Heron und Mike Skinner. Sie bewundert an ihnen, wie sehr sie ihre Gedanken nutzen. „Ich bin keine gute Geschichtenerzählerin. Ich bin viel ungeplanter, was meine Worte angeht. Nur so kann ich Songs schreiben", erzählt sie uns weiter.

Als ich Scary Spice dann zum ersten Mal gesehen habe, fand ich den Gedanken einfach toll, dass ich auch ein Spice Girl sein kann", sagt sie uns lächelnd. „Auf allen Bildern trage ich flippige Sonnenbrillen und Afro. Ich glaube, ich sehe es einfach als Selbstverständlichkeit an, wie gut ich mich durch Scary als Kind gefühlt habe.

Ihre neue Single „Lose My Mind" ist ein emotionaler und souliger Capella-Track—eine Hommage an die Größen des Jazz, und dennoch im Sound der Zeit zu Hause. In dem ruhigen Song singt sie darüber, wie liebevoll und unterstützend Männer sein können. Für sie geht es in der Musik heutzutage zu oft um die Bad Guys, die fremdgehen und frauenfeindlich sind. In dem dazugehörigen Musikvideo sitzt sie mit ihrem Freund in einer kupferfarbenen Badewanne, der ihr sanft die Haare wäscht. Das Konzept dazu hat sich Connie selbst ausgedacht und es wurde von einem reinen Frauenteam umgesetzt. „Ich hatte dieses Spice-Girl-Feeling, als ich am Set war", erinnert sie sich. „Ich dachte einfach, dass hier ist heute ein Girlpower-Day. Wir sind alle spitze in dem, was wir tun, und werden diesen Videodreh rocken."

Für Connie geht es bei den Spice Girls mehr als nur um die Musik. „Als schwarzes Kind in einer Familie mit nur Weißen aufzuwachsen, ist hart", erklärt sie. „Ich habe nicht viele Prominente gesehen, die solche Haare wie ich hatten. Als ich Scary Spice dann zum ersten Mal gesehen habe, fand ich den Gedanken einfach toll, dass ich auch ein Spice Girl sein kann", sagt sie uns lächelnd. „Auf allen Bildern trage ich flippige Sonnenbrillen und Afro. Ich glaube, ich sehe es einfach als Selbstverständlichkeit an, wie gut ich mich durch Scary als Kind gefühlt habe." Heutzutage zählen Frauen wie Beyoncé, Solange, Billie Holliday, Nina Simone zu Connies Vorbildern. „Und die ganzen Jazzmusikerinnen, weil es das Genre ist, in dem weibliche Vocalisten es wirklich zu etwas gebracht haben. Wir beherrschen das Genre!", sagt sie sichtlich stolz. Sie ist auch Fan von Jorja Smith und Little Simz. Für sie ist es ganz wichtig, dass Frauen sich finanziell selbst versorgen können; dass Frauen ihr Leben selbst bestimmen können und dass sie das tun können, was sie wollen. Das ist so cool", erzählt sie uns abschließend. Connie Constande—für uns der Geheimtipp aus England, den ihr euch merken solltet.

Credits


Text: Francesca Dunn
Fotos: Olivia Rose
Haare: Jose Quijano at The Wall Group verwendete Revlon Professional
Make-up: Kaz Fernando
Fotoassistenz: Alia Wilhelm
Stylingassistenz: Ryan Peterson
Connie trägt ein Vintage-Top von Rokit. Kleid: Zimmerman. Schuhe: Clarks Originals. 

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