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Greta Thunberg ist nicht die einzige Klimaaktivistin, die du kennen solltest

Autumn Peltier, 'Little Miss Flint' und Xiye Bastida setzen sich für ihre Gemeinschaft und die Umwelt ein.

von Erica Euse
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07 Oktober 2019, 11:06am

Foto: Screenshots von Instagram

Im vergangenen Jahr hat Greta Thunberg ihren persönlichen Protest in eine massive globale Bewegung verwandelt. Weltweit wurde sie zum Gesicht des Kampfes ihrer Generation gegen den Klimawandel. Die 16-Jährige hielt erst kürzlich auf dem UN-Klimagipfel eine leidenschaftliche Rede über den stetigen Zerfall unserer Erde. Und warnte die großen Regierungen der Welt öffentlich vor einem bereits beginnenden Massensterben. Für ihr Engagement hat sie nun sogar den Right Livelihood Award erhalten, besser bekannt als Alternativer Nobelpreis.

Doch Greta ist längst nicht die einzige junge Person, die sich für Klimagerechtigkeit und Umweltschutz ausspricht. Hier sind drei junge Aktivistinnen aus der ganzen Welt, die sich mindestens genauso entschlossen für die Rettung unseres Planeten einsetzen.

Autumn Peltier

Autumn Peltier ist eine international anerkannte kanadische Wasseraktivistin. Sie ist Mitglied der Wikwemikong First Nation und kämpft seit ihrem achten Lebensjahr für Wasserrechte. Inspiriert wurde die heute 15-Jährige von ihrer Großtante Josephine Mandamin. Diese setzte sich bis zu ihrem Tod Anfang des Jahres leidenschaftlich für den Schutz der Großen Seen ein. Die Rolle der Wasserbeauftragten wurde nach dem Tod von Autumns Tante an sie weitergegeben. Seither vertritt die junge Anishinabe 40 First Nations-Gemeinschaften in ganz Kanada.

"Niemand sollte sich Sorgen machen müssen, ob das Wasser sauber ist oder ausgeht. Kein Kind sollte aufwachsen, ohne zu wissen, was fließendes Wasser bedeutet."

Mari Copeny

Mari Copeny ist auch bekannt unter ihrem Spitznamen Little Miss Flint. Grund dafür ist die anhaltende Wasserkrise in Flint, Michigan, auf die sie mit ihrer Arbeit aufmerksam macht. Mit gerade einmal acht Jahren fragte sie Präsident Barack Obama in einem Brief, ob er sie und ihre Gemeinde treffen möchte, die von dem verseuchten Wasser betroffen waren. Das führte zu Zuschüssen in Höhe von 100 Millionen Dollar für die Reparatur des Wasserversorgungssystems.

Auch jetzt, im Alter von 12 Jahren, setzt sich die kleine Miss Flint für ihre Gesellschaft und die Umwelt ein. Seit 2016 arbeitet Mari mit der gemeinnützigen Organisation Pack Your Back zusammen, die mehr als 25.000 Kinder mit Spenden für die Grundversorgung – von Schulgeld bis hin zu sauberem Trinkwasser – unterstützt.

"Unser Kampf um die Rettung des Planeten hat weder mit dem #ClimateStrike begonnen noch wird er damit enden. Viele von uns arbeiten seit Jahren daran, unseren Planeten zu retten. Helft uns nicht nur heute, sondern jeden Tag und unterstützt unsere Lösungen, um uns alle zu retten."

Xiye Bastida

Xiye Bastida ist eine 17-jährige Klimaaktivistin aus New York City. In Mexiko aufgewachsen, erlebte sie die Auswirkungen des Klimawandels hautnah. Ihre Heimat litt häufig unter extremen Dürreperioden und Überschwemmungen. Vor vier Jahren zog sie nach New York und sah dort die Schäden, die Hurrikan Sandy angerichtet hatte. Sie beschloss, etwas zu unternehmen. Xiye beruft sich auf ihre indigenen Wurzeln und hofft, andere zu inspirieren, sich um die Erde zu kümmern.

"Die Leute sagen, dass die Klimabewegung vor Jahrzehnten begonnen hat, obwohl indigene Völker die Erde bereits seit Tausenden von Jahren schützen. Wir müssen diese Philosophie zurückbringen und sie in die heutige Gesellschaft integrieren. Die Menschen sind nicht hier, um das Leben an sich zu reißen, sondern um sich darum zu kümmern. Es sollte nicht 'wir das Volk' heißen, sondern 'wir der Planet'."

Xiye ist führend in der Fridays for Future-Bewegung und arbeitet zusammen mit Greta daran, ihre Mitstreiter_innen zu mobilisieren. Sie spricht in Rathäusern und zu Kundgebungen, um ihre Generation zu inspirieren und den weltweiten Wandel voranzutreiben.

Dieser Artikel stammt ursprünglich von unseren Kolleg_innen aus der US-Redaktion.

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