Zeitlose Fotografien eines endlosen Sommers

Lass dich von Akila Berjaouis Bildern auf einen unbeschwerten Sommer-Trip mitnehmen.

von Briony Wright
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06 Juli 2017, 7:15am

Akila Berjaouis neuestes Buch The Last Days of Summer ist eine Sammlung von traumhaften, goldenen Momenten am Strand, die sie auf ihren Reisen durch Australien, Italien, Frankreich und Brasilien aufgenommen hat. Dabei richtet sie ihren Blick immer auf glamourösen Sonnenanbeter, die ihre Körper an den schönen Orten präsentieren, und vermittelt uns das Gefühl, dass sie eine gewisse Vertrautheit zu ihren Motiven entwickelt hat. Wir haben uns mit Akila getroffen und mit ihr über die Vorzüge eines sorglosen Lebens und über ihre Schnappschüsse von einem zeitlosen Sommer gesprochen.


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Glückwunsch zu deinem Buch. Wenn man sich die Bilder so anguckt, ist es schwer zu erraten, woher du kommst. Sie sind sehr international, was toll ist.
Ich liebe Australien, es ist meine Heimat, in die ich immer wieder gerne zurückkomme, aber es ist einfach so weit weg von allem. Ich bin verrückt nach Sommer und Strand, deswegen ziehen mich gewisse Reiseziele magisch an.

Warum hast du genau diese Fotos ausgesucht?
Den vergangenen Sommer habe ich an unterschiedlichen Orten in Europa verbracht. Ich habe meine Lieblingsbilder rausgesucht und sie einem Verlag zugeschickt, der mich im Vorjahr kontaktiert hatte. Meine Auswahl hat ihnen gefallen und so ging es hin und her, bis dann das Buch fertig war. Ich bin sehr stolz darauf.

Die Bilder sind eine Mischung aus Landschaftsaufnahmen, Fernaufnahmen von scheinbar nichtsahnenden Motiven und klassischen Porträts. Es ist eine sehr interessante Herangehensweise. Was genau waren deine Gedanken bei dem Projekt?
Um ehrlich zu sein, habe ich mir vorab nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrochen. Es ist für mich so einfach, diese Dinge einzufangen, ich mache also einfach nur das, was sich fast wie von alleine ergibt. Ich bin ein Strandgirl und glaube, dass die natürliche Ästhetik dieser Umgebung an sich schon schön und entspannt ist. Es fällt mir unglaublich leicht, Strandfotos zu machen. Am meisten gefallen mir in diesem Kontext Aktbilder und nackte Menschen in ihrem natürlichen Lebensraum.

Das macht deine Arbeiten auf jeden Fall aus.
In Europa haben die Leute kein so großes Problem mit Nacktheit wie beispielsweise in Australien. Ich glaube, dass das früher mal anders gewesen ist — Rennie Ellis' Fotos zeigen, dass es für die Leute früher keine große Sache gewesen ist, nackt am Strand zu sitzen. Ich habe einfach versucht, die wahre Essenz des Strandlebens festzuhalten.

Suchst du die Models für deine Fotos aus?
Nicht wirklich. Meistens sind es Leute, die ich unterwegs auf meinen Reisen kennengelernt habe, wunderschöne Frauen, mit denen ich mich auch angefreundet habe. Mit vielen von ihnen habe ich später auch noch an anderen Projekten zusammengearbeitet.

Es scheint, als hättest du den perfekten Job. Hast du deinen Traum gefunden oder hat dein Traum dich gefunden ?
Das weiß ich nicht so genau, aber so oder so liebe ich meinen Job. Ich sehe so viele unterschiedliche Orte und Gesichter und darf mit so vielen kreativen Leuten zusammenarbeiten, und noch dazu macht es großen Spaß. Ich finde es großartig, dass ich mit den Menschen aus meinen Shoots in Kontakt bleibe. Auf gewisse Weise sind es sehr intime und persönliche Bilder.

@akila_berjaoui

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Credits


Fotos: Akila Berjaoui